Diktiergeräte:Geistesblitze festhalten | Die Wirtschaft Direkt zum Inhalt

Diktiergeräte:Geistesblitze festhalten

27.02.2006

Die besten Ideen ereilen uns just dann, wenn wir am wenigsten darauf vorbereitet sind: Nach dem Aufwachen, unterwegs im Auto oder auf dem Weg zum Mittagessen. Zurück am Arbeitsplatz, sind sie längst vergessen. Doch wer Gedanken gleich festhält, kann sie später nützen - Diktiergeräte helfen dabei. Von Klaus Lorbeer

Wer kennt das nicht: Immer dann, wenn man nichts zum Schreiben dabei hat, fällt einem gerade eine geniale Idee für einen Produktnamen, für eine Neugestaltung eines Arbeitsprozesses oder für ein Geschenk an den Partner oder die Partnerin. Die meisten dieser Ideen überleben nicht lange im hektischen Arbeitsalltag. Besser, man hält den Geistesblitz fest, gleich nachdem er das Hirn durchzuckt. Eine gute Hilfe dabei sind digitale Diktiergeräte. Klein und handlich finden sie in jeder Sakko- oder Westentasche Platz und können auch im Auto mit einer Hand bedient werden - nach ein wenig Üben auch ohne Hinsehen zu müssen. Besonders bedienerfreundlich sind Geräte mit einem Schiebeschalter. Björn Soltwedel, Olympus-Produktmanager Voice Processing für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, unterscheidet drei Klassen von Diktiergeräten: Digitale Notetaker, digitale Notetaker mit PC-Anbindung und digitale Diktiergeräte für professionelle Anwendungen.

Diktiergeräte für Einsteiger...
Digitale Notetaker bieten ein Mikrofon und einen Lautsprecher und eignen sich zum Festhalten einer Idee genauso wie einer Einkaufsliste. Ihr Vorteil: Sprechen ist schneller als Schreiben und zudem können die Geräte mit einer Hand bedient werden. Notetaker mit PC-Anbindung eignen sich für jene, die ihre Notizen später am PC wiederhören wollen, beispielsweise Studenten, die eine Vorlesung speichern wollen. Olympus bietet übrigens mit dem DW-90 den einzigen Digital Voice Recorder mit einem eingebauten Richtmikrofon. Die Reichweite des Mikros liegt bei sechs Metern.

...und für Profis
Die dritte Kategorie sind Diktiergeräte für professionelle Anwendungen. Diese bietet gerade für Geschäftsleute einen interessanten Nutzen. So unterstützen diese Geräte den von Grundig, Philips und Olympus entwickelten Dateistandard DSS (Digital Speech Standard). Kurz gesagt, ist DSS für Sprachaufnahmen was MP3 für Musikaufnahmen ist. So bietet DSS eine sehr starke Komprimierung. Eine Minute Musik auf einer Audio-CD benötigt 10 MB an Speicher, eine Minute MP3-Musik (bei einer Komprimierungsrate von 128 Kilobit) ein MB. Aber eine Minute Sprachaufnahme im DSS-Format benötigt im Shortplay-Modus bloß 100 KB und im Longplay-Modus 50 KB. "Damit passen 100 beziehungsweise 200 Minuten auf eine CD", illustriert Soltwedel die Komprimierungsrate des Formats. Damit nicht genug, erlaubt DSS das Einfügen, Ausschneiden und Überschreiben innerhalb eines Diktats. Das sei auch der Grund, warum viele professionelle Diktiergeräte-User von analog auf digital umsteigen. Denn das ist bereits ein Feature, das bei professionellen Diktier-Workflow-Lösungen wichtig ist, wo eine Schreibkraft das Diktat zu Papier bringt und diese ein Diktat abhören kann und nicht ein aus vielen Teilen zusammengestückeltes. Erst wenn die "New"-Taste gedrückt wird, speichert das Diktiergerät ein neues Diktat. Zudem speichert DSS auch Zusatzinformationen, wie die Art des Diktats oder die Zeit, wann das Diktat begonnen, fertig gestellt oder auf den PC geladen wurde. Übrigens: Wer beim Diktieren auf den Geschmack kommt, findet am Markt viele Lösungen zum Verbessern des Workflows - vom Diktiergerät, das auch als Mauszeigersteuerung für den PC verwendet werden kann, über professionelle Diktiermanagementsoftware, bis hin zu Spracherkennungssoftware wie Dragon Naturally Speaking, die ein Diktat automatisch in editierbaren Text verwandeln können soll. Neben einem professionellen Diktiergerät bedarf es dazu auch einer gewissen Portion Geduld und konsequenten Übens, bis die Erkennungsrate der Software den Ansprüchen genügt. Das ist je nach Übungsintensität nach ein bis zwei Monaten erreicht.

Schluss mit der Zettelwirtschaft
Diktieren ist nicht jeden Anwenders Sache. Wer seine Ideen unterwegs als Notizen auf unterschiedliche Zettel festhält, der sollte sich einmal den io2-Pen von Logitech ansehen. Mit diesem Stift schreibt man auf Spezialpapier, das es jedoch in allen Formen und Größen gibt - sogar als Haftetikette ist es erhältlich. Auf die Zettelwirtschaft muss man also nicht verzichten. Allerdings speichert der Stift das Geschriebene wie auch Zeichnungen und Skizzen, das per USB-Anschluss und Docking-Station auf den PC übertragen wird. Die Handschrifterkennung MyScript soll zudem handschriftliche Notizen in editierbaren Text umwandeln können. Mit dieser Lösung können zu Papier gebrachte Ideen übersichtlich gespeichert und archiviert werden. Das Abtippen von Notizen entfällt genauso wie die unübersichtliche Zettelwirtschaft.
(3/06)

Autor:
Redaktion.DieWirtschaft
Werbung

Weiterführende Themen

Praxis
23.08.2016

Wir diskutieren seit Jahren darüber, dass Schulen zu wenig auf das Lehrlingsleben vorbereiten. Dass es auch anders geht, dafür gibt es in Österreich bemerkenswerte Beispiele, die einmalig sind in ...

Recruiting
21.03.2017

Schoolgames und die Technical Experts der WKO Steiermark veranstalteten am 15.02.2017 die erste österreichische MINT MASTER  Meisterschaft. Rund 150 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich ...

WKW Präsident Walter Ruck ist sicher: "Umweltschutz wird immer dort groß geschrieben, wo auch Wohlstand ist."
Stories
21.03.2017

Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck glaubt noch an den Bau der dritten Piste am Flughafen Schwechat. Warum er noch hofft und wie er den Standort auf das nächste Level heben will, erklärt ...

Tourismus
21.03.2017
Bedenken, was ein Genetiker zum Thema Recycling und CSR beitragen könnte, wurden von Prof. Hengstschläger rasch zerstreut
Thema
21.03.2017

"Durchschnitt ist der größte Feind der Innovation!" meint der Genetiker und Autor Univ. Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger als Vortragender des 8. Dialogforums.

Werbung