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Wie die HR zum Gestalter wird

06.02.2019

Unternehmenswachstum ist auch in Zeiten der Digitalisierung das Ergebnis menschlicher Entscheidungen. Es sind die Mitarbeiter, die mit ihren Ideen und ihrem Wissen ein Unternehmen weiterentwickeln. Angesichts des Fachkräftemangels spielt die Personalabteilung eine entscheidende Rolle für die Zukunft. Auf einem Markt, auf dem Talente dringend gesucht werden, muss sich die HR-Abteilung allerdings neu positionieren: Sie muss vom Verwalter zum Gestalter der entscheidenden Ressource Mensch werden.

Text: Johannes Kreiner, Geschäftsführer von Sage DPW

Früher hatte die Personalabteilung die Rolle eines „Sachbearbeiters“, im Hintergrund wurden Urlaubsanträge, Lohnverrechnung oder die Spesenabrechnung erledigt. Heute muss sie sichtbar sein und die Weiterentwicklung von Unternehmen durch entsprechendes Personalmanagement aktiv gestalten. Dies reicht vom Recruiting der richtigen Talente und Fachkräfte bis hin zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter im Sinne ihrer Kompetenzen. Es empfiehlt sich, HR in der Nähe von Bereichen anzusiedeln, wo strategische Entscheidungen getroffen werden. Human Resources als organisatorisch unabhängige Stabsstelle innerhalb der Geschäftsführung eines Unternehmens angesiedelt wäre eine optimale Lösung. Dies schafft Freiräume für aktives Gestalten jenseits der reinen Verwaltungstätigkeiten und sorgt für eine stärkere Professionalisierung der Personalarbeit.

HR-Arbeit muss digital werden

Wenn Unternehmen ihre HR-Prozesse professionalisieren wollen, empfiehlt es sich, nicht nur die organisatorischen Abläufe neu zu strukturieren, sondern auch einen Blick auf die IT-Infrastruktur zu werfen. Eine effiziente HR-Arbeit muss heute weg von papierlastigen Prozessen und Personalakten im Aktenschrank – für die neue Generation der Millenials braucht es neue „Spielregeln“.
Dies stellt neue Anforderungen an die Personalverantwortlichen, auch hinsichtlich ihrer IT-Kenntnisse, und erfordert den Einsatz moderner IT-Werkzeuge. Wenn Unternehmen den Mut haben, in diesen Paradigmenwechsel zu investieren und ihre HR vom Verwalter zum Gestalter zu transformieren, dann werten sie damit nicht nur die Personalarbeit an sich auf, sondern stellen damit auch sicher, dass sie auch künftig auf Erfolgskurs bleiben.

Engere Vernetzung von HR mit anderen Unternehmensbereichen

Für effiziente digitale Prozesse muss sich die HR-IT stärker mit anderen Abteilungen vernetzen. Das ist nicht immer einfach, denn die Personalabteilung ist aufgrund der dort verwalteten Daten in vielen Unternehmen hinsichtlich der implementierten IT-Systeme stark von der üblichen Infrastruktur abgeschottet.  Eine Möglichkeit, die HR-Abteilung im Blick auf die IT-Systeme stärker an das gesamte Unternehmen anzubinden ist, eine gemeinsame Schnittstelle zur Finanzabteilung. So wird gewährleistet, dass Prozesse effizienter ablaufen und Synergien, beispielsweise in der Lohnabrechnung, gebildet werden und sensible Daten trotzdem geschützt bleiben.

Employer Branding: HR meets Marketing

Eine weitere Abteilung, mit der HR in Zukunft enger vernetzt sein sollte ist das Marketing, welches sich traditioneller Weise auf Produkte fokussiert. Hingegen liegt Personalmarketing - Employer Branding- klassisch im Verantwortungsbereich von HR. Beide Abteilungen verwenden jedoch dieselben Kanäle von Social Media bis klassischer Werbung, um sich attraktiv zu positionieren. Aus Sicht von potenziellen Bewerbern ist es empfehlenswert, die Zusammenarbeit von HR und Marketing zu intensivieren – die (Marken) Botschaften bei Produkten und dem Arbeitgeberimage sollten stimmig sein, denn darauf achtet die, am Arbeitsmarkt heiß umkämpfte Generation Y, ganz besonders.

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(v.l.n.r.) DI Martin Zandonella, Dr. Martina Gaisch, Mag. Alfred Harl, Univ.-Prof. Dr. Norbert Wohlgemuth
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