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Fit am Arbeitsplatz

15.10.2014

Immer mehr Arbeiter leiden in Österreich an chronischen psychischen Problemen. Das stellt sowohl für den Arbeiter selbst als auch für das Unternehmen ein Risiko dar. Die Beratungsstelle fit2work will dabei einen Ausweg aufzeigen, um wieder zu einem geregelten Arbeitsalltag zu finden.

Text: Antonio Sosic

Wer kennt die Situation nicht. Man taucht müde zur Arbeit auf und verspürt Lustlosigkeit. Dies kann sich negativ auf die Arbeitsresultate und das Umfeld auswirken. Auch mit Mobbing haben einige schon Erfahrungen gesammelt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, setzt sich die Beratungsstelle fit2work seit drei Jahren ein.

Die Beratung steht seit 2013 österreichweit in allen neun Bundesländern erwerbstätigen, arbeitssuchenden und arbeitslosen Personen, insbesondere nach, oder während längeren Krankenständen, sowie Wiedereinsteigern und Betrieben zur Verfügung. Dabei weist Wien vor Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark die höchsten Zahlen auf.  „Ausgangspunkt unserer Initiative waren Umfragewerte, die zeigten, dass ein Drittel aller österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz betroffen waren – diese alarmierend hohe Zahl nachhaltig zu senken, war und ist das Ziel des fit2work-Beratungsangebots“, betont Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

 

Auswirkungen

Auffallend ist, dass mit 42 Prozent (davon 63 Prozent weiblich, 37 Prozent männlich) die Mehrheit der Kunden angibt, unter einer psychischen oder psychiatrischen Erkrankung zu leiden. Ein weiteres Drittel (davon 57 Prozent weiblich, 42 Prozent männlich) leidet unter einer Erkrankung des Bewegungs- und Stützapparates, des Skeletts oder der Muskeln. Die Gründe für die psychischen Belastungen sieht Hundstorfer in anhaltendem Stress, (unbezahlten) Überstunden, Problemen mit Führungskräften und Arbeitskollegen, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. keinen adäquaten Arbeitsplatz zu finden und Mobbing. Die Folgen dieser oft chronifizierten Belastungen reichen von Depression und Schlafstörungen über Burnout, Migräne bzw. Nervenerkrankungen und Magen-Darmbeschwerden bis hin zu körperlichen Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen.

 

Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Beide Seiten können für sich Vorteile aus dem Beratungsgespräch ziehen. Die verbesserte Arbeitsfähigkeit, die geringeren Krankenstände und Abwesenheitszeiten tragen zu einem besseren Arbeitsklima bei. Dadurch wird das vorzeitige Ausscheiden von Mitarbeitern verhindert und den Betrieben bleibt wertvolles Know-How, wodurch sie sich die zeit- und kostenintensive Suche nach und die Einarbeitung von Ersatzarbeitskräften sparen.

 

Nähere Angebote und Informationen können Sie unter www.fit2work.at abrufen.

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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