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Verständigung

28.06.2017

Die Agenturchefin Carina Felzmann beschäftigt sich seit fünfundzwanzig Jahren mit Kommunikation. Vor allem die interne Kommunikation gewinnt an Bedeutung meint sie, denn in Teams entstehen oft Abläufe, die richtig teuer werden können. Grund genug, darüber zu reden.

Mailen ist ­Silber, Reden ist Gold, meint die Kommunikationsexpertin ­Carina ­Felzmann.

Der Druck nimmt zu

Die meisten stehen im Business unter Hochspannung. Wir sind gefordert, mehr in weniger Zeit zu erledigen, und die IT hilft uns dabei nur bedingt. Tsunami-Wellen von Mails ergießen sich in unsere Mailboxen, wir laufen ständig ihrer Beantwortung hinterher, sind mit neuen IT-Tools konfrontiert und haben keine Zeit, miteinander zu reden. Geschweige denn, hinter das Gesagte zu blicken! Man denke nur an unseren hilflosen Versuch, unsere Mails durch Emoticons gefühlvoller zu gestalten.

Kein Miteinander: Verluste entstehen

Oft bleibt dabei die grundsätzliche Kommunikation in Teams auf der Strecke. Sie ist aber Basis für den Erfolg. Eine größere Institution hat mittels einer Studie erhoben, wie viel an Zeit und Geld durch Miss-Kommunikation in den Teams verloren wurde. Das begann bei selektiver Information bis zum Mobbing von Kollegen und Kolleginnen. Die Summe war so abenteuerlich hoch, dass es aus kaufmännischer Sicht sofort ein Heer von Kommunikationstrainerinnen gebraucht hätte. 

Wie es besser laufen könnte

Oft ist es besser, zum Hörer zu greifen, als zu mailen – so ist zumindest der auditive Kanal zusätzlich aktiviert, und die Stimme gibt weiteren Aufschluss über die Botschaft hinter dem Gesagten. Noch besser: einander wieder ab und an zu treffen und auf die Premium-Form der Kommunikation mit vollem 5-Sinnes-Kanal-Service zu setzen. Wenn wir in einer Zeiterfassung die vielen Stunden der Probleme aufgrund von Miss-Kommunikation eintragen würden, wäre auch das Zeit-Argument hinfällig.

Kommunikation lernen

Wir lernen sehr vieles auf der fachlichen Ebene – meiner Ansicht jedoch viel zu wenig auf der emotionalen Ebene! Wir sollten uns mehr mit Verhaltenstypen, mit Sprache, mit unseren inneren Ressourcen und denen der anderen beschäftigen. Warum kein eigenes Schulfach dazu? Vieles hat uns ja inzwischen Google abgenommen, und da man sagt, dass die Technik für den Menschen da ist, könnten wir diese gewonnene Zeit nutzen, um uns wieder um das Verständnis und das gute Miteinander in Teams zu kümmern.

Tipp: http://blog.cox-orange.at/coaching

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