Direkt zum Inhalt

Nach Corona: Szenarien für eine neue Arbeitswelt

25.05.2020

Haufe hat Ende April 1.600 Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt: Wie nehmen sie in ihren Unternehmen den Lockdown wahr? Wie schätzen sie ihre eigene wirtschaftliche Zukunft und die ihrer Unternehmen ein? Die gute Nachricht: Die Mehrheit der Befragten ist optimistisch. Ein Überblick.

Für die statistische Erhebung wurde bei rund 1.600 Personen in Unternehmen aller Branchen und Größenklassen nachgefragt. Die Studie zeigt, dass Unternehmen, mitunter sogar von gleicher Größe und aus der gleichen Branche, ganz unterschiedlich auf die aktuellen Entwicklungen reagieren und individuelle Strategien für die Zukunft entwickeln.

Haufe hat vier Gruppen identifiziert, die ganz unterschiedlichen Zukunftsszenarien anhängen: die Schlagkräftigen, die Hoffnungsvollen, die Unsicheren und die Resignierten. Sie unterscheiden sich deutlich darin, wie sie die Auswirkungen der Krise einschätzen, wie optimistisch sie in die Zukunft blicken und wie sie den Herausforderungen begegnen wollen.

“Die Schlagkräftigen” (26 %) und “Die Unsicheren” (30 %) etwa sind zwar unterschiedlich stark betroffen, rechnen aber ab 2021 wieder mit steigenden Umsätzen. “Die Hoffnungsvollen” (29 %) schöpfen insbesondere aus ihrer ausgeprägten Veränderungsbereitschaft Kraft und Zuversicht – trotz trüber Umsatzerwartungen. Im Gegensatz dazu befinden sich “Die Resignierten” (15 %) durchweg im Krisenmodus und sehen für ihre Zukunft wenig bis gar keine Handlungs- und Gestaltungsspielräume. In einem Punkt ist sich die Mehrheit der Befragten aber einig: Digitalisierung und Organisationsmodernisierung gelten als Schlüssel für die aktuelle Krisensituation sowie als Grundstein für die Zeit nach der Krise.

Weitere Ergebnisse im Überblick: 

  • Mehrheit der Unternehmen rechnet mit Rückkehr zu Normalität bis Jahresende
  • 70% der Befragten können ihre Kernprozesse noch stärker digitalisieren.
  • 54 Prozent erwarten ab 2021 wieder ein Umsatzwachstum und wollen ab diesem Zeitraum wieder deutlich mehr investieren
  • 15 Prozent der Unternehmen sind existenziell bedroht 
  • Die Unternehmen reagieren sehr unterschiedlich auf die aktuelle Situation
  • Digitalisierung und People & Organisation werden als Schlüssel zum Erfolg gesehen

Zur gesamten Studie

Werbung

Weiterführende Themen

Thema
04.06.2020

Dr. Ernst Gittenberger und Univ.Prof. Dr. Christoph Teller vom Institut für Handel, Absatz und Marketing der JKU Linz ziehen nach 7 veröffentlichten Artikeln zum „Einkaufsverhalten in Zeiten des ...

Meldungen
28.05.2020

respACT startet Initiative mit dem Global Compact Netzwerk Österreich. Unternehmen können die 5 Forderungen für eine nachhaltige Wirtschaft ab sofort ...

Interviews
26.05.2020

Corona hat gezeigt, wo unsere Schwachstellen liegen, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Jetzt heißt es, sich besser für Krisen rüsten und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Stories
26.05.2020

Gerade mittelständische Unternehmen könnten die Umbrüche der Corona-Phase dazu nützen, um junge Arbeitskräfte anzuziehen und mit alten Mustern zu brechen. Worauf sie dabei achten müssen, erklärt ...

Schon vor der Corona-Pandemie war Digitalisierung ein zentraler Erfolgsfaktor
Stories
25.05.2020

Schon vor der Corona-Pandemie war ­Digitalisierung ein zentraler Erfolgsfaktor. Nun wurde sie für viele Unternehmen zum Lebensretter. Welche positiven Effekte der Sprung ins kalte Wasser bringt, ...

Werbung