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INTERNET: Neue Strategien, neue Chancen, neue Erfolge!

23.02.2011

Beim Jahresauftakt 2011 der Sparten Gewerbe und Handwerk sowie Handel und der Fachgruppe UBIT am 2. Februar 2011 drehte sich alles um die neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Praxisorientierte Vorträge gaben den versammelten Unternehmern den nötigen Kick, um in einem geänderten Geschäftsumfeld zu punkten.

Gastgeber und Vortragende auf der Bühne: v.l.n.r.: Creative Director der Kommunikations-Agentur Dialogschmiede Klemens Huber, Gewerbe-Spartenobmann DI Walter Ruck, Mag. Hannes Seidelberger vom Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb, Obmann der Fachgruppe UBIT KommR Robert Bodenstein, Ing. Roman Döberl WKW Referat Wissensmanagement, Handels-Spartenobmann KommR Erwin Pellet, Vizepräsident KommR Dr. Paulus Stuller, Mag. Leopold Prochazka Erstebank

Das Internet mobilisiert die Massen mehr denn je. Dies bewiesen nicht nur jene 1200 WKW Mitglieder, die im Messe Congress Center Wien dem „Megatrend Internet“ auf die Spur gehen wollten, sondern auch die zur Einstimmung präsentierten Zahlen. 2010 wurden weltweit 107 Billionen E-Mails verschickt, allein in Österreich 60 Millionen zum Jahreswechsel. 800 Millionen bewegen sich bereits in Sozialen Netzwerken, in Österreich sind 2,2 Millionen bei Facebook registriert. Google hat eine Mrd. Suchanfragen pro Tag.

Es lag an Moderator Franz Zeller (Ö1 Sendungsverantwortlicher „Digital Leben“) die beiden Gastgeber Walter Ruck, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, und Erwin Pellet, Obmann der Sparte Handel, zu ihren Erfahrungen mit dem Internet zu befragen. Ruck bezeichnete das Internet als größte Revolution seit dem Buchdruck, und für Möbelhändler Pellet ist das Web so wichtig wie sein eigener Schauraum. In der Folge informierte Keynote Speaker Werner Beutelmeyer (Market Institut) über eine Gesellschaft im Umbruch und belegte seine Thesen mit aktuellen Umfrageergebnissen. 90 Prozent der Bevölkerung stellen eine Veränderung der „Lebens-Geschwindigkeit“ fest. Frauen sind vermehrt der Meinung, dass dieser Trend nicht mehr umkehrbar wäre. „Der Druck kommt heute von der Frauenseite. Sie sind die wahren Early Adopters“, ist Beutelmeyer überzeugt. 47 Prozent stehen der neuen Technologie positiv gegenüber, nur 28 Prozent sehen sie als Bedrohung. Schließlich animierte der Marktforscher die Unternehmer zu einer ambitionierteren „Kultur der Experimente“.

 

Keine Rolling Stones

Rechtsexperte Hannes Seidelberger vom Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb berichtete danach über rechtliche Voraussetzungen bei der Gestaltung einer Homepage. So sind berühmte Marken wie zum Beispiel „Rolling Stones“ in allen Branchen geschützt. Seidelberger rät dazu, den eigenen Familien- oder Firmennamen für die Domain zu verwenden. Besonderes Augenmerk muss auf ein vollständiges Impressum gelegt werden (dazu gibt es in Kürze ein eigenes WKW-Seminar). Sind Werbebanner auf der Homepage, müssen diese klar gekennzeichnet werden. Eine entsprechende Gewerbeberechtigung ist zwingend erforderlich, falls Produkte oder Dienstleistungen zum Kauf angeboten werden. Fotos (insbesondere von Prominenten) und Texte aus dem Internet dürfen nur mit Genehmigung verwendet werden; offizielle Wappen sind auf privaten Seiten unzulässig.

Eindringlich warnte der Rechtsanwalt vor dem zunehmenden Betrug im Internet: So sind gefakte Homepages bereits verbreitet, die den User teilweise zu ominösen Zahlungen auffordern. Seidelbergers Resümee: „Nichts zahlen, nichts unterschreiben und nichts anmelden ohne genaue Prüfung!“

 

Facebook für Wettbewerbsvorteile nutzen

Der Obmann der Fachgruppe UBIT, Robert Bodenstein, widmete sich dem Thema „Communities, Apps und Social Web“. Für ihn ist Kommunikation ein Grundbedürfnis des Menschen, das heute vielerorts virtuell vollzogen wird. Diesen Trend würden auch die Smart Phones - Bodenstein nannte sie „Hosentaschencomputer“ - unterstützen, die zunehmende Verbreitung finden. Der momentane Hype von Web 2.0-Anwendungen wie Facebook ließe sich sehr gut für Wettbewerbsvorteile nutzen. Auch als Marktforschungstool eignet sich Facebook hervorragend. Bodenstein: „Bei all dem darf man aber nicht vergessen, dass es sich primär um ein Freundschafts-Netzwerk und nicht um ein Marketing Tool handelt.“

Effiziente Werkzeuge

Roman Döberl vom WKW Referat Wissensmanagement stellte im Zuge des Jahresauftakts die Plattform „wko.at“ vor. Schließlich war es an Klemens Huber, die „effizientesten Online-Marketingwerkzeuge für KMU“ zu präsentieren Er entließ das staunende Auditorium mit einem kurzen Werbefilm über die zukünftige Nokia-Anwendung „Fjord“, die dem User weiterführende Informationen aus dem Web nach einer Art Scan der Umgebung genau dorthin liefert, wo er sich gerade befindet. Das Besondere daran: Beinahe alle Anwendungen gibt es bereits im Web, sie müssen nur noch zu einem kompakten Ganzen zusammengeführt werden.

 

Die rund zweistündige Informationsveranstaltung klang mit einem Get-Together samt Snacks und Erfrischungen aus.

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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