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Marktkommentar: Bulgarien im Check

06.06.2016

Wo stecken für heimische Unternehmern Chancen in Bulgarien? Ulrike Straka, Wirtschaftsdelegierte in Sofia, gibt einen Überblick. 

Bulgariens Wirtschaft wuchs 2015 - zum Teil dank EU-geförderter Projekte - um 3%, das Preisniveau fiel sogar um 0,3%. Die Staatsverschuldung liegt im Rahmen der Maastricht-Kriterien, allerdings ist die Budgetlage vor allem in der E-Wirtschaft und im Gesundheitsbereich angespannt. Der Energiemarkt wird schrittweise liberalisiert - nur die Verbrauchertarife sind noch staatlich geregelt, Gasinterkonnektoren mit Rumänien und Griechenland werden gebaut, die Ausschreibung eines Mautsystems für bulgarische Straßen ist im Laufen. Interessante Projekte gibt es beim Bau von Eisenbahn, Metro und Straßen, bei der Erneuerung von Wasserleitungsnetzen oder im Abfallwirtschaftsbereich. EU-Fördergelder gehen weiters in die Landwirtschaft und in die Modernisierung von Betrieben, was Zulieferchancen für österreichische Maschinenbauer eröffnet. Die österreichischen Exporte nach Bulgarien sind 2015 etwa gleich geblieben, die Importe aus Bulgarien nahmen um 3% zu. Einige österreichische Niederlassungen erweitern ihre Produktion.

sofia@wko.at

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