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Mit "Made in Vorarlberg“ durch die Krise

05.01.2021

Das Lustenauer Unternehmen Tecnoseal um Inhaber Gernot Stoppel schafft auch in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ein positives Wachstum. Dabei spielt vor allem die Beschaffung im Ländle eine wesentliche Rolle. 

Hofft darauf, dass auch nach der Krise mehr Unternehmen ihre Teile „Made in Vorarlberg“ beschaffen: Tecnoseal Geschäftsführer Gernot Stoppel

Jede Krise bietet auch Chancen. Zu nutzen wusste sie das vorarlberger Unternehmen Tecnoseal schon im ersten Lockdown. Durch hohe Flexibilität konnten einige Neukunden gewonnen werden. Dies resultierte aus der Tatsache, dass diese Kunden noch einen bestehenden Auftragsstand hatten, aber die benötigten Teile, welche bisher aus Italien oder China zugekauft wurden, durch die Schließungen nicht mehr geliefert werden konnten. Durch die hohe Lagerhaltung an Halbzeugen zur Inhouse-Produktion von Dichtungen sowie durch das große Sortiment an Standarddichtungen war Tecnoseal auch während des Lockdown kurzfristig vom Einzelstücke bis zur Großserie lieferfähig. „Mit diesem Service konnten wir zeigen, dass eine Beschaffung im Ländle durchaus Sinn macht und wir auch gegen unsere ausländischen Mitbewerber konkurrenzfähig sind. Wir hoffen darauf, dass dies auch nach dieser Pandemie anhält und auch andere Unternehmen ihre Teile „Made in Vorarlberg“ beschaffen. Damit können Arbeitsplätze langfristig in unserer Region gesichert werden und die Wirtschaft im Ländle gestärkt“, sagt Geschäftsführer Gernot Stoppel.
„Natürlich ist gerade in der Serienfertig im Moment die Zurückhaltung am Markt spürbar. Unser Vorteil ist aber, dass wir sehr flexibel sind und schnell reagieren können. Das bringt große Vorteile bei Reparatur und Instandsetzung von Hydraulik- und Pneumatikzlinder“, berichtet Gernot Stoppel weiter. In diesem Marktsegment konnte Tecnoseal stark zulegen, da in der jetzigen Situation, mit teilweise heruntergefahrenen Produktionen, viele Betriebe diese Zeit für Instandhaltungsarbeiten nutzen.
Die jüngste Sparte bei Tecnoseal, die Herstellung von Prototypen, entwickelte sich seit März ebenfalls gut. Der Grund dafür ist, dass viele Unternehmen die Zeit verstärkt für die Produktentwicklung nutzen. Neben dem 3D-Druck aus Silikon, in welchem Tecnoseal marktführend in Österreich, Schweiz und Italien ist, bietet das Unternehmen mit Sitz im Millenium Park 1 in Lustenau mittlerweile auch andere Fertigungsmethoden mit spezialisierung auf Kunststoff an.
Der Ausblick auf 2021 ist bei dem Unternehmen positiv, da bereits einige Kundenprojekte auf die Realisierung warten. „Um dem weiteren Wachstum nachzukommen, haben wir bereits Umbaumaßnahmen realisiert und die Erweiterung der Räumlichkeiten vorbereitet. Der Machinenpark wird mit zusätzlichen Anlagen erweitert, um den Eigenfertigungsanteil weiter zu steigern, um so unsere Kunden noch besser beim optimalen Weg zum schnell und wirtschaftlich gefertigten Produkt unterstützen zu können“, erläutert Gernot Stoppel.

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