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Rät dazu, die Digitalisierung zur Abwicklung von Impfungen im Betrieb zu nutzen: Niklas Lenz, Geschäftsführer von eyepin.

Impfung im Betrieb: Der Weg zurück zur Normalität?

03.05.2021

Betriebsinterne Impfungen sind eine gute Alternative, Schlüsselarbeitskräfte und exponierte Mitarbeiter zeitnah zu schützen und so auch rascher wieder in die Exportmärkte entsenden zu können, meint Niklas Lenz, Geschäftsführer des eMarketing-Spezialisten eyepin in einem Gastkommentar. Doch welche Voraussetzungen brauchen Unternehmen? 

Insbesondere die stark exportorientierte Industrie hat in den vergangenen Wochen beklagt, dass zu wenig schnell gegen COVID-19 geimpft werde und so wertvolle Aufträge an internationale Konkurrenten verloren gingen. Um im globalen Wettbewerb nicht zurückzufallen, planen Unternehmen aus der Privatwirtschaft, die Organisation und Abwicklung von Impfungen für interessierte Mitarbeiter selbst in die Hand zu nehmen. Doch sind betriebsinterne Impfungen tatsächlich der Weg zurück zur Normalität?

Betriebsinterne Impfungen als große Entlastung

Sobald mehr Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, könnten die Gesundheitsbehörden auf diese Art entlastet und das Impftempo wesentlich beschleunigt werden. Wer Bedenken hat, wie sicher und professionell Vakzinierungen in Unternehmen abgewickelt werden können, kann beruhigt werden, denn: Zahlreiche Unternehmen, insbesondere Konzerne, verfügen längst über eine bewährte Logistik und medizinische Kapazitäten, die in der Vergangenheit etwa für die alljährliche Grippeimpfung eingesetzt wurden und bei der COVID-19-Impfung ebenso gut funktionieren. Zusätzlich sollte die Digitalisierung genutzt werden, um innerbetrieblich die Organisation und Dokumentation von Impfungen zu optimieren: Der gesamte Prozess von der Interessens-Abfrage bei den Mitarbeitern über die Terminverwaltung und Anmeldung bis hin zur Vor-Ort-Authentifizierung sollte dabei über ein digitales Tool zusammengefasst werden. Sobald Impfstoff verfügbar ist, könnten Interessierte Termine buchen, sich mittels QR-Code am Impfstandort identifizieren, und im Anschluss ihren zweiten Impftermin reservieren. Bei der Impfung werden der verwendete Impfstoff sowie die Chargen-Nummer automatisch dokumentiert. Ein solches System könnte in Betrieben auch die Abwicklung von wöchentlichen COVID-19-Testterminen verbessern.

Nach mehr als einem Jahr der Pandemie sollte es die oberste Priorität sein, dass all jene, die sich gegen COVID-19 impfen lassen wollen, auch schnellstmöglich geimpft werden können. Um sich von der immer noch vagen und volatilen COVID-19-Impfstrategie der Regierung unabhängig zu machen, können betriebsinterne Impfungen der Schlüssel für jenes „normale“ Leben sein, dass wir uns alle schon sehnlich zurückwünschen.

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