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Sind wir schon da?

08.06.2021

Der Sommer steht vor der Tür, Urlaubsreisen an die Obere Adria scheint nichts im Wege zu stehen. Für die Besitzer eines Elektroautos haben sich die Prioritäten freilich geändert. Wo sich einst alles um Kofferraumvolumen und Unterhaltungsprogramme für die Kinder gedreht hat, kreisen heute die Gedanken um die Frage, wie man bis zum Urlaubsziel gelangt. Ein Wegweiser.

Kurz gesagt, das Wichtigste ist Vorbereitung. Das schmeckt jetzt nicht so recht nach Sonne, Strand und Meer, ist aber zwingend notwendig, um die heilige Dreifaltigkeit des Sommerurlaubes möglichst entspannt zu erreichen. Gott sei Dank ist man dabei nicht auf sich alleine gestellt. Neben diversen Anwendungen im App-Store seiner Wahl sind quasi alle E-Autos mit einem ganzen Sammelsurium an digitalen Hilfen ausgestattet. Das bringt uns auch gleich zum ersten, etwas banal klingenden Punkt.

KENNE DEIN AUTO

Nicht im Sinne von „Suchen und Finden“ in vollen Parkgaragen. Es geht vielmehr um das Wissen um die Kompetenzen des eigenen Stromers. Moderne und mit großen Akkus ausgestattete Elektrofahrzeuge verfügen über respektable Reichweiten. Rund 500 Kilometer sind keine Seltenheit mehr. Der Haken daran, die laut WLTP genormten Angaben sind so realitätsfern wie die Privatsphäre am Strand von Lignano. Das gilt erst recht für ein voll besetztes Auto samt Gepäck, denn jedes zusätzliche Kilogramm nagt weiter an der Reichweite. Vom Schauraum direkt Richtung Süden zu starten empfiehlt sich nur für Abenteuerlustige mit abgeschlossenem Survivaltraining. Besser wäre es, einen Testlauf unter urlaubsähnlichen Umständen zu starten, im Idealfall mit einem ähnlichen Streckenprofil. Einfach um zu erkennen, wie gnadenlos Autobahnetappen die Akkus leer saugen und wie sehr Rekuperation dagegen hilft. Was uns direkt zum nächsten Tipp bringt.

MACHE DEN WEG ZUM ZIEL

Der Drang, möglichst rasch seine Destination zu erreichen, ist verständlich, verträgt sich mit E-Mobilität aber nur marginal. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen und quasi „ein bisserl ins Land einischaun“. Das Klischee vom schönen Österreich mit seinen Bergen und Seen ist nämlich gar keines. Schon klar, für manche gehören Staus, Tunnelsperren und meterhohe Lärmschutzwände zum Urlaubsfeeling einfach dazu. Dabei gäbe es eine Unmenge an Sehenswürdigkeiten auf dem Weg gen Süden. Warum nicht eine oder mehrere solche einbauen? Warum nicht gleich einen Tag früher losfahren und eine Übernachtung entlang des Weges einplanen? Es gäbe viel zu entdecken, und so ganz nebenbei lässt sich das E-Auto ohne Zeitdruck laden. Es gäbe nur Folgendes zu beachten.

PLANEN UND ANMELDEN

Es ist ein wenig wie bei der Henne und dem Ei. Zuerst Route planen und dann Ladestationen checken? Oder umgekehrt? Dank der mittlerweile guten Ladeinfrastruktur sowohl hierzulande als auch im Bereich der Oberen Adria ist beides möglich. Sowohl die Navigationssysteme der Hersteller als auch diverse Apps sind hier verlässliche Hilfen, geben Auskunft über Anzahl der Ladeanschlüsse und Ladeleistungen. Pauschal gesagt, finden sich entlang der Hauptverkehrsrouten mehr und stärkere E-Tankstellen, man wird aber auch bei einem Ausflug ins Hinterland nicht verhungern. Falls doch, bieten praktisch alle Hersteller im Rahmen ihrer Garantien Mobilitätsservices an. Das reicht von kostenlosem Transport zur nächsten Ladestation bis zu einer mobilen Aufladung vor Ort. Praktisch ist das Horrorszenario „leerer Akku“ kaum vorstellbar, zumindest nicht, wenn man sich bei allen infrage kommenden Anbietern rechtzeitig registriert hat. Die schnellste freie Ladestation bringt wenig, wenn mangels Berechtigung gar nicht geladen werden darf.

ALSO ALLES EITEL WONNE?

Im Prinzip ja, wobei manches in einem gewissen Graubereich bleibt. So lassen sich die Kosten für die Ladezyklen angesichts eines Tarifdschungels nur schwer kalkulieren. Und in Ermangelung einer Urlaubssaison 2020 fehlen Erfahrungswerte hinsichtlich Auslastung der Ladestationen an den klassischen Reisedestinationen. Ein kleiner Rest an Nervenkitzel bleibt demnach, was bei einem Badeurlaub an der Oberen Adria ja eine nette Abwechslung ist.

Autor/in: OLIVER WEBERBERGER

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