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Wer kennt seine Risikobereitschaft wirklich?

11.10.2010

Wenn es Ernst wird, sinkt bei vielen die Risikobereitschaft gegen Null, gerade das ist aber oftmals der falsche Weg.

Mag. Helmut Praniess, CEO Privat Bank AG

Die derzeit volatilen Märkte verunsichern Anleger und verleiten zu übereilten Reaktionen, da oftmals die Risikobereitschaft nie klar definiert wurde. In der Hoffnung Verluste zu vermeiden, wird bei einem Down sofort verkauft, um sich einige Tage später zu ärgern, da die Aktie wieder schnell über den Verkaufspreis gestiegen ist. Auf diese Weise hat man wenig Chancen sich ein seriöses Depot aufzubauen.

Auch wenn man glaubt sich auszukennen, hilft die ruhige Hand eines professionellen Beraters, um schon im Vorfeld mit dem Kunden dessen Risikobereitschaft genau zu definieren.  So weiß er, wie viel der Anleger bereit ist bei seinem Depot vorübergehend ins Minus zu gehen ohne dabei nervös zu werden. Ergänzt mit einem permanenten Kontakt, der den Anleger stets am aktuellen Stand seines Depots hält, können daher solche, meist Geld vernichtenden „Rettungsaktionen“, vermieden werden und eine seriöse positive Depotentwicklung mittelfristig zustande kommen.

Es geht nämlich grundsätzlich nicht darum, die eine oder andere Aktie zu empfehlen. Es geht darum, auf die individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten  hin, abgestimmte Entscheidungen zu treffen, wie Geld investiert werden sollte, um auch in volatilen Zeiten ruhig zu schlafen. Denn Niemanden hat etwas davon, wenn er informiert wird sein Depot habe übermäßig an Wert verloren, das von anderen Kunden aber noch wesentlich mehr. Darum sollte man sich von Einzelaktienempfehlungen nicht blenden lassen, denn die machen noch keinen „Depotsommer“ aus.

Mag. Helmut Praniess, CEO Privat Bank AG www.privatbank.at

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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