Direkt zum Inhalt
V.l.n.r.: Robert Trappl, Harald Mahrer, Sarah Spiekermann-Hoff, Michaela Kardeis, Alfred Harl, Sophie Karmasin, Claudia Schanza und Philipp Graf

Das war der Österreichische IT- und Beratertag

29.11.2017

Das 15-jährige Jubiläum war völlig ausgebucht. Im Zentrum standen Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

Ein Highlight des 15-jährigen Jubiläums des Österreichischen IT- und Beratertags war der Roboter Pepper, der die Moderation über den gesamten Tag tatkräftig unterstützte.

Zusammen mit Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes für Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), eröffnete dieser den 15. Österreichischen IT- & Beratertag: „Gerade die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit der Vernetzung von Maschinen – Stichwort Internet of Things – eröffnet neue Perspektiven."

Bundesministerin für Familien und Jugend, Sophie Karmasin, und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung & Wirtschaft, Harald Mahrer, verwiesen in ihren Eröffnungsreden auf das große Potential der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz für Familie und Bildung sowie Wirtschaft.

Laut Karmasin muss die Digitalisierung noch stärker in der Schulbildung verantwortet werden, um die nächste Generation fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen. Mahrer sieht die Herausforderung vor allem in der Frage, wie wir die Potentiale der Technologien von heute und morgen nutzen, um die Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken.

Michaela Kardeis, Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit, führte dem Publikum jedoch auch die Gefahren des Internets vor Augen. Bewusstsein für die Gefahren steht hier im ersten Schritt im Fokus. Mit der Initiative Gemeinsam sicher – fIT im Netz, die vom Bundesministerium für Inneres (BMI) und dem Fachverband UBIT ins Leben gerufen wurde, werden schon seit Jahresbeginn Unternehmens- und IT-Berater ausgebildet, um Österreichs Unternehmen in ihrer digitalen Transformation und in Sachen Sicherheit zu unterstützen.

Gert Seidl vom Cyber Crime Competence Center des Bundeskriminalamts, der in dieser Initiative eng mit dem Fachverband UBIT zusammenarbeitet, hat das Thema Sicherheit in seinem Vortrag „Beutezug am Datenhighway“ ebenfalls aufgegriffen.

Eines der absoluten Highlights des Tages war die Keynote von Univ.-Prof. Robert Trappl vom österreichischen Forschungsinstitut für Artificial Intelligence. Als Vordenker und auf seinem Gebiet referierte er zum Thema „Der Mensch steht im Mittelpunkt der künstlichen Intelligenz: Wohin geht unsere Reise?“.

Dabei sieht er den Einfluss von künstlicher Intelligenz nicht nur in der Robotik, sondern auch in anderen Bereichen der Digitalisierung wie etwa im Datenschutz. Die künstliche Intelligenz wird in Zukunft, so Trappl, der Menschheit und der Gesellschaft als Partner positiv zur Seite stehen.

Einen anderen Ansatz verfolgte Keynote-Speaker Prof. Sarah Spiekermann-Hoff von der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihr Anliegen ist es, Menschen im Gegensatz zu Maschinen nicht als bloßes irrationales Wesen zu sehen und plädierte für ein positives Menschenbild und eine klare Hierarchie, in welcher der Mensch der Maschine übergeordnet ist.

Aus diesen konträren Ansichtspunkten entstand zwischen den beiden Vortragenden eine spannungsgeladene Diskussion, die im Anschluss auch für anregenden Gesprächsstoff sorgte.

Während Shermin Voshmgir, Gründerin des Blockchain Hubs in Berlin, eine Einführung in das Thema Blockchain und mögliche Zukunftsanwendungen gab, diskutierte Matthias Grabner, Branchenmanager Technology der Außenwirtschaft Austria, über Liveschaltungen mit den Vertretern der Außenstellen Japan, Kanada, England und Israel über künstliche Intelligenz und weltweite Innovationen.

Ebenso spannend waren die Vorträge „Cognitive Computing“ von Franz Dornig, Manager Cognitive Solutions IBM, sowie „Die Zukunft der Mobilität ist autonom“ von Prof. Hermann Steffan, Wirtschaftliche Leitung Virtual Vehicle.

Im Rittersaal konzentrierte man sich unter der Moderation von Andreas Stadler, Berufsgruppensprecher der Buchhaltung, auf Themen wie Datenschutz-NEU, Herausforderungen in der Bekämpfung von Geldwäsche oder E-Rechnung. Die geheime Ratsstube wurde dieses Jahr mit spannenden Workshops gefüllt: von „Arbeit 4.0“ über „Industrie 4.0“ bis hin zu „Entscheiden durch AI“ war für alle etwas dabei.

Im Anschluss an eine informative und spannende Veranstaltung hat man den Tag bei der Abendgala im Festsaal ausklingen lassen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 29.11.2017: Elektrojournal.
Werbung

Weiterführende Themen

Nach dem Abgang von Mike Bucher hat Johann Marchner Anfang März die ­G­eschäftsführung von Wienerberger ­Österreich übernommen. Zuvor war der ­Baustoffexperte bereits als Geschäftsführer ­Vertrieb bei dem Ziegelproduzenten tätig.
Aktuelles
16.06.2020

Warum die ewige Diskussion um den richtigen Baustoff nicht seines ist und welche Rolle Vorfertigung und Digitalisierung künftig bei Wienerberger spielen werden – der neue Österreich- ...

Buchtipp
03.06.2020

Die Schattenseiten der Digitalisierung

Der holländische Investigativjournalist Huib Modderkolk wollte es genau wissen – und hat Sicherheitsexperten, Hacker ...

Fertigungsrelevante Daten per Smartphone abrufen und dadurch die Produktivität der Schweißanlagen im Blick behalten.
Schweissen
28.05.2020

Kosten, Performance, Dokumentation: Einstieg in die digital vernetzte Schweißwelt mit „Lorch Connect“.

Die Freiheit der Gedanken ist Thema bei Soho in Ottakring 2020.
Gastronomie
28.05.2020

Das Kunstfestival Soho in Ottakring findet coronabedingt heuer nur online statt. Eine Idee, von der man sich womöglich etwas abschauen kann. 

Handel
27.05.2020

Billa setzt in enger Partnerschaft mit der österreichischen Landwirtschaft schon seit vielen Jahren auf höchstmögliche Regionalität: In wesentlichen Sortimenten finden BILLA-Kunden/innen jetzt ...

Werbung