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Niemand ist geschützt

23.05.2016

Unternehmen stehen heute Chancen offen, gleichzeitig lauern in der Digitalisierung auch Gefahren. Georg Binder von Microsoft erklärt, wie KMU das Beste aus der Situation holen.
 

Georg Binder

Herr Binder, auf Ihrer Karte steht eine eher ungewöhnliche Jobbezeichnung: Technical Evangelist. Was sind Ihre Aufgaben?

Im Kern ist es das Verkünden der Frohbotschaft, sprich: Nicht ein einzelnes Produkt, sondern die Idee und Technologie an sich steht im Vordergrund, speziell wenn es um neue Themen geht. Es ist die lokale Umsetzung und das Füllen mit Inhalten unserer Mission „to empower every person and every organization on the planet to achieve more“.

Wenn Sie eine Frohbotschaft für heimische Unternehmer des Mittelstandes zu verkünden haben: Welche ist das?

Es war noch nie so einfach an Spitzentechnologie zu kommen, die früher nur den allergrößten Unternehmen mit riesigen internen Ressourcen zur Verfügung stand. Die Cloud ermöglicht nun Unternehmen unabhängig von der Größe auch die immer größer werden Herausforderungen zu bewältigen.

Die Schlagworte Digitalisierung, Internet of Things und Cloud Computing werden häufig als Gefahren aber auch als Chancen für KMU genannt. Haben Sie Beispiele, wie sie Unternehmen konkret weiterbringen?

Die Gefahr sehe ich darin, dass sich jede Industrie oder Branche innerhalb eines verhältnismäßig kurzen Zeitraums komplett verändern kann, hiervor ist niemand geschützt. Die Chance ist nun, dass auch ein österreichisches KMU diese Chance zur „Disruption“ nutzen kann. Sollte die Innovation nicht aus dem eigenen Unternehmen kommen können, so kann man sich entsprechende Partner holen, wie beispielsweise die Allianz isv4industry

 Hier haben sich die vier unabhängigen österreichischen Softwarehersteller augmensys, COPA DATA, icomedias und PROLOGIS zusammengeschlossen und können bei Unternehmen die genannten Schlagworte Digitalisierung, Internet of Things und Cloud Computing in tatsächliche Projekte gießen.

Viele Unternehmer warten bei technischen Umstellungen lieber ein wenig ab. Aus Ihrer Sicht eine berechtigte Vorsicht oder ein fataler Fehler?

Fatal wäre es nur nichts zu tun, denn technologischer Fortschritt hat sich noch nie in der Geschichte aufhalten lassen. Das ist aber nicht zu verwechseln jedem wöchentlichen Hype blind zu folgen. Während man immer wieder Themen tatsächlich nur über einige Monate hört, ist so etwas wie „Cloud Computing“ hier um zu bleiben. Wer das ignoriert oder ablehnt, macht sich selbst die Zukunft schwer.

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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