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Private fragen Gewerbeimmobilien nach

21.11.2019

Die Widmungsverfahren für neue Handelsimmobilien werden immer restriktiver. Neue Fachmarktzentren werden schwer bis gar nicht mehr genehmigt. Das macht bestehende Objekte in guten Fachmarkt-agglomerationen zu besonders stabilen Investments.

Sewada Howsepian, Leiter der Gewerbeabteilung von Arnold Immobilien

2018 wurden in Österreich rund 450 Millionen Euro in die Assetklasse Retail investiert. „Aufgrund von mangelnden Alternativen am Geldmarkt auch immer häufiger von privaten Investoren und Stiftungen,“ berichtet Sewada Howsepian, Leiter der Gewerbeabteilung von Arnold Immobilien. Fachmärkte verfügen aufgrund der deutlich niedrigeren Mieten und Betriebskosten über eine sehr gute Flächenproduktivität. Sie sind daher bei Diskontern und Nahversorgern sehr beliebt, da sie sich damit in der Regel gegen den wachsenden Onlinehandel gut behaupten können. Für Investoren steht im Zentrum, dass Gewerbeimmobilien vergleichsweise sichere Einnahmequellen sind, da sie, ähnlich wie Zinshäuser, stabile Mieteinnahmen aufweisen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus werden sie immer häufiger auch von privaten Investoren in Erwägung gezogen. Im Fokus stehen alle Assetklassen. „Wo letztendlich investiert wird, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel vom Nahverhältnis zu einem bestimmten wirtschaftlichen Sektor, der geografischen Lage oder der Risikoklasse“, erklärt Sewada Howsepian. Ein wichtiger Anreiz ist die Diversifizierung des Immobilien-Portfolios und die damit einhergehende Risikoverteilung, sowie die Steigerung der Erträge. Denn stabile Gewerbeimmobilien erwirtschaften attraktive Renditen bis zu rund fünf Prozent. Erwartungsgemäß herrscht auch bei diesen Immobilien die größte Nachfrage in Wien.

Investoren: Private, Stiftungen und Family Offices

Gewerbeimmobilien bis zehn Millionen Euro werden eher von österreichischen Privatinvestoren, Stiftungen oder Family Offices nachgefragt. Bei Liegenschaften ab zehn Millionen Euro in größeren Städten, mit einem Einzugsgebiet ab rund 100.000 Einwohnern sind es vorwiegend nationale und internationale institutionelle Investoren – vor allem deutsche Interessenten ‑ die aktiv auf die österreichischen Märkte setzen. Der österreichische Immobilienmarkt hat sich dank der wirtschaftlichen Stabilität des Landes einen hervorragenden Ruf im benachbarten Ausland erworben. Bei der Vermittlung von Gewerbeimmobilien im In- und Ausland setzt Arnold Immobilien auf die Synergien mit den vier Auslandsniederlassungen in Berlin, Prag, Bratislava und Budapest. Beispielsweise wurde kürzlich in Berlin, ein Hotel in Budapest akquiriert und an einen tschechischen Investor verkauft. Zudem betreut das Wiener Büro internationale Investoren, die in die Kernmärkte von Arnold Immobilien investieren wollen. 

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