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Staatspreis 2012

Staatspreise für Umwelt- und Energietechnologie 2012 an österreichische Vorzeigeunternehmen verliehen

23.05.2012

Bundesminister Mitterlehner, Berlakovich, Bures: Zukunftsweisende Innovationen der Wirtschaft schaffen Arbeitsplätze, stärken Standort und nützen dem Klima

Wien, 23. Mai 2012 - Am Dienstagabend fand in der Wiener Hofburg bereits zum dritten Mal die Verleihung der Staatspreise für Umwelt- und Energietechnologie statt. Es wurden nicht nur zukunftsweisende Technologien und Innovationen ausgezeichnet, sondern auch die Stärken einer Wachstumsbranche präsentiert, die Lösungen liefert, um unsere Treibhausgasemissionen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu vermindern. Der Preis für die Kategorie „Umwelt & Klima" wurde von Umweltminister Nikolaus Berlakovich vergeben, in der Kategorie „Energie & Effizienz" von Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner und in der Kategorie „Forschung & Innovation" von Technologieministerin Doris Bures. Zusätzlich wurde in diesem Jahr ein gemeinsamer Sonderpreis in der Kategorie „Start-up Ressourceneffizienz" an ab&cd innovations verliehen.

 

Österreich hat viel Innovation zu bieten: Wettbewerbsbeteiligung mehr als verdoppelt

Der Staatspreis, der seit 2008 alle zwei Jahre von den drei Ministerien gemeinsam verliehen wird, erfreut sich steigender Beteiligung: Insgesamt wurden über 200 Projekte - mehr als doppelt so viele wie 2010 - eingereicht. Das stellt die Innovationskraft der heimischen Umwelt- und Energietechnologiebranche eindrucksvoll unter Beweis. Die besten Einreichungen in den ausgeschriebenen Themengebieten wurden von den auslobenden Minister/innen mit einem Staatspreis ausgezeichnet.

 

Kategorie „Forschung & Innovation" an LiSEC Gruppe (Niederösterreich) für Gewichts- und Energieeffizienzoptimierung

Den Staatspreis für „Forschung & Innovation" überreichte Technologieministerin Doris Bures an die LiSEC Gruppe. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für das Projekt „Gewichts- und Energieeffizienzoptimierung bei Flachglassystemen". Die innovative Vorspanntechnik sorgt für mechanische Stabilität, dünne Wandstärke, hohe Flexibilität sowie eine bessere Ökobilanz bei Verglasungen und kann - als „Schutzschild" eingesetzt - die Lebensdauer von Photovoltaikmodulen entscheidend verlängern. Durch die neue Technologie wird der Energieverbrauch der Glasherstellung inklusive Transport von 25 kWh/m² auf 12,2 kWh/m² halbiert. „Der Schlüssel für Österreichs Vorsprung liegt in Innovation, Forschung und Entwicklung. Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind die globalen Themen der kommenden Jahre und Jahrzehnte: Hier geht es auch um zukunftssichere Arbeitsplätze in heimischen Unternehmen. LiSEC ist beispielgebend dafür, wie aus Forschung und Innovation neue, umweltfreundliche Produktionstechnologien entstehen", so Technologieministerin Bures.


Kategorie „Energie & Effizienz" an Liebherr-Werk Nenzing (Vorarlberg) für patentierten Hybrid-Antrieb

Den Wettbewerb um den von Wirtschafts- und Energieminister Mitterlehner ausgelobten Staatspreis für „Energie & Effizienz" entschied die Liebherr-Werk Nenzing GmbH für sich. Der Weltmarktführer im Hafenmobilkran-Bereich überzeugte die Jury mit Pactronic® - dem ersten, hydraulischen Hybrid-Antrieb für Kräne und Baumaschinen, der es schafft, Umschlagsteigerung in Verbindung mit reduziertem Kraftstoffverbrauch zu ermöglichen. Wesentliches Merkmal ist ein zusätzlicher Energiespeicher (Akkumulator), der durch Regenerierung der Rückleistung beim Senken der Last sowie durch überschüssige Leistung des Antriebsaggregates geladen wird. Wirtschafts- und Energieminister Mitterlehner überreichte den Preis und betonte dabei: „Die Firma Liebherr hat ihr über Jahre aufgebautes Know-how in eine bahnbrechende Innovation umgesetzt und setzt damit gerade bei der Energieeffizienz neue Maßstäbe", sagt Mitterlehner. „Öko-Innovationen sichern qualifizierte Arbeitsplätze, machen den Standort Österreich international wettbewerbsfähiger und sind ein Schlüsselfaktor für das Erreichen der Energie- und Klimaziele", so Mitterlehner.


Kategorie „Umwelt & Klima" an Saubermacher Dienstleistungs AG (Steiermark) für Leuchtstoffröhren-Recycling

Der Staatspreis in der Kategorie „Umwelt & Klima" wurde von Umweltminister Nikolaus Berlakovich an die Saubermacher Dienstleistungs AG aus Feldkirchen (Steiermark) verliehen. Die Auszeichnung erfolgte für ein neuartiges Verfahren zum Recyceln von Leuchtstofflampen, das die Firma in den vergangenen Jahren entwickelte. Damit können sowohl sämtliche Lampen, die kein Quecksilber enthalten, als auch LCD-Flachbildschirme recycelt werden. Die dadurch wiedergewonnenen Rohstoffe wie Eisenschrott, Glas, Aluminium und Kupfer werden aufbereitet und erneut verwendet. „Innovative Unternehmen, die kreative Ideen umsetzen, sind das Rückgrat der erfolgreichen österreichischen Umwelttechnologiebranche. In Österreich ist die Zahl der green jobs bereits auf 210.000 angestiegen, weitere 100.000 green jobs bis 2020 sind das nächste Etappenziel", erklärte Berlakovich.


Sonderpreis an junges Start-up für die Herstellung von Milchsäure aus industriellem Reststoff
Zusätzlich zu den Staatspreisen und Nominierungen wurde der mit EUR 10.000 dotierte Sonderpreis „Start-up Ressourceneffizienz" vergeben, der von allen drei Minister/innen verliehen wurde. Diese Ehre wurde dem Jungunternehmen ab&cd innovations (Wien) für das Projekt „Herstellung von Milchsäure aus einem industriellen Reststoff" zuteil. Das Preisgeld wurde von Wien Energie, Kommunalkredit Public Consulting, dem Klima- und Energiefonds sowie von Alpine-Energie gesponsert, deren neue Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Benita Ferrero-Waldner auch unter den Galagästen war.

„Green Glam" am grünen Teppich: Heimische Designer und Textilunternehmen setzen Zeichen
Heuer wurde beim Staatspreis auch ein absolutes Novum präsentiert: Der „Austrian Green Carpet". Ganz getreu dem Motto des Abends - Mode trifft Eco-Innovation, Clean Technology trifft Design - war der Festteppich nicht rot, sondern grün und die Preisträger/innen sowie das Moderations-Duo Barbara Rett und Tarek Leitner wurden von österreichischen Designer/innen und der heimischen Textil- und Bekleidungsindustrie nachhaltig eingekleidet.

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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