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Wo die Luft dicker wird

09.10.2019

In der Welt der Oberklasse sind alternative Antriebslösungen das Gebot der Stunde. So gut wie jeder Hersteller offeriert sein Flaggschiff auch als teilelektrifizierten Plug-in-Hybriden.

Es ist die Kraft aus zwei Herzen, die im Luxussegment für mehr Leistung bei tendenziell weniger Verbrauch sorgt. Für die Hybridmodelle spricht allerdings auch die Befreiung von der NoVa, welche die Preisliste kopfstehen lässt. Denn die Plug-ins sind zum Teil die stärksten Pfeile im Köcher, kosten aber kaum mehr als die jeweiligen Basismodelle. Wir haben einige bemerkenswerte Beispiele gefunden, sind dabei auch auf die pure E-Mobilität und einen Geheimtipp gestoßen.

BMW 745LE – DIE QUAL DER WAHL

Die Bayern haben sich von jeher der Dynamik verpflichtet und hatten weder Scheu noch Mühe, ihre DNA erfolgreich mit Elektrizität zu kombinieren. Dementsprechend hat man sich auch beim Plug-in für einen Griff ins Volle entschieden. Der 745Le kombiniert den 286 PS starken Reihensechszylinder mit einer 113 PS leistenden Lithium-Ionen-Batterie. Das ergibt eine Systemleistung von 394 Pferden und ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern, perfekt portioniert von der 8-Gang-Steptronic. Schöpft man aus dem Vollen, hat man in 5,1 Sekunden 100 Sachen drauf. Rein elektrisch geht aber auch: bis zu 58 Kilometer weit und maximal 140 km/h schnell. BMW erweitert seine Vollvernetzung beim 745Le um sinnvolle Details wie Empfehlungen für Ladestationen einschließlich Belegungsprognosen. Damit ja keine von den 394 PS verlorengeht. Preis ab 103.550 Euro.

PORSCHE PANAMERA TURBO S E-HYBRID – GEHT NICHT, GIBT’S NICHT

Vor ein paar Jahren wären die Wörter „Porsche“, „Limousine“ und „Hybrid“ in einem Satz eine gute Einleitung für einen Witz gewesen. Heute wissen wir es besser, denn der Plug-in-Hybrid ist überhaupt gleich das Topmodell der Baureihe. 680 PS und 850 Newtonmeter lassen den Porsche mit lautem Gebrüll in 3,4 Sekunden auf 100 km/h stürmen. V8 und Elektromotor scheinen sich lediglich dem Sport verschrieben zu haben. Was Sinn macht, denn auch der Rest vom Panamera ist bis hin zur Keramikbremse Porsche pur. Preis ab 193.009 Euro.

TESLA MODEL X – DER VORREITER

Schon seit Jahren treibt Tesla den Rest der Hersteller quasi vor sich her. Doch nicht zuletzt aufgrund seiner Supercharger-Ladestationen ist das Model X nach wie vor die einzige vollelektrische Oberklassenlösung. Das Auto selbst ist aber auch super. Flügeltüren, Allrad, generöse Platzverhältnisse und 471 PS sind Garanten für einen freudvollen Alltag. Auch die Reichweite kann diesen nicht trüben, bis zu 565 Kilometer sind ein beruhigendes Polster. Preis ab 121.250 Euro.

MERCEDES S 560 E – DES KAISERS NEUE KLEIDER

Im Zuge des Facelifts wurde die S-Klasse um eine in der Langversion erhältliche Plug-in-Hybridvariante erweitert. Sie leistet beachtliche 476 PS, die wiederum von einer beachtlichen 9-Gang-Automatik verwaltet werden. Dem V6-Benziner wurde eine 13,5 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie zur Seite gestellt. Sie kann den Stern bis zu 50 Kilometer rein elektrisch bewegen, der serienmäßige Eco-Assistent trägt mithilfe der Assistenzsysteme und des Navis einiges dazu bei. Oder man schaltet alles auf scharf und knackt nach fünf Sekunden die Hundertermarke. Preis ab 117.980 Euro.

VOLVO S90 T8 – MEHR ALS EINE ALTERNATIVE

Volvo und Plug-in ist eine Liebesgeschichte, man kann sagen, die beiden haben sich von Beginn an verstanden. Der Antriebsstrang des T8 wurde vom XC90 übernommen, er leistet hier wie dort 407 PS, wobei 320 davon der 4-Zylinder-Turbo-Benziner beisteuert. Die Fahrleistungen sind über alle Zweifel erhaben, rein elektrisch legt der S90 bis zu 50 Kilometer zurück. Großes Kino offeriert der Volvo im Interieur, wo der große Touchscreen im Hochformat und Kristallglaselemente Ausrufezeichen setzen. Preis ab 71.219 Euro.

BMW 330E – UNSER GEHEIMTIPP

Okay, wir haben uns jetzt ein gutes Stück von der Oberklasse entfernt. Zumindest was die Größe betrifft, denn Interieur und Technik sind auch beim 3er aller Ehren wert. Was ihn zum Geheimtipp macht, ist die beeindruckende Kombination aus Leistung, Dynamik und Kaufpreis. Seine Systemleistung von 252 PS lässt sich via „XtraBoost“ auf 293 PS maximieren, die 100-km/h-Marke wird nach sechs Sekunden durchbrochen. Rüstet man seinen 330e dann noch mit diversen Features aus dem M-Regal aus, erhöht sich das Dynamikpotenzial in schwindelerregende Höhen. Vom relativ kleinen Kofferraum redet da schon längst keiner mehr. Die Krone setzt dem Ganzen noch der Ab-Preis von 49.350 Euro auf. Auch nichts Alltägliches bei einem BMW.

 

Autor/in

OLIVER WEBERBERGER

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