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Generalsekretärin Katharina Olbrich, Vorstandsvorsitzender Jürgen Halasz vom Bundesverband Elektromobilität Österreich

BEÖ: unterstützt neues E-Mobilitätspaket

23.09.2016

Norwegen gilt in Bezug auf Elektromobilität als das große Vorbild. Dank gezielter Förderungen verfügt das Land über den größten Anteil an Elektroautos. In Österreich soll jetzt nachgezogen werden.

In Norwegen, einem Land mit fünf Millionen Einwohnern, sind derzeit rund 100.000 E-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Grund dafür sind zahlreiche Anreize für E-Mobilität. Neben steuerlichen Vorteilen profitieren die Skandinavier auch vom kostenlosen Parken auf öffentlichen Plätzen.

Auch in Österreich gelten seit 1. Jänner neue gesetzliche Grundlagen für Betriebe. Rein elektrisch betriebene Autos, die als Firmenfahrzeuge geführt werden können voll von der Steuer abgesetzt werden. „Was wir jetzt brauchen, sind neue finanzielle Anreize, damit Privatpersonen auf Elektromobilität umsteigen“, meint Jürgen Halasz, Vorstand des Bundesverbands Elektromobilität Österreich (BEÖ).

Derzeit sind in Österreich über 7.400 vollelektrische E-Autos zugelassen. Ende 2015 betrug die Zahl nur 5.032. Auch E-Bikes werden als Fortbewegungsmittel immer beliebter. Ziel ist es nun diesen Trend mit Förderungen weiter zu unterstützen.

Daher unterstützt der BEÖ das derzeit in Ausarbeitung befindliche E-Mobilitätspaket der Bundesregierung und wünscht sich steuerliche und finanzielle Anreize für Privatpersonen.
Auch der Ausbau des E-Ladestellennetzes ist wichtig zur Förderung von Elektromobilität. Derzeit gibt es 2.300 E-Ladestellen in Österreich. Bis Ende 2017 soll diese Zahl auf 4.000 erhöht werden.

Erfolgreiche Bilanz für e-pendler in Niederösterreich

Auf der Strecke zwischen Wien und Wiener Neustadt wurde für drei Jahre getestet wie der Pendlerverkehrt durch Elektromobilität energieeffizienter und klimafreundlicher wird. Insgesamt waren 114 E-Fahrzeuge und 86 E-Bikes im Einsatz und 167 neue Ladestationen wurden errichtet. „Insgesamt konnten pro Jahr mehr als 223 Tonnen CO2 eingespart und insgesamt die Attraktivität von E-Mobilität deutlich gesteigert werden“, zieht Peter Layr, EVN Vorstand und Sprecher des e-pendler-Projektkonsortiums von EVN, Wien Energie und Raiffeisen Bilanz.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 23.09.2016: Elektrojournal.
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