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Advertorial

Prävention rechnet sich

10.08.2018

„Prävention kostet viel und bringt nur wenig!“ – Dieses weit verbreitete Vorurteil stimmt nicht. Denn jeder Euro, der in die Prävention investiert wird, kommt für Unternehmen mehr als doppelt zurück.

Prävention – wesentliche Kernaufgabe der AUVA – trägt dazu bei, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu fördern. Damit verbundene Ausgaben stoßen bei Arbeitgebern nicht immer auf Verständnis. Dabei zahlen sich Investitionen in die Arbeitssicherheit aus, denn jeder Ausfallstag durch Unfall oder Krankheit erhöht die Kosten im Betrieb – z. B. durch Überstunden oder Ersatzpersonal, Produktionsausfälle, Pönalezahlungen oder gar den Verlust von Aufträgen. Wer Unfälle vermeidet, vermeidet also nicht nur menschliches Leid, sondern auch Kosten.

Internationale Studien, wie zum Beispiel von Prof. Dr. Dietmar Bräunig zum Thema „Return on Prevention (RoP)“, kommen zu dem Ergebnis, dass jeder in die Prävention investierte Euro für den Betrieb mehr als doppelt zurückkommt. Bräunig errechnete einen durchschnittlichen RoP in Europa von 2,2. Für Österreich liegen neue Berechnungen der AUVA vor, die einen kurzfristigen RoP von 2,34 bei einer intensivierten Betreuung von besonders unfallgefährdeten Betrieben ergeben.

Schwerpunkte setzen

Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten, die aufgrund der AUVA-Statistikauswertung im Hinblick auf die Unfallrate, aber insbesondere auch im Hinblick auf die Schwere der durch den Unfall verursachten Verletzung auffällig geworden sind, werden von der AUVA besonders unter die Lupe genommen, denn: Nach einem risikoorientierten Ansatz sollen Präventionsexperten der AUVA verstärkt dort beraten, wo sich mehr oder schwerere Unfälle ereignen. Ein Indikator dafür ist die Zahl der Krankenstandstage durch Unfälle im jeweiligen Unternehmen. Berücksichtigt wird beispielsweise auch, ob es in den Betrieben zu einem tödlichen Arbeitsunfall gekommen ist. Die „auffälligen“ Betriebe sollen durchschnittlich dreimal jährlich von den AUVA-Präventionsexperten besucht und entsprechend beraten werden. Ziel ist eine dauerhafte Senkung von Arbeitsunfällen und die Reduktion von Krankenstandstagen. Das stößt auch bei den betroffenen Betrieben auf positive Resonanz, denn auch sie wollen unnötiges Leid und hohe Kosten in Zusammenhang mit Unfällen und Krankenständen sparen.

Beratung wirkt – deutliche Reduktion der Krankenstandstage

Nun ist es erstmals gelungen, die Wirksamkeit dieser Beratungsform auch monetär nachzuweisen, indem die Zahlen der unfallbedingten Krankenstandstage in den Risikobetrieben vor und nach der Schwerpunktbetriebsberatung verglichen wurden. Die Krankenstandstage haben deutlich abgenommen: In absoluten Zahlen ist der Nettoeffekt der Schwerpunktbetriebsberatung eine österreichweite Reduktion um 110.911 Krankenstandstage in drei Jahren.

Kurzfristige und langfristige Effekte

Die monetäre Bewertung erfolgte über die AUVA-Unfallkostendatenbank mit Basis 2015. Auf Seiten der AUVA fallen je nach Unfallschwere hauptsächlich Kosten für die Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und Renten an. Die Berechnung unterscheidet zwischen kurzfristigen Effekten im ersten Jahr und langfristigen Effekten bis zum Ende der Lebenserwartung des Verunfallten: Bei der Betrachtung des kurzfristigen Effekts im ersten Jahr ergeben sich für die AUVA Einsparungen in der Höhe von mehr als 10,5 Millionen Euro, die langfristigen Effekte schlagen mit knapp 59,2 Millionen Euro zu Buche. Bei der lebenslangen Kostenbetrachtung werden alle zukünftigen Rentenansprüche bis zum Ende der statistischen Lebenserwartung des jeweiligen Verunfallten aufsummiert und abgezinst. Diese Rentenkosten machen den Hauptunterschied zwischen den Kosten im ersten Jahr und den lebenslangen Kosten aus. Immerhin gibt die AUVA derzeit knapp mehr als 500 Millionen Euro jährlich an Rentenleistungen als Ausgleich für verminderte Erwerbsfähigkeit aus. Und diese Rentenleistungen sind rein vom Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit und dem Einkommen der Verunfallten vor dem Unfall abhängig, also nicht – wie meist bei Privatversicherungen – grundsätzlich der Höhe nach gedeckelt.

Betriebe ersparen sich knapp 21,5 Millionen Euro

Betrachtet man die kurzfristigen Effekte für die Betriebe, so wird hier für eine Dreijahres-Periode eine Einsparung von knapp 21,5 Millionen Euro ausgewiesen. Auf der Ebene der Betriebe haben die Lohnkosten des Verunfallten (Entgeltfortzahlung) den größten Anteil. Hinzu kommen Kosten für den Ersatz der Arbeitskraft sowie ein eventuell auftretender Produktivitätsverlust. Zusätzlich können sich Kosten für Produktionsstillstand, Aufräumarbeiten sowie Verwaltungskosten zu Buche schlagen. Auf die Errechnung langfristiger Effekte kann derzeit verzichtet werden, weil durch die gesetzliche Unfallversicherung mit der „Haftungsablöse“ auf Unternehmen keine langfristig negativen monetären Auswirkungen zukommen.


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