Direkt zum Inhalt

Industrie 4.0: Effizienzsteigerung ist der Weg zum Ziel

13.10.2017

Digitalisierung und Industrie 4.0 – alle sprechen davon und Unternehmen, die die Chancen erkannt haben, sind bereits auf dem Weg und befinden sich aktuell im Veränderungsprozess. Industrie 4.0 ist aber weit mehr als eine Neustrukturierung technischer Prozesse und birgt viele Herausforderungen für das Change-Management.

Ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ist die Veränderungsfähigkeit auf allen Mitarbeiterebenen. Im größten Potential liegt aber auch das größte Risiko – denn Veränderung schafft meist Unsicherheiten und Ängste. Neue Arbeitswelten entstehen, Hierarchien kommen auf den Prüfstand, lineare und funktionszentrierte Strukturen werden aufgeweicht. Die Angst vor neuen Herausforderungen oder Statusverlust ist groß. So kann jeder Change-Prozess – bewusst oder unbewusst – ausgebremst oder verzögert werden.

Ein Unternehmen, das eine Veränderung – mit der Vision der „Industrie 4.0“ – plant und den Weg zu Digitalisierung beschreiten will, muss über technologische Aspekte hinaus passende Rahmenbedingungen schaffen. Digitalisierung bedeutet nicht, einfach ein neues System zu implementieren. Es bedeutet vielmehr bedarfsgerecht und organisationsverträglich neue Wege zu gehen und Mitarbeiter im Veränderungsprozess zu unterstützen. Sie müssen einbezogen, sensibilisiert und geschult werden. Nur so können Schwellenängste abgebaut und Kompetenzen erlangt werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist – gemäß dem Motto „Akzeptanz statt Angst“, den Mitarbeitern Perspektiven aufzuzeigen und Lösungen zu erarbeiten, wie Gundula Pally, Geschäftsführerin der Kerkhoff Consulting GmbH Wien aus Erfahrung weiß. „Wir können zwar heute bereits vollständig autarke Prozesse aufsetzen, die Mitarbeiter entlasten oder, provokativ formuliert, in Teilen entbehrlich machen, aber unsere Sichtweise ist eine andere.“

Denn trotz aller Vergleichbarkeiten ist jedes Unternehmen, jede Branche anders, mit individullen Herausforderungen und Lösungsansätzen. Aber: In jedem Unternehmen liegt das Potential der Veränderungsfähigkeit auf allen Mitarbeiterebenen. In der „Lernfabrik 4.0“ kann ein solcher Veränderungsprozess anhand eines kundenindividuellen Planspiels mit Einbeziehung von Mitarbeitern aus den verschiedensten Abteilungen simuliert werden. Durch diese Praxissimulation können die Teilnehmer erleben, wie standardisierte Prozesse und Digitalisierung die Abläufe in einem Unternehmen vereinfachen und die Effizienz steigern können. So werden Ängste gegenüber den Veränderungen genommen und bereits vorab die Umsetzung bis ins Detail praktisch erprobt.

Dazu wird die gesamte Wertschöpfungskette veranschaulicht, die täglichen Prozesse eines produzierenden Unternehmens vereinfacht dargestellt und in der Praxissimulation Veränderungen entlang der Wertschöpfungskette betrachtet. Silodenken wird aufgebrochen, konkurrierende Interessen, Konflikte und unklare Erwartungen werden auf eine interdisziplinäre Aufgabenstellung fokussiert. „Es ist der Stolz der Mitarbeiter, die etwas Gemeinsames und Nachhaltiges erarbeitet haben und sie antreibt diese Ideen und Veränderungen voranzutreiben.“ sagt Gundula Pally. „Als Berater ist es lediglich unsere Aufgabe heranzuführen, zu coachen und Dinge reflektieren zu lassen. Den Rest machen die Mitarbeiter selbst.“ Mitarbeiter werden somit durch die eigene Erfahrung motiviert und erfahren neue Perspektiven. Digitalisierung 4.0 ist also mehr als ein technisches Update und funktioniert nicht auf Knopfdruck. Die aktuelle wirtschaftliche Dynamik konfrontiert Unternehmen mit konstantem Wandel und Veränderungen sind bereits Teil des alltäglichen Geschäfts. Dabei entscheiden Veränderungsbereitschaft und Kreativität über den Erfolg von morgen. Veränderungen durch systemische Prozesse bedarfsgerecht steuern – der Weg ist das Ziel.

www.kerkhoff-consulting.com

Werbung

Weiterführende Themen

Beschreibung (v.l.n.r.): Prof. Dietmar Rößl (WU Wien - Institut für KMU Management), Alfred Harl (Obmann Fachverband UBIT der Wirtschaftskammer Österreich), Sonja Zwazl (Präsidentin Wirtschaftskammer NÖ), Walter Ruck (Präsident Wirtschaftskammer Wien), Sarah Gillessen (Management Consultant Arthur D. Little) , Jan Trionow (CEO Hutchison Drei Austria)
Stories
26.09.2018

Mehr als die Hälfte der Unternehmen wünscht sich dringend Unterstützung, KMU erkennen Chancen in der Digitalisierung. DSGVO hat Bewusstsein verändert. Wirtschaftskammern Österreichs und ...

Interviews
12.09.2018

Düsteren Zukunftsszenarien erteilt T-Mobile-CCO Maria Zesch eine Absage. Die Digitalisierung ist aus ihrer Sicht vor allem eines: eine Riesenchance für unsere Wirtschaft. Was sich Österreich dabei ...

Stories
12.09.2018

Eveline Pupeters Unternehmen emporia ist im Segment von einfach zu bedienenden Handys und Smartphones führend. Doch sie will mehr als nur Telefone an Senioren verkaufen. Sie möchte älteren ...

Stories
16.08.2018

Verkäufer leben in spannenden Zeiten: Der Vertrieb entwirft sich neu! Die Digitalisierung stellt ganze Branchen auf den Kopf und verlangt nach neuen Vertriebskonzepten. Diese stehen im Fokus bei „ ...

Will als Partner der Regierung für die weitere Digitalisierung des Landes sorgen: CEO Andreas Bierwirth.
Stories
02.08.2018

Rund 249 Mio. Euro werden 2019 in den Ausbau des Glasfaserkabelnetzes investiert. Es soll zum Motor der Gigabit-Gesellschaft werden.

Werbung