Direkt zum Inhalt

Verbraucher halten Künstliche Intelligenz für Roboter

28.02.2019

Da das alltägliche Leben der Verbraucher in Europa zunehmend von neuen Technologien geprägt ist, fordern sie gleichzeitig auch mehr Aufklärung von Unternehmen und Regierungen zu Künstlicher Intelligenz (KI), Blockchain und dem Internet der Dinge (IoT). Vielen sind die Vorteile dieser disruptiven Technologien noch unklar – 45 Prozent der Verbraucher halten KI fälschlicherweise für ‚einen Roboter‘ – anstatt des intelligenten Supercomputers, der eigenständige Entscheidungen treffen sowie lernen und dadurch neue Dienstleistungen und Erfahrungen schaffen kann.

Laut einer im Herbst 2018 unter 5.000 europäischen Verbrauchern durchgeführten Umfrage von VMware, Innovationsführer im Bereich Unternehmenssoftware, steht für 46 Prozent der Befragten Technologie im Mittelpunkt ihres täglichen Lebens. 53 Prozent der Befragten sind sich zum Beispiel bewusst, dass diese Technologien eine bessere und umfassendere Erfahrung mit Unternehmen, Banken, Einzelhändlern und Ärzten ermöglichen. Fast drei Viertel (71 Prozent) sehen in diesen neuen Technologien Potenzial, um pflegebedürftige Angehörige in Zukunft Zuhause zu betreuen. Die Hälfte der Verbraucher glaubt auch, dass diese Technologien dazu genutzt werden können, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Vorsichtige Zurückhaltung bei Technologien im Finanzbereich

Neue Technologien erfordern ein hohes Mass an Vertrauen in den Umgang der Unternehmen mit Kundendaten. Über zwei Drittel (68 Prozent) der Verbraucher geben an, dass sie nicht genau wissen, wer Zugang zu ihren persönlichen Daten hat. 66 Prozent wären beunruhigt, wenn Banken Zugang zu persönlichen Informationen bekämen, wie zum Beispiel dem persönlichen Lebensstil, also Kaufgewohnheiten, Essverhalten und Reisen – auch wenn dies einer besseren Verwaltung der Finanzen dienen würde.

Aufklärung ist notwendig – Unternehmen in der Pflicht

Ein Missverständnis trägt womöglich zu diesen Bedenken bei: 45 Prozent der Verbraucher halten KI fälschlicherweise für ‚einen Roboter‘ – anstatt des intelligenten Supercomputers, der eigenständige Entscheidungen treffen sowie lernen und dadurch neue Dienstleistungen und Erfahrungen schaffen kann. Dieses Missverständnis ist damit zu erklären, dass 50 Prozent der Befragten zugeben, zu wenig über Technologien wie KI, IoT und Blockchain zu wissen. Darüber hinaus sind über die Hälfte der Verbraucher der Meinung, dass Unternehmen (53 Prozent) ebenso wie die Regierung (50 Prozent) derzeit nicht offen genug kommunizieren, welche Technologien sie nutzen und wie sie diese einsetzen. Um die positive Grundeinstellung der Verbraucher zu stärken, spielen Unternehmen eine wichtige Rolle: speziell von Unternehmen erwarten Verbraucher Unterstützung, damit sie neue Technologien besser verstehen können.

„Für Unternehmen ist es jetzt an der Zeit zu handeln, denn wir haben einen Wendepunkt erreicht. Neue Technologien können heute dazu beitragen, innovative Geschäftsmodelle, verbesserten Kundenservice und letztendlich Wachstum zu ermöglichen“, sagt Matthias Schorer, Lead Business Development Manager - IoT, EMEA, VMware. „Um diese Möglichkeiten voll auszuschöpfen, müssen Unternehmen die Verbraucher mit einbeziehen und für Vertrauen und Transparenz sorgen. Jeder sollte wissen, wie und wo Technologien eingesetzt und Daten gespeichert und genutzt werden. Nur dann kann das Potenzial von Software als digitale Grundlage freigesetzt werden, um neuartige Apps, Dienstleistungen und Erfahrungen zu ermöglichen, die die Welt verändern werden.“

Über die Umfrage

Im Rahmen der im Herbst 2018 durchgeführten Studie wurden repräsentative Stichproben von Verbrauchern in Grossbritannien (2.000+), Frankreich (1.000+) und Deutschland (2.000+) befragt.

Original erschienen am 28.02.2019: Die Wirtschaft.
Werbung

Weiterführende Themen

Im Gespräch: Die „Moßhammers" erzählen über ihre neueste Errungenschaft.
Thema
29.04.2019

Welche Vorteile bringt die Digitalisierung im eigenen Betrieb? Bringt digitale Produktwerbung im Haus wirklich etwas? Wo soll man anfangen und wo bekommt man zur Bewerbung authentische ...

Ein virtueller Rundgang soll Nutzern bereits im Vorfeld einen Eindruck von neuen Verkehrs­infra­struktur­projekten bieten.
Aktuelles
23.04.2019

Das AIT forscht an neuen Anwendungsmöglichkeiten von Virtual und Augmented Reality im Rahmen der Stadt- und Mobilitätsplanung.

Gemeinsam ­Innovationen fördern (v. l.): Wolfgang ­Hillebrand, ­Markus Handler, Philipp Tomaselli, Elmar Hagmann, Christian Wimberger und Anton Rieder haben  die Smart ­Construction ­Austria gegründet.
Aktuelles
23.04.2019

Unter dem Namen Smart Construction Austria gründen sechs Baufirmen aus ganz Österreich eine Forschungs- und Entwicklungs-Gesellschaft.    

Nachdem STM-Anlagen seit Jahren M2M-fähig sind, konzentriert sich das Unternehmen jetzt darauf, bietet das Unternehmen nun auch persönliche Beratung für seine Kunden an.
Technik
18.04.2019

Automatisierte Produktion. Mit Industrie 4.0 integrierten Wasserstrahl-Schneidsystemen erleichtert STM Herstellern den Einstieg in eine vollautomatisierte Produktion.

Stories
14.04.2019

Es dauert noch einige Jahre, bis Computer wirklich die volle Kontrolle über unsere Autos übernehmen. Die Logistik ist dagegen schon einen großen Schritt weiter.

Werbung