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Private Banking: Vermögen verpflichtet

10.04.2006

Das lukrative Geschäft mit der Vermögensverwaltung zieht nicht nur alte Privatbankiers und Töchter der Großbanken an. Auch andere Finanzdienstleister zieht es zur betuchten Klientel der Mittel- bis Superreichen.

Fotos Richard Tanzer, beigestellt

So sieht etwa Günther Kastner, Vorstandsmitglied der 1989 gegründeten Vienna Portfolio Management AG (VPM AG), vermögende Privatkunden bei nicht-bankgebundenen Häusern gut aufgehoben. Die Vorteile eines bankenunabhängigen Vermögensverwalters lägen auf der Hand: Der Kunde bekomme den gleichen Service wie jeder Private Banking-Kunde, profitiere zugleich aber von der Unabhängigkeit des Verwalters, da dieser nicht zwingend an eigene Bankprodukte gebunden sei, sondern frei von Konzernüberlegungen Produkte verschiedenster Anbieter wählen und sich auf individuelle Kundenwünsche einstellen könne. Was nicht ausschließt, dass sich die unabhängigen Verrnögensverwalter nicht auch spezialisieren - die VPM AG etwa entwickelt und platziert seit Beginn der 90er Jahre VPM Absolute Return-Investments in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern bei Privatanlegern und institutionellen Investoren. Vertrauen und Beziehung sind alles: "Ein Vermögensverwalter steht in einem engen Vertrauensverhältnis zum Kunden, wie es etwa mit dem des Familienanwalts vergleichbar ist."

M&A Privat Bank AG expansiv
Ein ähnliches Verhältnis sieht auch René Alfons Haiden, Vorsitzender des Aufsichtsrats der M&A Privat Bank AG zu seinen Klienten. Zusätzlich helfe der Bank aber die Unabhängigkeit von anderen Finanzinstituten: "Hinter uns stehen keine Banken und keine Versicherungen, sondern österreichische Industrielle." Die Zukunft sieht Haiden überaus positiv: "Der Markt für gehobenen Finanzdienstleistungen ist vorhanden. Immer weniger Leute haben immer mehr Geld. In Österreich gibt es ein Geldvermögen von rund 345 Milliarden Euro. Wir betreuen aktuell 1000 Kunden mit rund einer Milliarde Volumen." Ambitioniertes, aber laut Haiden absolut realistischer nächster Schritt: 2000 Kunden, zwei Milliarden Euro Volumen.

Bank Gutmann international voran
Seit einigen Jahren international erfolgreich unterwegs ist die Bank Gutmann, wie auch Bewertungen von zwei renommierten unabhängigen Instanzen zeigen: Das Wirtschafts- und Finanzmagazin "Euromoney" wählte in seinem "Private banking survey 2006" das Wiener Institut zur besten österreichischen Privatbank. Bereits bei der Wahl der besten Vermögensmanager im deutschen Sprachraum beim Berliner Private Banking-Gipfel im vergangenen Herbst hatte Gutmann - zusammen mit zwei deutschen und einer liechtensteinischen Bank - die höchste Punkteanzahl erreicht und damit ex aequo den Titel "Top-Vermögensmanager 2006" errungen.
Einen weiteren Erfolg erzielte die Bank Gutmann bei einem Performance-Test durch das unabhängige deutsche Controlling- und Rankinginstitut "firstfive": Bei einem Vergleich von mehr als 150 Depots von 70 Vermögensverwaltern für das Jahr 2005 erreichte Gutmann in der Risikoklasse "ausgewogen" den ersten Platz. Ein weiteres Gutmann-Portfolio kam in der Risikoklasse "konservativ" unter die ersten drei.

Schoellerbank weiter auf Erfolgskurs
Die Schoellerbank ist eine der traditionsreichsten Privatbanken, die seit vielen Jahren den Ruf eines Spezialisten für anspruchsvolle Vermögensanlage genießt. Sie zählt 30.000 private und institutionelle Anleger in Österreich zu ihren Kunden. Die Schollerbank hat sich - neben den klassischen Dienst- und Serviceleistungen einer Privatbanken bereits vor Jahren auf das Angebot von eigens entwickelten strukturierten Produkte spezialisiert.
(4/06)

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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