Direkt zum Inhalt

Social Insights: Aus Vermutungen Fakten machen

18.11.2020

Damit Werbekampagnen performen können, müssen sie optimal auf die Zielgruppen abgestimmt werden. Aus welchen Quellen Unternehmen dafür entsprechende Insights bekommen und warum Content immer wichtiger ist als Budget - 6 Tipps vom Onlinemarketing-Experten Hannes Kirchbaumer, um Werbung effektiver zu gestalten.

Content geht vor Budget, meint der Online Marketing-Experte Hannes Kirchbaumer.
Zwei Social Insights Tools im Überblick

Talkwalker schützt die Reputation von Unternehmen und zeigt ihnen in Echtzeit, wie Ihre Kampagnen performen. Das Ziel: konstante Optimierung ohne böse Überraschungen. Wer auf Social Media-Kanälen erfolgreich sein möchte, muss nämlich nicht nur seine eigenen Postings und Follower im Auge behalten, sondern auch generelle Trends auf dem Radar haben. Mit Talkwalker entdecken Werber auch aktuelle Trending-Stories immer in Echtzeit. 

 

Hubspot hilft Unternehmen dabei, Dutzende von Aufgaben zu automatisieren, nicht nur den E-Mail-Versand. Die angebotenen Produkte und Dienstleistungen umfassen u. a. Tools für Social-Media-Marketing, Content-Management, für Web-Analytics und zur Suchmaschinenoptimierung. Durch die Nutzung gewinnen Betriebe Zeit für Ihr Tagesgeschäft. Mit HubSpot lassen sich Workflows einfach visualisieren, anpassen und personalisieren.

Tipp 1: Beim Setup auf den Kunden fokussieren

Wer auf digitalen Kanälen wirbt, kann seine Zielgruppen sehr genau selektiert. Das erfordert allerdings einen hohen Aufwand bei der strategischen Ausrichtung von Kampagnen. Man muss sehr genau analysieren, wie die Zielgruppe tickt, man sollte Personas definieren und vor allem die Customer Journey durchdenken. Die zentralen Fragen beim Setup lauten: Wie sehen die Bedürfnisse meiner Kunden aus und wie erreiche ich sie? Darauf aufbauend muss der Content gestaltet werden. Denn die Kampagne sollte der Zielgruppe einen echten Vorteil kommunizieren. Warum sollen Kunden bei mir kaufen und warum jetzt? Wer diese Fragen beantworten kann, ist auf dem richtigen Weg. Denn: Auch Google screent nach diesem Schema alle Seiten.  

Tipp 2: Alle Zahlen im Blick behalten

Vielfältige Informationen zu den Zugriffen, die man auf der eigenen Seite erhält, bietet zum Beispiel Google Analytics. Wer hat was im Detail angesehen, welche Inhalte wurden länger angesehen, wer hat eine Anfrage gestellt? Aus diesen Informationen kann man Erfolgszahlen ableiten. Es ist aber wichtig, immer im Hinterkopf zu behalten, dass 1000 Zugriffe wenig er wert sein können, als die richten zehn. Es gilt grundsätzlich alles, was man selber im Unternehmen messen kann, zu messen und die Zielerreichung zu tracken. Nur so erkennt man, wo man von wem Aufmerksamkeit bekommt und welche Maßnahmen sich auszahlen.

Tipp 3: Den Blick nach innen und außen richten

Es gibt natürlich eine ganze Reihe von professionellen Tools, wie Hubspot, die einem dabei helfen, die eigenen Aktivitäten auf den unterschiedlichen Kanälen zu planen und auszuwerten. Sehr spannend kann es aber auch sein, im Blick zu behalten, was generell im Netz gesprochen wird. Auch für solche externen Insights stehen Tools wie Talkwalker zur Verfügung. Mit ihnen kann man sich ansehen, welche Auswirkungen eigene Aktionen außerhalb der eigenen Kanäle haben. Man kann aber auch generelle Trends und Themen beobachten. Gerne werden solche Tools zum Beispiel genutzt, um die Resonanz nach einer Produkteinführung zu analysieren, oder um den Effekt von Sponsoringmaßnahmen zu bewerten. Bevor man sich an externen Insights abarbeitet, sollte man aber die internen Aufgaben perfektioniert haben.

Tipp 4: Einen Schritt nach dem anderen setzen

Welche Ziele man verfolgt, sollte von der jeweiligen Phase bestimmt sein. Meistens geht die Reihenfolge von Aufmerksamkeit, über eine Erweiterung der Community, hin zu Anfragen und Verkäufen. Zum jeweiligen Ziel lassen sich dann Messgrößen festlegen. Will man etwa gerade auf sein Produkt aufmerksam machen, darf man den Erfolg einer Kampagne nicht auf Basis der Verkaufszahlen bemessen. Vielmehr sind dann Faktoren wie die Reichweite oder neue Newsletter-Abonnenten aussagekräftig. Die Ziele sollten also immer auf die Phase angepasst werden. Vielfach wird aber die Reihenfolge nicht beachtet. Erst nachdem man Awareness geschafft wurde, kann man konkrete Conversions erwarten.

Tipp 5: Werben, wo die Kunden sind

Natürlich ergibt es Sinn, ein Umfeld beziehungsweise eine Plattform auszuwählen, auf der sich die Zielgruppe wiederfindet und die zum Produktimage passt. Wer zum Beispiel im Google-Network Anzeigen schaltet, kann auch Kategorien auswählen, in denen er nicht ausgespielt werden will. Allerdings bezieht sich das Targeting immer auf den einzelnen User und damit auf jene Seiten, die dieser gerne besucht. Egal, ob sie zum Produkt passen, oder nicht. Besonders in der Conversionphase, wo man den Kunden zum Kauf animieren will, und er Produkte, die er sich angesehen hat, auch auf anderen Seiten präsentiert bekommt, ist es also nicht mehr so entscheidend, wo die Werbung ausgespielt wird. Auch wenn man den General Manager erreichen will, kann es sinnvoll sein, auf Facebook zu werben. Genauso erreicht man aber auch Endkonsumenten auf LinkedIn. Man sollte also keine allzu starre Betrachtung der Plattformen vornehmen, sondern stärker auf die die Botschaft fokussieren.

Tipp 6: Gute Inhalte sparen Geld

Ein hohes Budget alleine bringt einen nicht weiter. Vielmehr setzt sich Qualität bei Text und Bild stets durch. Umso besser das Werbemittel ist, umso günstiger wird der Preis der Kampagne. Denn auch die Plattformen möchten keine schlecht gestalteten Werbemittel ausspielen. Wenn Werbung gut gemacht ist, fügt sie sich optimal in das Umfeld ein. Dafür muss sie allerdings immer an die Zielgruppe angepasst werden - das wird belohnt. Content geht vor Budget. Aber gleichzeitig ist auch Content mit zu wenig Budget nicht optimal. Diese zwei Faktoren muss man in Einklang bringen. 

Werbung

Weiterführende Themen

Interviews
29.10.2020

Wie Österreichs Hidden Champions ihren Vertrieb digitalisieren - eine ­Analyse zur ...

Cyber Security betrifft alle Unternehmen, auch KMU.
Stories
22.10.2020

IT-Sicherheit, Datenschutz und digitale Resilienz von Unternehmen werden nun weltweit nach Richtlinien führender österreichischer Sicherheitsverantwortlicher bewertet.

IoT: Prozesse und immer wiederkehrende Arbeitsabläufe werden digitalisiert und damit effizienter
Stories
19.10.2020

Geräte, die kommunizieren und rechtzeitig Bescheid geben, bevor sie ausfallen? Klingt verrückt – ist aber eines der Anwendungsbeispiele für das Internet der Dinge. Ein Überblick.

Interviews
13.10.2020

Ali Mahlodji hat letztes Jahr gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut die ­spannende Welt von New Work unter die Lupe ...

Anhand des Bauvorhabens ­Kindergarten Schwoich wurde in ­einer Studie der Einsatz von BIM unter die Lupe ­genommen und auf ­seine Praxistauglichkeit für KMUs hin überprüft.
Aktuelles
13.10.2020

BIM-Punktlandung: Wie BIM in der Praxis eingesetzt werden kann und welche Vorteile sich daraus ergeben, zeigt eine aktuelle Forschungsstudie am Beispiel der Kindergartenerrichtung in Schwoich.

Werbung