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Inspiriert von Hochleistung

08.10.2019

Georg Kopetz blickt gern über den Tellerrand. Der Gründer und CEO von TTTech, führender Anbieter von Sicherheitssoftware im Industrie- und Transportsektor, lässt sich von Menschen inspirieren, die über alle Hürden hinweg große Leistungen erbracht haben – nicht nur in der Wirtschaft. Auch die Geschichten von Persönlichkeiten aus Musik, Physik, Philosophie oder Politik geben ihm Kraft für den eigenen Weg.

Georg Kopetz, Gründer und CEO von TTTech
GEORG KOPETZ SETZT AUF:
  • Inspiration durch Spitzenleistungen
  •  Vorbilder
  • Lehrreiche Fehler
  • Die Kraft von Visionen

Über den Tellerrand zu blicken und sich nur mit Technik und dem eigenen Fachgebiet zu beschäftigen ist für Georg Kopetz, Gründer und CEO von TTTech, essenziell. Deshalb bezieht er seine Inspiration für den Job, der vielmehr Berufung ist, aus mehreren Richtungen, die oft nicht direkt etwas mit dem Business zu tun haben. Role Models spielen dabei eine besondere Rolle: „Ich lasse mich gern von Hochleistung inspirieren. Es beeindruckt mich, wenn Menschen versuchen, mit ihrer Lebenszeit gut umzugehen und einen gewissen Fußabdruck hinterlassen.“ Die Geschichten von Menschen, die an ihrer Mission dranbleiben und Ausdauer beweisen, motivieren ihn. Das ist auch in seiner Position gefordert: „Ich versuche im Unternehmerischen, das mit Risiko verbunden ist, realistisch zu sein. Da hilft die Auseinandersetzung mit High Performance, wo Scheitern und nicht automatisch erfolgreich zu sein dazugehört.“ Kopetz verweist auf das Buch „Tipping Point“, in dem Malcolm Gladwell schreibt, dass man etwas 10.000 Stunden lang machen muss, bevor man es gut kann: „Das gilt auch für die unternehmerische Tätigkeit: Man muss Fehler machen und aus ihnen lernen.“

„Ich lasse mich gern von Hochleistung inspirieren.“ Georg Kopetz, TTTech

Humanistisches Leitbild Seine Role Models kommen nicht nur aus der Wirtschaft, wobei ihn die Gründer der aufsteigenden Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley durchaus beeindrucken. Auch High Performance in Musik, Physik oder Philosophie ist für Kopetz eine wichtige Inspirationsquelle. Komponisten wie Beethoven, Bruckner oder Mahler, Staatsdenker wie Marc Aurel oder Cicero, Philosophen wie Karl Popper, aber auch Sportler und Politiker, die „in ihrem Gebiet die Grenzen ein bisschen verschoben haben“, gehören zu jenen, von denen er viel für Management und Führung mitnimmt: „Man kann sehr viel vom Altertum und der römisch-europäischen Kultur lernen, aber auch von der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert, dem Positivismus und der Klarheit im Denken, die damals entstanden ist.“ Generell ist Humanismus sein Leitbild, besonders in der Zusammenarbeit mit anderen.

In der täglichen Tätigkeit als CEO, die ihm so viel Freude macht, dass er sie als Privileg und nicht als Arbeit empfindet, ist Kopetz der theoretische Unterbau wichtig. Peter Druckers Ansatz hat für ihn hohen Stellenwert: „Mir ist wichtig, dass man das Management als Handwerk sieht, das man lernen kann, was für Führung vielleicht nicht gilt. Und ich bin der Meinung, dass ein Unternehmenslenker die Aufgabe hat, eine Vision vorzugeben, und wissen muss, wo’s inhaltlich langgeht. Reines People- und Prozess-Management ist mir zu wenig.“ Bei strategischen Überlegungen ist das Umfeld der Stanford Universität für ihn wichtig. Davon zeugt die enge Zusammenarbeit mit Stanford-Professor Robert Burgelman und Robert Siegel, der dort unterrichtet und im Aufsichtsrat von TTTech sitzt: „Von ihnen lasse ich mich im strategischen Denken inspirieren. Sie helfen mir, über Ecken, Kanten und Ränder hinauszublicken.“ Diesen Sommer nahm er sich eine Woche Zeit, um in Stanford an einer Leadership- und Trainingswoche mit anderen Führungskräften teilzunehmen, in der es um Werte und Unternehmensethik ging.

Und schließlich bezieht Kopetz viel Inspiration vom Team im Unternehmen, von guten Gesprächspartnern aus unterschiedlichen Gebieten, die dafür sorgen, dass er nicht immer im gleichen Denkmuster bleibt, aus der Natur und aus seiner Neugierde: „Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und bin oft von neuen Dingen, die ich lerne und erfahre, inspiriert.“

Autor/in:
Alexandra Rotter
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