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Pflichtfach Lebenslanges Lernen

18.11.2015

Weiterbildung nimmt einen immer wichtigeren Stellewert ein, die  Anforderungen an Ausbildungsprogramme verändern sich gleichermaßen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, das das  Weiterbildungsinstitut WIFI gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut IMAS durchführte. 

Lebenslanges Lernen wird zur Voraussetzung der Beschäftigungsfähigkeit

Fakt 1: Lebenslanges Lernen ist Voraussetzung für den Erhalt der individuellen Beschäftigungsfähigkeit.

Dynamische Berufsbiographien, demographische Veränderungen und der strukturelle wirtschaftliche Wandel machen es unabdingbar, lebenslang zu lernen. Der technologische Fortschritt bringt es mit sich, dass Wissen immer schneller veraltet und Menschen über umfassende Problem- und Handlungskompetenzen verfügen müssen, um beruflich bestehen zu können.  Diese Kompetenzen sind es, die in Unternehmen gebraucht werden, wenn diese innovativ sein wollen und mit ihren Mitarbeiter/innen und deren Potenzialen am Markt nachhaltig reüssieren wollen. Die Bereitschaft, sich durch kontinuierliche Weiterbildung neue Impulse für Innovationen zu holen, ist ein wesentlicher Faktor für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Österreich.

 

Die Österreichs Strategie zum lebensbegleitenden Lernen (LLL 2020) wurde darum 2011 von der Bundesregierung verabschiedet. Sie beinhaltet sämtliche Schlüsselkompetenzbereiche.

 

 

Fakt 2: Unternehmen brauchen „Intrapreneure“, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Intrapreneure“ sind jene unternehmerisch denkenden Mitarbeiter/innen, die Dinge aus eigener Initiative vorantreiben, immer auf dem neuesten Stand sind und ihr Wissen auch in Können umsetzen. Unternehmen, die erfolgreich die Potenziale ihrer Mitarbeiter/innen nutzen, haben diese in ihren Lernbestrebungen zu bestärken („Stärken stärken“), ihre Leistungsbereitschaft wertzuschätzen und eigenverantwortliches Denken, Handeln und Lernen zu unterstützen. So sichern sie nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Qualifizierte Fachkräfte steigern die Produktivität, sind in der Lage, neue Technologien einzusetzen und treiben wettbewerbsrelevante Innovationen aktiv voran.

 

Fakt 3: Mit den veränderten Arbeitswelten muss es auch entsprechende Rahmenbedingungen in der Erwachsenenbildung geben, wenn diese sicherstellen soll, dass Menschen handeln und Probleme lösen können.

Eine „gute Weiterbildung“ muss Menschen dazu befähigen, mit Zutrauen Probleme lösen zu können. Diese Handlungskompetenz bedeutet, dass Menschen selbstbewusst, innovativ und ohne Angst vor Fehlern, (vielfach) unvorhersehbare Herausforderungen des beruflichen Alltags meistern. Langfristig sichert diese moderne Bildungsarbeit den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt und letztlich ein demokratisches Miteinander.

 

Erfolgreiche Erwachsenenbildung lebt von der fachlichen Expertise nebenberuflich Lehrender – eine moderne Erwachsenenbildung braucht authentisches und akkurates Expertenwissen aus der Praxis, welches ständig und kurzfristig verfügbar ist und sein muss.

 

 

Markus Raml, Kurator WIFI Österreich, fasst zusammen:„Die Flexibilisierung der Arbeitswelt bringt es mit sich, dass sich Berufsbiographien immer dynamischer entwickeln. Menschen müssen davon ausgehen, mehrmals im Laufe ihres Erwerbslebens ihren Arbeitsplatz und auch ihr Berufsfeld zu wechseln. Die Grundausbildung eines Menschen reicht schon lange nicht mehr, um beruflich nachhaltig erfolgreich zu sein. Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden nicht nur für das Individuum, sondern auch für unsere Unternehmen immer wichtiger, um durch Innovationskraft den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken.“

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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