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WdF-Umfrage: Führungskräfte ziehen Schlüsse aus Corona Shut-Down

04.08.2020

Was hat sich bei den heimischen Führungskräften nach dem Shut-Down geändert? Wie beurteilen österreichische Führungskräfte die Maßnahmen der Regierung? Das hat das Wirtschaftsforum der Führungskräfte in einer Umfrage bei seinen 3.000 Mitgliedern erhoben und mit den Ergebnissen einer Umfrage im Frühjahr verglichen.

„Die Ergebnisse dieser aktuellen Umfrage zeigen eindrucksvoll, dass die heimischen Führungskräfte bereits klare Erkenntnisse aus dem Shut-Down für die Arbeitswelt der Zukunft gemacht haben“, erklärt der WdF-Bundesvorsitzende Mag. Andreas Zakostelsky.

Fortführung krisenbedingter Arbeitsmodelle als Chance

85% der befragten Entscheidungsträger beurteilen rasches Handeln in Krisenzeiten als wichtigste Eigenschaft von Führungskräften. Wobei die Manager auch durchaus selbstkritisch reflektieren und nach dem Ende des Shut-Downs zu 61% ihre Führungs-Rolle in Krisenzeiten überdenken wollen. Diese bewerten sie mehrheitlich als ein Schlüsselkriterium zum Erfolg. Es geht den Führungskräften aber auch zu 80% darum, in Zukunft gezielter digitales Know-how einzusetzen.

Führungskräfte wollen Home-Office flexibler gestalten

Auch ein Effekt der letzten Monate: 81% der Führungskräfte wollen die Home-Office-Zeiten in Zukunft flexibel nach Bedarf und Anforderung fortsetzen. Der umfassende Home-Office-Betrieb, wie in der Covid-19 Phase, wird aber bei knapp 45% wieder eingestellt.

Geschäftsreisen werden weniger

Virtuelle Meetings sind kein reiner Corona-Effekt: Laut der Einschätzung der befragten Führungskräfte (74%) werden sich die Geschäftsreisen reduzieren. Im Gegensatz dazu werden mehr als 75% die virtuellen Meetings als Kommunikationstool auch weiterhin stärker nutzen. Diesen Trend haben bereits die WdF-Geschäftsreisestudien in der Vergangenheit gezeigt.

Führungskräfte fordern: Längst fälligen Bürokratie- und Regulierungsabbau einleiten

84% der befragten Führungskräfte sehen nun die einmalige Chance als Effekt des Shut-Downs, auf den digitalen Fortschritt zu setzen. 82% fordern, dass nun der längst fällige Bürokratie- und Regulierungsabbau eingeleitet werden soll. Die befragten Entscheidungsträger sprechen sich auch dafür aus, vermehrt Investitionen in Nachhaltigkeitsprojekte zu planen (77%) und flexible Arbeitszeiten an den Bedarf des Standorts anzupassen (knapp 83%).

Krisenmanagement der Bundesregierung wird positiv bewertet

Die heimischen Führungskräfte beurteilen das Krisenmanagement der Bundesregierung nach wie vor sehr positiv: Trotz der schwierigen Wirtschaftslage sind nur 18% (März: 5%) der befragten Führungskräfte nicht zufrieden. 48% (März: 83%) stellen der Regierung für den professionellen Stil ihre Kommunikation ein sehr gutes Zeugnis aus.

Über das WdF

Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) wurde 1979 gegründet und vertritt knapp 3.000 Manager und Entscheidungsträger aus allen Ebenen und ist somit Österreichs größtes parteipolitisch unabhängiges Führungskräftenetzwerk. Das WdF bietet branchenübergreifenden Austausch und ein tragfähiges Netzwerk zur fachlichen Unterstützung von Führungskräften, Nachwuchsführungskräften und Leader-Persönlichkeiten. Neben zahlreichen Umfragen, wie u.a. der Einkommensstudie, werden ein Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten zur Arbeitswelt der Führungskräfte durchgeführt.

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