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Wann arbeiten krank macht

12.09.2019

Aus einer Studie des Büroausstatters Viking unter 1.000 österreichischen Arbeitnehmern geht hervor, dass ein Großteil der Österreicher kein Problem hat, Berufs- und Privatleben miteinander zu vereinbaren (61%). Jedoch liefert die Studie auch sehr beunruhigende Ergebnisse.

Diese Zahlen lassen aufhorchen: Jeder Sechste Österreicher ist unzufrieden mit der eigenen Work-Life-Balance und ein Drittel der Befragten kann teilweise sogar ernsthafte Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden feststellen.

Von dem beeinträchtigten Drittel der Umfrageteilnehmer

  • gaben 62% an, zu wenig Zeit für sich selbst zu haben.  
  • leiden 38% an stressbezogenen Symptomen wie Schlaflosigkeit oder Panikattacken.
  • wurde fast ein Drittel (31%) mit körperlichen Beschwerden diagnostiziert (Rückenprobleme, Migräne, etc.).
  • liegt jedem Fünften eine Diagnose über psychische Probleme wie Burnout oder Depressionen vor.

Doch wo liegt die Ursache für diese Probleme, wenn ein Großteil der Arbeitnehmer glücklich mit Ihrer Work-Life-Balance ist? Der Grund scheint in den Arbeitszeiten der Österreicher zu liegen: 

  • Bei weniger als 20 vertraglichen Arbeitsstunden pro Woche liegt die Zufriedenheit bei 67%. 
  • Regelmäßige Überstunden von mehr als 30 pro Monat senken die Zufriedenheit auf knapp 48%.
  • Mehr als die Hälfte (56%) der Befragten spüren negative Auswirkungen, wenn sie mehr als 20 unbezahlte Überstunden im Monat leisten. 

Vor allem Millennials scheinen betroffen zu sein: Hier ist lediglich die Hälfte zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance und mehr als jeder Fünfte ist sogar unglücklich. Das Gleiche lässt sich in der Unternehmenshierarchie feststellen, denn weniger als die Hälfte der befragten Aushilfekräfte ist glücklich mit der eigenen Work-Life-Balance, während mehr als 4 von 5 leitenden Kräften Arbeit und Privatleben unter ein Hut bringen können. 

Um die eigene Work-Life-Balance zu verbessern, hat jeder Fünfte Umfrageteilnehmer entweder seine Arbeitsstunden reduziert oder ein flexibles Arbeitssystem in Anspruch genommen. Jeder Sechste (16%) hat sich sogar zu einen Arbeitsplatz- oder Karrierewechsel entschieden. Von ihren Arbeitgebern wünschen sich

  • die Hälfte der Umfrageteilnehmer flexible Arbeitszeiten oder -plätze.  
  • 39% Ermutigung dazu, Urlaubstage und Pausenzeiten voll auszuschöpfen. 
  • 31% die Option, zusätzliche Urlaubstage zu kaufen.

Besonders wichtig für Arbeitnehmer zwischen 25 und 34 Jahren ist ein Angebot zur Kinderbetreuung in der Firma. Insgesamt ist dies von 13,2% der Arbeitnehmer gewünscht, in dieser Altersgruppe legen 21,2% jedoch großen Wert auf diese Option. Tatsächlich sind ganze 81,3% der Eltern mit betrieblicher Kinderbetreuung zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance, im Gegensatz zu 63,5% der Eltern ohne diese Möglichkeit.

 

 

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