Direkt zum Inhalt

Unternehmerische Perspektiven 2030 erkennen

09.10.2020

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind für Unternehmen höchst relevant. Einerseits kommt Unternehmen eine bedeutende Rolle bei der SDG-Erreichung zu. Nämlich insbesondere dort, wo es etwa um Klima- und Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung und Arbeitssicherheit geht. Andererseits bringen die SDGs hohes Innovationspotential und interessante Kommunikationsmöglichkeiten mit sich, meint Florian Leregger, Geschäftsführer des Instituts für Umwelt, Friede und Entwicklung – IUFE, in einem Gastkommentar.

Ja, wir haben Krise. COVID-19 stellt uns vor Herausforderungen. Die Veränderungen betreffen uns alle. Der konstruktive und visionäre Umgang mit aktuellen Gegebenheiten ermöglicht uns, zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen. Neben all den tagesaktuellen Agenden, die auf dem Schreibtisch liegen, erkenne ich die Notwendigkeit, auch an eine ökologische, soziale und wirtschaftliche ausbalancierte Entwicklung zu denken. Welche Rolle können Unternehmen dabei spielen? Für diese und ähnliche Fragen gibt es eine Vision als Kompass zur Orientierung: Die Agenda 2030 mit ihren 17 SDGs! Sie adressieren auch Unternehmen sowie deren EigentümerInnen und GeschäftsführerInnen. Aktuell wohl dringender, denn je. Ich denke dabei beispielsweise an Organisation von Arbeit, Gestaltung von Lieferketten, digitale Kommunikation, Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten, sowie betrieblichen Klima- und Umweltschutz.

Vor Kurzem erschien der neue Sammelband „Perspektiven 2030: 17 Ziele für den Weg in eine lebenswerte Zukunft“. Diverse Themen- und Gesellschaftsbereiche werden im Kontext der SDGs beleuchtet: Wirtschaft und Unternehmertum, Arbeit, Kommunen, Wissenschaft, Bildung, Digitalisierung, Ernährung, Abfallwirtschaft, Inklusion, Klimaschutz sowie privates Handeln. Darin schreibt beispielsweise Henriette Gupfinger (FH Wr. Neustadt), dass die SDGs den Unternehmen einen verbindenden Aktionsrahmen und eine gemeinsame Sprache geben, die helfen, einheitlich und effektiv mit den Stakeholdern zu kommunizieren. Das respACT-Team rund um Daniela Knieling schreibt, dass die globalen Herausforderungen in den SDGs beschrieben werden. Für Unternehmen heißt das, Chancen und Risiken zu erkennen, um zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die 17 SDGs bieten hohes Innovationspotential, welches es zu nutzen gilt. Dementsprechend muss das synergetische Zusammenspiel zwischen Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft gefördert werden.

UnternehmensberaterInnen erzählen mir, dass die SDGs für Betriebe immer wichtiger werden. Die Zahl jener, die sich damit beschäftigen, steigt. Der Startschuss zur SDG-Umsetzung ist in vielen Unternehmen also bereits gefallen. Jetzt gilt es, weiterzulaufen und andere Unternehmen zum Laufen zu bewegen. So bewegen wir uns dynamisch und resilient in die Zukunft.

Original erschienen am 09.10.2020: Die Wirtschaft.
Werbung

Weiterführende Themen

Meinungen
01.12.2020

Verschwendung von Potential findet auf allen Ebenen statt: strategisch und organisational einerseits sowie operativ andererseits. Wie man sie verhindern kann? Eina Analyse von Ursula Oberhollenze ...

Meldungen
01.12.2020

Wie nachhaltig agieren Österreichs Führungskräfte? Das beleuchtet eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforums für Führungskräfte (WdF) in Kooperation mit dem Nachhaltigkeits-Pionier VBV-Gruppe. ...

Meldungen
01.12.2020

„Für immer mehr Bauherren ist der nachwachsende Baustoff Holz ein Signal für die Zukunft“, berichtet DI Jens Koch, Produktmanager bei Saint-Gobain Rigips. Schon ein Viertel des Bauvolumens im ...

Meldungen
24.11.2020

Studien belegen, dass der Klimawandel erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben wird. Im Angesicht der Pandemie wird noch einmal deutlich, dass Zeit ein kritischer Faktor in Krisen ist. CFOs ...

Stories
19.11.2020

Bei Investitionsentscheidungen steht meistens die Frage nach der Rendite an erster Stelle. Wer gleichzeitig darauf achtet, wie nachhaltig die Anlage ist, kann nicht nur mehr aus dem Ersparten ...

Werbung