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Was wirksame Selbstführung braucht

07.02.2019

"Die Fähigkeit, sich selbst zu führen, hat jeder Mensch", meint der Leadership-Berater Andreas Philippitsch. Vielen von uns sei dies aber nicht bewusst. In seiner langjährigen Arbeit mit Führungskräften hat der Experte festgestellt, dass sich eine Mehrheit sowohl mit dem Begriff als auch mit der Handlungsaktivität daraus schwer tun. Eine Analyse.

Text: Andreas Philippitsch

Selbstführung bedeutet, sich als Person zu kennen, zu steuern und zu entwickeln. Das Erkennen schließt die Ratio (Verstand) genauso mit ein wie die intuitive Ebene. Meiner Erfahrung nach ist dies mit der Fähigkeit verbunden, mir selbst zu vertrauen. Verstand und Intuition richtig angewandt, erhöhen meine Wirksamkeit im Tun als Leader – oder wie es der CEO eines namhaften Mittelständlers ausdrückte: „Ich bin besser geworden, seit ich mit Hirn und Herz meine Entscheidungen treffe!“

Eine verbesserte Selbstführung geht in der Praxis meist über drei Entwicklungsphasen:

  • Phase 1: Erkennen hat mit Selbstreflexion zu tun.

Dies schließt die persönliche Erkenntnis über meine Stärken, Schwächen und Potenziale mit ein. Sich selbst zu reflektieren hat wenig mit Selbstkritik oder mit Selbstüberschätzung zu tun. Es ist der ehrliche Zugang zu sich selbst als Mensch und Führungskraft. Einen Spiegel vom neutralen Experten vorgehalten zu bekommen hilft ungemein.

  • Phase 2: Das Steuern meiner Person hat mit Loslassen und Disziplin zu tun.

Viele Führungskräfte schleppen emotionale Erfahrungen mit sich mit, wodurch los- bzw. auslassen erschwert wird. Es gilt die richtigen Lernerkenntnisse für sich selbst zu definieren. Dabei hilft die eigene Disziplin. Dies bedeutet regelmäßiges Tun und Arbeit an sich selbst. Damit man lernt, sich in der nächsten Auseinandersetzung früher zu stoppen und nicht emotional überzureagieren.

  • Phase 3: Sich selbst entwickeln hat mit Einlassen und Vertrauen zu tun.

Ohne loslassen ist das Einlassen auf neue Erkenntnisse oder veränderte Gegebenheiten nicht möglich. In diesem Augenblick verlasse ich meine alten Pfade und beschreite neue Entwicklungswege. Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Und mit dem ersten Schritt ist mir die nächste Entwicklungsstufe sicher.

Führungskräfte, die Wirkung erzielen, nutzen Potenzialanalysen oder Expertenfeedback aktiv für ihre Selbstführung. Damit gehen sie neue Wege und sind Vorbild für andere.

Zum Autor: Mag. Andreas Philippitsch ist Berater für Leadership

 

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