Direkt zum Inhalt
Dieses Gerät empfängt noch bis mindestens 2023. Wahrscheinlich länger.

Digitales Antennenfernsehen bis 2023 abgesichert

04.12.2015

Die Weltfunkkonferenz (WRC-15), das sind Vertreter von 150 Regierungen, hat entschieden, dass das UHF-Band (470-694 MHz) in Europa weiterhin ausschließlich dem terrestrischen Rundfunk sowie für drahtlose Mikrofone bei Veranstaltungen vorbehalten bleibt. Zumindest bis 2023.

Die Weltfunkkonferenz hat am 26.11. in Genf beschlossen, dass das UHF-Band (470-694 MHz), auf das auch die Mobilfunkbranche für ihr LTE-Portfolio ein Auge geworfen hatte, in der ITU-Region 1 (Europa, Afrika, Naher Osten und Zentralasien) bis mindestens 2023 weiterhin ausschließlich von terrestrischen TV-Diensten sowie den Veranstaltungstechnikern für drahtlose Produktionsfunksysteme genutzt werden kann.

Michael Wagenhofer, der Vorsitzende der Allianz für Rundfunkqualität und Kulturvielfalt und ORS-Geschäftsführer, kommentierte die Entscheidung so: „Mit dieser klaren Entscheidung hat die WRC-15 nicht nur die Bedeutung des Antennenfernsehens für die kulturelle Vielfalt und den demokratischen Zusammenhalt unserer Gesellschaft unterstrichen, sondern auch die notwendige Planungssicherheit für die enormen Investitionen in die digitalen terrestrischen Plattformen hergestellt.“ In Österreich seien damit auch die Frequenzen für das Antennenfernsehen simpliTV abgesichert.

Die Mehrheit der teilnehmenden Funkverwaltungen bekannte sich auf der Weltfunkkonferenz auch für die Zeit nach 2023 zu einer fortgesetzten Nutzung des UHF-Bandes durch den terrestrischen Rundfunk.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 04.12.2015: Elektrojournal.
Werbung
Werbung