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Tipps gegen office-eye-syndrom

14.07.2021

Blicken wir konzentriert und starr auf den Bildschirm, kann es zu Brennen und Müdigkeits­gefühl des Auges kommen. Wie man die Augen im Arbeitsalltag entlasten kann, erklärt der akademische Mental Coach Martina Reiterer

Unter office-eye-syndrom versteht man Probleme mit den Augen aufgrund von Bildschirmarbeit (z.B. Kurzsichtigkeit, Augenflimmern, Juckreiz, trockene oder gerötete Augen, Doppelbilder, Augenbrennen). Ein Phänomen, das seit dem Beginn des ersten Lockdowns immer öfter beobachtet werden muss. Verbringen doch nicht nur die Erwachsenen, sondern auch Kinder und Jugendliche wesentlich mehr Zeit mit der Nutzung digitaler Displays. In den USA warnen Augenärzte allerdings bereits seit Langem vor der "digitalen Krankheit" der Augen. Laut einer US-Studie der US-Organisation „The Vision Council“ reichen schon zwei Stunden täglich vor dem Bildschirm aus, um die Augen langfristig zu schädigen. Doch es gibt Möglichkeiten, dem entgegen zu wirken.

Tipps, um das office-eye-syndrom zu lindern:

  • Halten Sie einen Abstand von 50 bis 80 Zentimetern zu Ihrem Bildschirm.
  • Die Blickrichtung soll parallel zu Fensterflächen verlaufen, wenn dies aufgrund der Raumanordnung möglich ist.
  • Es dürfen keine störenden Reflexionen auf dem Bildschirm, z.B. durch Fenster, Lichtkuppeln oder Leuchten entstehen.
  • Helle Fensterflächen sollten sich keinesfalls in Blickrichtung und in unmittelbarer Nähe des Bildschirmes befinden.
  • Achten Sie auf ein gutes Raumklima: Heizung und Klimaanlagen belasten die Augen. Lüften Sie regelmäßig im Sommer; im Winter heben Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum an (zwischen 40 und 60 % Luftfeuchtigkeit).
  • Lösen Sie Ihren Blick regelmäßig vom Monitor: Schauen Sie in die Ferne (mind. sechs Meter Entfernung wäre ideal). Das beugt der Entwicklung beziehungsweise dem Fortschreiten von Kurzsichtigkeit vor.
  • Machen Sie Pausen - immer wieder für zwei bis fünf Minuten die Arbeit zu unterbrechen ist effektiver als eine einzige lange Pause. Schauen Sie dabei mehrmals täglich ins Grüne oder Blaue. Diese Farben wirken sehr erholsam und entspannend für die Augen. Verlassen Sie während der Pause Ihren Arbeitsplatz und führen Sie kleine körperliche Bewegungen durch.
  • Machen Sie Bewegung in der Natur: Ihre Augen brauchen viel natürliches Licht. Empfehlenswert ist, täglich eine Stunde spazieren zu gehe

Zum Abschluss eine sehr wirkungsvolle Augenübung:

Bei dieser Übung ist es wichtig, den Kopf still zu halten und nur die Augen zu bewegen.

  • Bewegen Sie Ihre Augen langsam von links nach rechts und retour
  • Blicken Sie von oben nach unten und von unten nach oben
  • Schauen Sie von rechts oben nach links unten und dann von links unten nach rechts oben
  • Nun von links oben nach rechts unten und von rechts unten nach links oben
  • Malen Sie mit Ihren Augen Halbkreise oben
  • Malen Sie mit Ihren Augen Halbkreise unten
  • Kreisen Sie mit den Augen langsam im Uhrzeigersinn und zum Abschluss gegen den Uhrzeigersinn

Jeweils 12 Wiederholungen

Martina Reiterer ist akademischer Mentalcoach, psychologische Beraterin, Präventions- und Neuro Somatic Coach, Lachtrainerin und Buchautorin „Gesundes Arbeiten im Homeoffice“ www.coaching-reiterer.com

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