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Großer Optimismus in heimischer Wirtschaft

03.10.2012

Die heimischen Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft, wie eine aktuelle Umfrage von IMAS im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen belegt. Diese Studie hat Stimmungslage und Erwartungen von KMU mit einem Jahresumsatz zwischen 1,5 und 175 Millionen Euro erfasst.

Knapp die Hälfte der Unternehmer prognostizieren ihrem Betrieb in den nächsten drei bis fünf Jahren starkes Wachstum, etwa genauso viele glauben zumindest an eine unverändert stabile Geschäftsentwicklung. Zwei Drittel der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen, 36 Prozent haben 2011 sogar die Mitarbeiterzahl erhöht. Der Finanzierungsbedarf bleibt weiterhin niedrig, lediglich 26 Prozent planen in den kommenden zwei Jahren einen Kredit für ihr Unternehmen aufzunehmen.

 

Wien, Vorarlberg und Tirol besonders zuversichtlich

Im Österreichvergleich sind vor allem die Wiener, Vorarlberger und Tiroler Unternehmer zuversichtlich. Am pessimistischsten ist man im Burgenland, hier rechnen zehn Prozent mit einem Rückgang. Erfolgsfaktoren für die Zukunft sind vor allem Modernisierung, Kooperationen und neues Personal. Für mehr als die Hälfte ist die Modernisierung des Betriebs ein Schlüsselfaktor, 73 Prozent planen in den nächsten zwei Jahren dafür Investitionen ein. Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen, die die eigene Wertschöpfungskette verlängern, wollen immerhin 58 Prozent wachsen. Positiv ist auch die Personalentwicklung zu sehen, die Hälfte aller befragten Firmen betrachtet die Aufnahme neuer Mitarbeiter als wichtige Maßnahme für den wirtschaftlichen Erfolg. Überraschend sind auch die Expansionspläne: Ein Fünftel der befragten Unternehmen wollen neue Betriebsstandorte gründen.

 

Finanzierungsbedarf nahezu unverändert

Insgesamt sehen nur 26 Prozent der Betriebe in den nächsten zwei Jahren einen Finanzierungsbedarf in Form eines Bankkredits, bei den größeren Unternehmen mit fünf bis 175 Millionen Euro Umsatz sind es 32 Prozent. Die geschätzte Kredithöhe liegt bei knapp der Hälfte der Betriebe mit Finanzierungsbedarf aber unter 500.000 Euro. Diese Mittel sollen hauptsächlich zur Modernisierung (61 Prozent) eingesetzt werden, mit großem Abstand folgen Kundengewinnung sowie Rationalisierungsmaßnahmen (jeweils 16 Prozent). Die Kapitalbeschaffung über eine Stärkung der Eigenmittel zu erzielen kommt nur für 45 Prozent in Frage.

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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