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UND WENN ER ABER KOMMT ...

09.05.2018

Irgendwie kann es ja niemand mehr hören. Digitalisierung hier und Digitalisierung da. Wie sie alles verändert, warum kein Stein auf dem anderen bleiben wird, wer aller seinen Job verlieren wird und überhaupt. Die vorherrschende Gefühlslage rangiert irgendwo zwischen Angststarre und panischer Aktivität. Schließlich will man nicht zu spät dran sein und etwaige Chancen nutzen. Nicht dass am Ende eine künstliche Intelligenz den Laden übernimmt.

Daher ab zum teuren Berater. Ein paar Runden Buzzword-Bingo – und die restlose Verwirrung ist erreicht. Vielleicht also doch lieber abwarten? Was auffällt: Wirklich optimistisch ist der Blick in die Zukunft nicht, obwohl die technischen Möglichkeiten ja durchaus verheißungsvoll sind. Roboter, die uns schwere Arbeiten abnehmen, und Algorithmen, die auch komplexeste Systeme für uns steuern können. Was gibt es da zu meckern? Wo sind die mitreißenden Visionen, die Lust darauf machen, gemeinsam eine neue, bessere Zukunft zu gestalten? Warum die schlechte Laune? Die Antwort liegt in der zunehmenden Ungewissheit, meint der Zukunftsforscher Harry Gatterer (Seite 38). Denn: Was wir nicht kennen, macht uns Angst. Echte Veranlassung zur Sorge gibt es aber eigentlich nicht. Beinahe alle Bereiche verzeichnen eine positive Entwicklung.

Es gilt also, aus dem Negativdenken auszusteigen und wieder halbvolle Gläser zu balancieren. Wie das konkret gehen kann, haben wir im Schwerpunkt dieser Ausgabe bei Weltmarktführern nachgefragt. Sie beweisen, dass es keinerlei Anlass zur Panik gibt. Und den weltbesten Unternehmen wird man ja wohl glauben können.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Stephan Strzyzowski, Chefredakteur
s.strzyzowski@wirtschaftsverlag.at

PS: Im Gegensatz zu diffusen Zukunftsängsten ist die Datenschutzgrundverordnung sehr real. Bleiben Sie auf dem Laufenden und aktualisieren Sie doch bitte Ihre Daten unter: unter www.die-wirtschaft.at/ newsletter

Autor/in:
Mag. Stephan Strzyzowski
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