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Leasing neu: Flexibler finanzieren

31.05.2006

Gerade bei Langfristfinanzierungen - etwa bei Immobilien oder Maschinenparks - ist eine flexible Zinsgestaltung vorteilhaft. Die BA-CA Leasing bietet mit Dynamic Leasing ein neues Produkt, das je nach wirtschaftlicher Effizienz und Geschäftserfolg ein "Bonus-Malus-System" beim Leasing ermöglicht. Von Harald Hornacek
h.hornacek@wirtschaftsverlag.at

Foto BA-CA Leasing GmbH

Leasing ist auch bei Klein- und Mittelbetrieben angekommen: Die Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen Gestaltung, sowie die Schaffung eines flexiblen Spielraums in der Unternehmensentwicklung tragen zum Aufschwung der Leasingfinanzierungen bei. Dass Leasing transparente Kosten ermöglicht und die Kapitalkraft des Unternehmens nicht direkt belastet (weil Leasinggüter ja nicht in der Bilanz aktiviert werden), ist bekannt. Im Vorfeld von Basel II hat sich die Bankenbranche aber auch einiges überlegt, um das Thema Leasing noch flexibler als bisher zu machen. Die Bank Austria Creditanstalt Leasing GmbH gibt mit dem neuen "Dynamic Leasing" einen Weg vor, dem wohl bald auch andere folgen werden. Dabei geht es darum, die Leasingzinsen je nach Unternehmensstärke (also Bonität) anzupassen - nach unten, wie nach oben. Wichtig sind Cash Flow und Eigenkapitalratio - oder anders gesagt: wirtschaftliche Effizienz und Geschäftserfolg.
Das neue Produkt richtet sich an Unternehmen ab 1,5 Millionen Euro Betriebsleistung. "Zu 99 Prozent ist Dynamic Leasing eine Idee für Immobilienfinanzierung oder Maschineninvestitionen", sagt Günther Fischer, Geschäftsführer Bank Austria Creditanstalt Leasing GmbH. "es geht um eine gewisse Langfristigkeit in der Finanzierung." Bei Autos oder EDV-Investitionen kommt Dynamic Leasing aufgrund der kurzen Laufzeiten also nicht wirklich zum Einsatz.

Finanzierung nach Bonität
Generell gilt bekanntermaßen: Je besser die Kunden-Bonität zum Zeitpunkt des Abschlusses aussieht, desto geringer fallen die Finanzierungskosten aus. Allerdings: Der bonitätsbedingte Risikoaufschlag in den Finanzierungskosten gilt für die gesamte Laufzeit des Kredits bzw. der Leasingfinanzierung. Daher können Unternehmen - außer, sie bemühen sich höchst aktiv darum und haben ein starkes Standing bei der Hausbank - heute kaum von niedrigeren Zinsen profitieren, wenn sich die Geschäfte besser entwickeln als vorhergesehen.
Die neue und durchaus interessante Idee: Eine Leasingfinanzierung, die sich laufend der Bonität anpasst - eben ein dynamisches Leasing: Je günstiger die Unternehmensentwicklung, umso günstiger die Konditionen. Verschlechtert sich die Entwicklung, steigen die Konditionen.
Diese Konditionenanpassung erfolgt jährlich auf Basis der aktuellen Bilanzdaten. Der Leasingnehmer kennt von Anfang an alle Faktoren dieses neuen Pricingmodells. So werden, meint Fischer, die Finanzierung transparent und die Finanzierungskosten planbarer. "Wir übertragen die Standards der Kapitalmarktprodukte damit in einfacher Form auf die Klein- und Mittelbetriebe", betont Fischer.
Das ganze hat offenbar eine große Zukunft. Denn, so Fischer: "In einigen Jahren könnten solche Finanzierungsformen mit einem leicht fassbaren, aber dynamischen Pricing bereits Standard sein."
(6/06)

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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