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So sichert Verbund die Stromversorgung in der Krise

18.03.2020

Der Verbund ist Österreichs größter Stromerzeuger. Seine 131 Wasserkraftwerke und zwei thermischen Anlagen bilden das Rückgrat der heimischen Stromversorgung. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen um die große Verantwortung, die sie tragen. Strom bleibt die wichtigste Säule unseres modernen Lebens und muss entsprechend abgesichert werden. Das ist unsere Hauptaufgabe in der momentanen Lage“, so Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber.

Diese Sicherheit haben wir auf mehreren Ebenen gewährleistet. Strategisch beschäftigt sich Verbund seit je her mit „Resilienz“, also der Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse. Das sind nicht nur Elementarereignisse wie Hochwasser, sondern auch andere Krisen. Die taktischen Maßnahmen werden je nach Erfordernis angepasst. Dazu zählt die Mobilisierung von eigenen Kräften genauso wie die Abstimmung mit den Behörden. „Unser Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem enormen Einsatz alles daran setzen, die Stromerzeugung abzusichern“, so Wolfgang Anzengruber.

Maßnahmen zur Sicherung von Stromerzeugung und Geschäftsbetrieb:

  • Mitarbeiter-Gesundheit: Frühzeitig wurden unsere MitarbeiterInnen auf die Risiken einer COVID-19 Übertragung hingewiesen. Daher war VERBUND in der Lage, schon seit letztem Freitag den Geschäftsbetrieb weitgehend über Homeoffice abzuwickeln. Für Verdachtsfälle wurde ein Meldesystem eingerichtet, dass eine Ausbreitung innerhalb des Unternehmens minimieren  soll.
  • Kraftwerksbetrieb: Fachpersonal wird entsprechend regelmäßig geübter Szenarios abgesondert, Teams werden gesplittet. Um unnötige Kontakte zu vermeiden, wurden autonome „Arbeitsinseln“ bei den Kraftwerken geschaffen. Hier hilft uns, dass wir über Jahrzehnten der Erfahrung mit zentraler Fernsteuerung der Kraftwerke verfügen.
  • Bereitschaftspersonal: für Stördienste stehen Fachkräfte jederzeit auf Abruf zur Verfügung. Dieses System hat sich seit Jahren bewährt.
  • Stromhandel: Dezentrale Teams sorgen dafür, dass unsere Kundenplattformen und Stromlieferungen störungsfrei ablaufen. Die Ausführung unserer Maßnahmenpläne hat keine Auswirkungen auf unsere strengen Daten- und IT-Sicherheitsstandards.
  • Kunden: Die Energieversorgung durch VERBUND ist auch in der derzeitigen Lage selbstverständlich gesichert. Aus diesem Grund wird VERBUND während dieser herausfordernden Zeit bis auf Weiteres keine Kunden wegen Zahlungsrückständen kündigen. Kunden werden lediglich an Zahlungsrückstände erinnert, ihre Energieversorgung wird durch VERBUND bis auf Weiteres sicher gestellt.  
  • Der VERBUND-Kundenservice bleibt weiterhin über die VERBUND-Website, Hotline 0800 210 210 sowie per E-Mail unter service@verbund.at erreichbar. Es kann jedoch zu kurzfristig längeren Wartezeiten bei telefonischen Anfragen kommen. In diesen Fällen bitten wir die Kunden über die Website bzw. per E-Mail mit uns in Kontakt zu treten. Der VERBUND-Shop in der Konzernzentrale in Wien bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
  • Wartung und Bauprojekte: Von Einsatzstäben in den Kraftwerksgruppen wurden Prioritäten für laufende Arbeiten festgelegt. Vorrang haben alle Wartungen, die die Sicherheit der Anlagen bei Hochwasser betreffen, beispielsweise Wehrfelder. Natürlich steht dabei die Versorgungssicherheit im Vordergrund. Weniger dringliche Arbeiten werden zurückgestellt, um Reserven aufzubauen.

 

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