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Dienstreisen kehren zur Normalität zurück

11.09.2012

Die Folgen der Wirtschaftskrise machten sich auch bei den Geschäftsreisen der heimischen Führungskräfte bemerkbar. Doch inzwischen hat sich die berufliche Mobilität wieder in einem vernünftigen Rahmen eingependelt. Es darf zum Beispiel wieder verstärkt Business-Class geflogen werden.

Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) hat zum vierten Mal die Studie „Manager und Mobilität“ von Triconsult durchführen lassen. Dazu wurden 287 Manager (zwei Drittel stammen aus der ersten Führungsebene) über ihr Mobilitätsverhalten befragt. Zum Vergleich dienen die Ergebnisse der letzten Jahre, um Entwicklungstendenzen feststellen zu können.

 

Unverändert sind die österreichischen Führungskräfte im Durchschnitt 67 Tage pro Jahr auf Dienstreise, das entspricht einem Drittel der Normarbeitszeit eines Angestellten. Der Anteil an Auslandsreisen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, während der Anteil an Inlandsreisen weiter rückläufig ist. Geschäftsreisen sind in der Mehrzahl der Fälle „Chefsache“, da die erste Führungsebene deutlich mehr Geschäftsreisen als die zweite und dritte Führungsebene unternimmt. Die hohe Anzahl an Geschäftsreisen stellt zweifelsohne eine Belastung für das Familienleben der Betroffenen dar, eine Entspannung ist nicht in Sicht. Die Führungskräfte erwarten, dass in Zukunft die Geschäftsreisen eine noch höhere Belastung für ihr Familienleben darstellen wird, als in der Vergangenheit.

 

Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Die Führungskräfte der ersten Ebene und die Manager über 50 Jahre sind wieder häufiger unterwegs.
  • Videokonferenzen verlieren an Bedeutung.
  • Im Inlandsverkehr gewinnt das Flugzeug an Bedeutung, PKW verliert an Bedeutung.
  • Auf der Langstrecke dürfen Manager wieder häufiger Business fliegen (Economy Class dominiert aber nach wie vor)
  • Die Kosten für das Flugticket verlieren an Bedeutung. Low Cost Carrier bleiben aber weiterhin ein wichtiges Thema.

 

„Die Reisestudie 2012 zeigt also, dass nach dem Krisenschock der Jahre 2009, 2010 eine Rückkehr zur Normalität zu verzeichnen ist, wobei man diese auch als ‚Rückkehr zur Vernunft‘ bezeichnen könnte, da nicht mehr alleine der übertriebene Spargedanke im Vordergrund steht, sondern andere Faktoren wie Zeitmanagement, physische und psychische Belastung im Auto etc. wieder an Bedeutung gewinnen“, beschreibt Karl Javurek, Bundesvorsitzender des WdF, die Veränderungen bei Dienstreisen.

 
WdF Manager&Mobilität.pdf

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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