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Standort Österreich rutscht ab

01.06.2012

Beim Standortwettbewerb ist Österreich im internationalen Vergleich drei Plätze nach unten gerutscht. Die heimischen Unternehmen sind zwar im Bereich Effizienz führend, der Staat ist jedoch mit Reformen säumig.

„Mit einer mittelmäßigen Performance in der Standortpolitik werden wir weder unseren Wohlstand halten können, noch zusätzliche Beschäftigung schaffen. Wir müssen rasch gegensteuern und handeln", mahnte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung Christoph Neumayer anlässlich des vom Schweizer Institut IMD veröffentlichten Rankings.

Österreich ist von insgesamt 59 Staaten auf Rang 21 zurückgefallen (im Vergleich 2011: Rang 18). Im Jahr 2007 belegte Österreich hingegen noch Rang elf. Die Industrie fordert daher eine standort- und industriepolitische Offensive mit umfassenden Struktur- und Verwaltungsreformen. Zu den vernachlässigten Handlungsfeldern gehören vor allem die Eindämmung der Frühpensionen und die Steigerung von Effizienz in Gesundheit, Bildung und Verwaltung.

 

Wirtschaftliche Effizienz am aufsteigenden Ast

Der Bereich Wirtschaftsleistung ist einer der wenigen noch verbliebenen Stärken des Standortes, wo sich Österreich um vier Plätze verbessern konnte. Die Unternehmen haben es in Zeiten der Globalisierung und des verstärkten internationalen Wettbewerbes verstanden, den Strukturwandel als Wachstumschance zu nutzen. Für die Erosion der Standortqualität seien hingegen in erster Linie die inzwischen dramatischen Einbußen in der Kategorie „Effizienz der Regierung“ verantwortlich. „In den vergangenen Jahren, sind wir vor allem in der Bewertung unserer politischen Performance drastisch abgefallen und liegen nunmehr auf Rang 33“, so Neumayer. Insgesamt hat man in diesem Bereich in den vergangenen fünf Jahren ganze 23 Plätze eingebüßt. Die Politik ist nun gefordert, es den Unternehmen gleich zu tun um wieder an die internationale Spitze aufschließen zu können.

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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