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Soviel Smartphone steckt in jedem Best Ager

06.10.2020

Die Seniorenstudie 2020 „Smart im Alltag“ der emporia Telecom zeigt, dass sich gerade in der Zielgruppe 65+, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, die Einstellung zu digitaler Kommunikation und zur Smartphone-Nutzung grundlegend verändert hat. Die Krise hat gezeigt, dass mobile Kommunikation bei Senioren die Lebensqualität erheblich verbessern kann.

"Egal ob Videotelefonie oder WhatsApp, Hauptsache es funktioniert einfach und unkompliziert“, fasst Eveline Pupeter die Bedürfnisse der Best Ager zusammen.

emporia hat im Rahmen seiner regelmäßig erhobenen Seniorenstudie „Smart im Alltag“ mehr als 1.100 Smartphone-Besitzer ab 65 Jahren in der DACH-Region befragt . Die Studie des österreichischer Herstellers von einfach zu bedienenden Smartphones, Apps und Feature Phones für die Generation 60+ untersucht relevante Entwicklungen des Mobilfunkmarktes, bietet Einblicke in das Nutzerverhalten und Ausblicke auf aktuelle Branchentrends in der Zielgruppe der Best Ager. Zentrales Ergebnis: Das Smartphone ist aus den Köpfen der Senioren nicht mehr wegzudenken und ist auch aktives Instrument gegen Vereinsamung im Alter. Knapp 50% der Befragten haben dank ihres Smartphones mehr Kontakt zu anderen Menschen. 

Die Studie gliedert sich in sechs Bereiche und beschäftigt sich mit den Themenfeldern der Smartphone-Nutzung sowie der Bedeutung des Smartphones für Senioren. Es wurden Wünsche und Probleme im Umgang mit dem Smartphone ebenso wie die Nutzung anderer digitaler Geräte (z. B. Wearables, Tablets etc.) untersucht. Aus aktuellem Anlass sind zudem die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Nutzung des Smartphones und die Einstellung zu Gesundheits-Apps bei Senioren abgefragt worden. Besonders interessant bei der diesjährigen Studie: Die Nutzung von sozialen Netzwerken, Messaging-Diensten wie WhatsApp und der Einsatz von Videotelefonie haben gerade in der Zeit von Social-Distancing einen höheren Stellenwert eingenommen. Auch das Bewusstsein für den Einsatz von Fitness- und Gesundheits-Apps hat sich weiter erhöht – von 48 Prozent in der Seniorenstudie 2018/19 auf 71 Prozent in der aktuellen Erhebung.

Das Smartphone – der digitale Kurschatten der Senioren

Zwar besitzen fast 90 Prozent der Deutschen bereits ein Smartphone. Aber mehr als zehn Millionen Senioren 65+ haben noch keines in Gebrauch. „Wir sehen, dass jetzt auch mmer mehr Menschen im Rentenalter das Smartphone für sich entdecken“, sagt Eveline Pupeter, Geschäftsführerin von emporia Telecom. „Gerade im Bereich der Smartphones mit passenden Funktionen gibt es einen großen Wachstumsmarkt. Die Nutzung von digitalen Medien wird mittlerweile auch bei den Seniorinnen und Senioren immer beliebter.“

Dies unterstreichen auch die Ergebnisse der Studie. Nur noch ein Fünftel  der Best Ager nutzt das Smartphone vorwiegend zum Telefonieren. 83 Prozent geben an, dass der Messaging-Dienst WhatsApp am häufigsten genutzt wird, gefolgt von E-Mails (62 %), Wetter- (61 %) und Navigations-Apps (52 %) und dem Lesen von Online-Medien (46 %). Themen wie Social Media, Online Banking und kontaktloses Bezahlen werden immer wichtiger.

Bereits heute gibt fast ein Viertel  der Befragten in der Altergruppe ab 65 Jahren an, dass sie kontaktloses Bezahlen im Supermarkt einsetzen oder dies in naher Zukunft beabsichtigen. Aber auch praktische Funktionen wie Sprachsteuerung, Kalender und Erinnerungen, Taschenrechner oder Taschenlampe sind häufig genutzte Features am Smartphone. Der Liebling unter den Smartphone-Funktionen ist allerdings die Kamera. Rund 81 Prozent geben an, diese für Fotos und Videos regelmäßig zu nutzen.

Senioren im Aufbruch ins smarte Zeitalter

Was bei den Digital Natives schon seit langem Realität ist, kommt nun auch in der Zielgruppe der Best Ager an – das Smartphone als ständiger Begleiter. „Wir entwickeln Smartphones, die den Senioren einen Mehrwert im Alltag bieten und ihren Wünschen entsprechen. Einfache Bedienung, gute Lesbarkeit und ein übersichtlich strukturierter Bildschirm sind in dieser Zielgruppe besonders wichtig“, fasst Eveline Pupeter zusammen. Die Smartphone-Nutzer geben ihr Recht: Mehr als 50 Prozent sagen, dass ein Smartphone das Leben einfacher macht, rund 61 Prozent haben ihr Smartphone immer dabei und  fast drei Viertel der Befragten  geben an, dass das  Smartphone ein echter Alltags-Held für sie ist.

Knapp die Hälfte  der befragten Senioren erklären, dass sie Dank ihres Smartphones mehr Kontakt zu Menschen haben. „Jeder kennt das aus seinem familären Umfeld: Menschen ab 60 Jahren suchen vermehrt den Kontakt zu Freunden und Familie. Der soziale Kontakt wird immer wichtiger – man will nunmal nicht allein sein. Heutzutage geht das am Einfachsten mit dem Smartphone. Egal ob Videotelefonie oder WhatsApp, Hauptsache es funktioniert einfach und unkompliziert“, erklärt Eveline Pupeter.

Social-Distancing und smarte Kommunikation

Die Corona-Pandemie hat viele Senioren von der Familie isoliert, zu groß war die Angst vor Ansteckung. Um nicht im Social-Distancing zu vereinsamen, war das Smartphone ein geeignetes Mittel, um die Distanz zu Familie und Freunden zu überwinden. Mehr als 65 Prozent der Befragten geben an, dass die Corona-Pandemie gezeigt hat, wie wichtig es ist, digital dabei zu sein.

Untermauert wird dieses Ergebnis auch durch die Erkenntnisse von Prof. Dr. Georg Jahn, Professor für Gerontopsychologie und Kognition an der Technischen Universität Chemnitz: „Die emporia-Seniorenstudie 2020 zeigt überzeugend, dass viele ältere Smartphone-Nutzer die Möglichkeiten digitaler Kommunikation während der Einschränkungen physischer sozialer Begegnungen in der Corona-Pandemie als besonders wertvoll erlebt haben. Zu diesen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten über Smartphones zählen soziale Netzwerke wie Facebook, Messaging-Dienste wie WhatsApp und Videotelefonie. Die Smartphone-Nutzung und diese Kommunikationsformen sind nur in der älteren Bevölkerung noch nicht normal.“

Die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und zu erlernen, war während des Corona-Lockdowns groß. 45 Prozent der Befragten geben an, in dieser Zeit neue Apps ausprobiert zu haben, um sich nicht von der Welt abgeschnitten zu fühlen. „Attraktive Angebote und Anstrengungen sind nötig, um die Möglichkeiten zur Stärkung sozialer Integration zu fördern und für ältere Menschen zu erschließen, die dazu aufgrund bisheriger Erfahrung oder geringer Verbreitung im persönlichen Umfeld weniger leichten Zugang haben“, ergänzt Prof. Dr. Georg Jahn von der TU Chemnitz. „Leicht zugängliche Bildungsangebote, einfach nutzbare Smartphones und Serviceangebote zur Inbetriebnahme, Störungsbeseitigung und Aktualisierung sind dabei wichtige Bausteine.“

Gerade in Ausnahmesituationen, zum Beispiel während der Corona-Pandemie, geben rund 55 Prozent der Befragten an, dass sie das Smartphone häufiger benutzen, als normalerweise. Allerdings schätzen gleichzeitig auch 45 Prozent der Senioren ihre Smartphone-Kenntnisse nur als eher mittelmäßig ein. „Hier müssen wir gerade für Senioren den Digitalisierungs-Turbo zünden, sie abholen und mit maßgeschneiderten Trainingsangeboten ins smarte Leben nehmen“, ergänzt emporia Geschäftsführerin Eveline Pupeter.

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