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GO AHEAD! business summit ´11: Auswege aus der Wirtschaftskrise

04.10.2011

Wien, am 4. Oktober 2011: Der von Nikolaus Kimla initiierte GO AHEAD! business summit ´11, der dritte Kongress zur Österreichischen Schule der Nationalökonomie im Palais Niederösterreich, stand ganz im Zeichen der Krise als Chance für eine neue und bessere Wirtschaftsordnung der Zukunft.

Der selbstständige Berater Mag. Johannes Thun-Hohenstein (ThUN.at) hielt ein flammendes Plädoyer für einen Kapitalismus mit menschlichem Antlitz. Seiner Meinung nach sei der Mensch als Träger von Beziehungen im ökonomischen Zusammenhang zunehmend aus den Augen verloren gegangen. Insbesondere seit dem Zusammenbruch des Ostblocks habe das politische Korrektiv gefehlt und der Materialismus um seiner selbst willen konnte sich ungehindert ausbreiten. Er plädiert für einen Kapitalismus auf der Basis von Verantwortung und Vertrauen. Die Definition von Vertrauen fußt dabei auf dem Glauben, dass eine Person ihrer deklarierten Verantwortung auch gerecht wird.

 

Der Kapitalmarkt-Stratege Philipp Vorndran (Flossbach & von Storch) geht davon aus, dass sich die schwer verschuldeten Staaten ihrer Verantwortung durch den Weg in die Hyperinflation entziehen werden. Er prognostiziert eine große Renaissance für Sachwerte und analysiert treffend die Situation für Anleger: „Nur Reales ist Wahres“.

 

Der Amerikaner James Turk (GoldMoney Foundation) warnt davor, eine Veranlagung in Gold als Investment zu betrachten. Er definiert Gold als Geld und nicht als Investment. Der stark gestiegene Goldpreis komme in Wahrheit dem realen Wert des Goldes nahe. Er zeigt auf, dass der Wert des Goldes in den vergangenen Jahrzehnten relativ konstant geblieben ist. Der stark gestiegene Goldpreis spiegle in Wahrheit nur den Verlust der Kaufkraft der verschiedenen Währungen wieder. Seiner Meinung nach sei der Preis des Goldes derzeit noch nicht überbewertet. Manche Analysten meinen, Gold sei trotz des gestiegenen Preises immer noch unterbewertet.

 

Prof. Dr. Thorsten Polleit (Barclays Capital) führte die Kraft der guten Ideen als Motivation für menschliches Handeln ins Treffen. Im Unterschied zu schlechten Ideen weisen gute Ideen nicht nur zum angestrebten Ziel, sondern halten dabei auch ethische Grundsätze hoch, ganz im Sinne des kategorischen Imperativ von Immanuel Kant: „Handle so, wie Du möchtest, dass Deine Mitmenschen sich Dir gegenüber verhalten.“ In seiner Zusammenfassung der Beiträge und Erkenntnisse der Österreichischen Schule der Nationalökonomie spricht er der ethischen Wirtschafts- und Gesellschaftslehre dieser Schule die Lösungskompetenz für die drängenden wirtschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit zu und erkennt daher - seiner Ansicht nach zu Recht - eine Renaissance der „Austrians“. Zu den Vertretern der „Austrian School of Economics“ zählen unter anderen Ludwig von Mises, Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Friedrich August von Hayek oder Gottfried von Haberler.

 

Unter den Teilnehmern des Summit befanden sich unter anderen: Michael Barnert (Barnert-Egermann-Illigasch), Stefan Blahut und Margarete Kriz-Zwittkovits (Öst. Gewerbeverein), Gerhard Massenbauer (Massenbauer Beratungs- und Verlags GesmbH), Andreas Kratschmar (Politische Akademie ÖVP), Robert Rethfeld (Wellenreiter), Walter Springer (Factbook), Andreas Reinisch (reinisch RESPONSibility), Andreas Tögel (Atomed), Clemens Widhalm (Dale Carnegie Austria),  Doris Wallner-Bösmüller (Bösmüller Print Management), Stephan Zapotocky (LPC Capital Partners) und  Hans Georg Kantner (KSV).

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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