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Exporte auf Rekordkurs

15.05.2019

Im Vorjahr erreichten die österreichischen Exporte nach Südafrika mit 588 Mio. Euro einen 10-Jahres-Rekord. Vor allem die Lieferungen von Maschinen und Fahrzeugen verzeichneten einen starken Anstieg. Eine Analyse von Chancen und der politschen Situation von Johannes Brunner, WKÖ-Wirtschaftsdelegierter in Johannesburg.

 

"Südafrika entwickelt sich rasant zu einem der Technologie-Hotspots in Afrika", mein Johannes Brunner, Wirtschaftsdelegierter in Johannesburg.

Rund ein Drittel der gesamten österreichischen Afrikaexporte geht in das Land am Kap. Südafrika ist aber nicht nur als Exportmarkt unser wichtigster Wirtschaftspartner am afrikanischen Kontinent. Mit rund 60 Niederlassungen heimischer Unternehmen ist Österreich in Südafrika stark vertreten. Von A wie Alpla bis Z wie Zumtobel sind viele namhafte Vertreter der österreichischen Exportwirtschaft präsent. Zuletzt hat der oberösterreichische Automobilzulieferer Polytec eine Investition in Höhe von 10 Mio. Euro in Südafrika angekündigt. Neben dem Automobilsektor investiert auch die südafrikanische Papierindustrie wieder kräftig. Die steirische GIG Karasek liefert eine der größten Eindampfanlagen weltweit an Sappi in Durban. Gute Chancen bestehen weiters im Energie- und Umweltsektor sowie bei der Wasserversorgung. Südafrika entwickelt sich rasant zu einem der Technologie-Hotspots in Afrika. Dabei werden ganze Technologiestufen übersprungen – der gesamte Kontinent verändert sich nachhaltig. Tech-Start-ups leisten auch einen Beitrag zur Lösung sozialer Probleme. Dabei sind 60 Prozent der südafrikanischen Tech-Start-up- und Venture-Capital-Szene in Kapstadt konzentriert. Viele heimische Firmen haben die sich bietenden Chancen bereits erkannt und sehen Afrika als Zukunftsmarkt. AVL List, Biomin (Futtermittelzusätze), Doppelmayr, ILF (Ingenieurs-Consulting) und Skidata – um nur einige Unternehmensbeispiele zu nennen – punkten in Afrika mit lokalen Partnern und Innovationen.

Tipp: Die Wirtschaftskammer sucht bei der „Africa Innovation Challenge“ nachhaltige Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsideen aus Österreich. Die besten zehn Unternehmen werden am 25. Juni vor einer Jury afrikanischer Experten pitchen.

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