Direkt zum Inhalt
Kasia Greco (EPU-Beauftragte der WK Wien) und Alexander Biach (Standortanwalt aus der WK Wien)

Neue Beauftragte - Wer die Wiener EPU vertritt

28.10.2019

Die Zahl der Ein-Personen-Unternehmer (EPU) wächst konstant - genau wie deren Herausforderungen. Grund genug für die Wirtschaftskammer Wien, um den 65.000 Wiener EPU mit Kasia Greco, selbst Ein-Personen-Unternehmerin, eine eigene EPU-Beauftragte zur Seite zu stellen.

Bereits 65.000 Wirtschaftstreibende sind in Wien aktiv, die keine Mitarbeiter beschäftigen und alle betrieblichen Aufgaben – von der Kundenakquise über die Ausführung der Aufträge bis zur Buchhaltung - alleine erledigen. Die Wirtschaftskammer Wien hat daher bereits vor zehn Jahren mit dem Forum EPU eine eigene Anlaufstelle für Ein-Personen-Unternehmer ins Leben gerufen – mit maßgeschneiderten Service-, Fortbildungs- und Netzwerkangeboten sowie kostenlosen Meetingräumen für jene, die von zu Hause aus arbeiten, aber ihre Kunden und Geschäftspartner in einem professionellen Umfeld empfangen möchten. „Wiens EPU arbeiten alleine. Sie sind aber nicht alleine“, fasst Alexander Biach, Standortanwalt aus der WK Wien, die 10-Jahresbilanz zusammen, „50.000 mal wurden unsere Meetingräume gebucht, 36.000 EPU haben unsere Workshops besucht und sich weiterqualifiziert und 13.000 Unternehmer haben an den Netzwerkveranstaltungen teilgenommen.“
 
EPU-Beauftragte will steuerliche und administrative Entlastung
Jetzt macht die WK Wien den nächsten Schritt zur weiteren Stärkung der Kleinstunternehmer und hat mit Kasia Greco, selbst Ein-Personen-Unternehmerin, eine eigene EPU-Beauftragte bestellt. „Die EPU-Beauftragte der Wirtschaftskammer Wien ist direkte Anlaufstelle für die 65.000 Wiener Kleinstunternehmer und eine zusätzliche starke Stimme gegenüber Politik und Verwaltung“, so Biach.
 
Greco will vor allem den Ausbau der Fortbildungsangebote im Forum EPU (Digitalisierung und Unternehmensentwicklung), neue Netzwerkformate (regelmäßige EPU-Treffen in den Bezirken und eigene Sprechtage) sowie besonders eine noch intensivere Interessenvertretung forcieren. „Viele Verbesserungen für Ein-Personen-Unternehmer haben wir in den vergangenen Jahren schon durchgesetzt. Etwa bei der Halbierung des Selbstbehalts bei Arztbesuchen, bei der unbefristeten Verlängerung der Förderung für den ersten Mitarbeiter oder bei Erleichterungen im Bereich der Umsatz- bzw. Einkommensteuer“, so Greco. Aber es braucht mehr, damit die 65.000 Wiener EPU freier und erfolgreicher arbeiten können: Eine bessere steuerliche Berücksichtigung des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband, Erleichterungen beim PKW-Vorsteuerabzug, eine Anhebung der Grenze geringwertiger Wirtschaftsgüter auf 1500 Euro oder den Entfall der Mindest-Körperschaftssteuer.
 
„Die Wiener Ein-Personen-Unternehmer sind ein hochqualifizierter, kreativer, flexibler und unabdingbarer Bestandteil der Wiener Wirtschaft. Die Politik muss dies endlich gebührend anerkennen und die EPU nachhaltig entlasten. Wir werden daher bei der Regierungsbildung ganz genau darauf achten, welche Maßnahmen für die tausenden EPU auf die Agenda kommen, und deren rasche Umsetzung auch vehement einfordern“, so Biach abschließend.
 
Wiener EPU im Überblick:

  • das Durchschnittsalter liegt bei 46 Jahren
  • 47% der EPU sind Frauen
  • die meisten EPU gibt es im 3. und 12. Bezirk (je 4.000)
  • die meisten EPU arbeiten in der Personenbetreuung (11.500), in der Unternehmensberatung (10.300) und in der Werbung (6.000)
  • EPU sind hochspezialisiert und top-ausgebildet: 35% haben einen akademischen Abschluss, 29% einen Lehrabschluss
Werbung

Weiterführende Themen

Stories
13.02.2021

Nach Monaten der sozialen Isolation sehnen sich viele Menschen nach inspirierenden Inputs, nach Austausch und neuen Kontakten. Genau das bietet Clubhouse. Ein Überblick zu den dos and don'ts vom ...

Die Hoteltrends 2021 stehen im Zeichen der Corona-Pandemie. Aber nicht nur.
Hotellerie
11.02.2021

Von A wie Antigentests bis Z wie Zimmerwahl. Das sind die Trends und Tipps für Hoteliers, die 2021 die Branche bestimmen werden.

 

Meldungen
10.02.2021

Eine zunehmende Flut an Anwendungen und Daten treibt den Stromverbrauch von Rechenzentren in die Höhe. Neue Hardware wie sparsame Prozessoren oder eine nachhaltige Klimatechnik sollen helfen, den ...

Meinungen
10.02.2021

China bereitet sich auf die Feierlichkeiten zu Beginn des „Ochsen“-Jahres am 12. Februar vor. Jasmine Kang, Analystin und Portfoliomanagerin des Comgest Growth China, schätzt die Aussichten für ...

Harry Gatterer, Trendforscher
Interviews
07.02.2021

Selten hat die Welt ein neues Jahr so herbeigesehnt wie am Ende von 2020. Doch was dürfen, was sollen wir uns von den vor uns liegenden Monaten erwarten? Der Trendforscher Harry ...

Werbung