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Die Standortfrage

21.11.2015

Wir haben prominente Führungskräfte nach ihrem persönlichen Kraft ort gefragt, um herauszufinden, wie sie im stressigen Alltag Entspannung und Ruhe finden.

Johanna Michl-Leidner
„Am wohlsten fühl ich mich in unserer Kellerbar. Da sperr ich die Atomtür zu, schenk mir einen ein und hab eine Ruh von dem ganzen Gsindl. Unser Haus stammt noch aus den 80er-Jahren, als ein Bunker vorgeschrieben war. Als dann der Kalte Krieg vorbei war, ist uns die Idee mit der Kellerbar gekommen.
Der Bunker ist noch voll funktionsfähig, ich könnte jederzeit dort Schutz finden, wenn was wär.“

H. Zeh-Strapse

„Also, wann immer ich Zeit habe, setz ich mich in mein Bundespräsidentenkanzlerweltherrschaftsbüro, da wo wir immer
unsere lustigen Filme drehen, das gibt es nämlich wirklich. Da spiel ich dann mit meinem blauen Auto oder mit meinem kleinen Spatzi, also meinem Hamster, und kann mich total entspannen.
Wir haben da auch einen großen Spiegel, da stell ich mich auch gern davor und übe meine Reden, das gibt mir Kraft durch Freude.“

Sebastian Kurks:
„Ich bin urviel auf Reisen und muss mich um tausend Sachen in der Welt kümmern und muss auch meistens ernst dreinschauen im Iran und so. Deshalb entspanne ich am liebsten am Klo im Ministerium mit meinem Nintendo, den ich noch von
früher hab. Ich spiel grad Pokemon Omega Rubin im Delta- Level und suche nach Rayquazas Mega-Entwicklung nun das Meteoritenstück für Prof. Kosmo, um den Kampf gegen Amalia aufzunehmen. Ich suche übrigens Victini und Dialga, möchten
Sie vielleicht tauschen, oder kennen Sie wen?“

Alexander Van der Hell:
„Wieso fragen Sie mich das, ich hab doch keinen Stress. Und wenn ich a Kraft brauch, dann rauch ich eine oder zwei, fertig.“

Werner Keilmann:
„Ich entspann mich beim Zeitunglesen. ‚Krone‘, ‚Heute‘, ‚Österreich‘, was ma halt so liest. Da lass ich mir einen Gugelhupf bringen, eine Melange dazu, und dann denk ich an die guten Zeiten, an früher. Das bringt mich dann immer auf so friedvolle Gedanken, da werd ich ganz entspannt und halt danach die ganzen Bosnigln wieder ein Zeiterl aus.“

Maria Vasiwoswasdu:
„Mein Kraftort ist die Triester Straße, der Mittelstreifen Höhe Quellenstraße, da hab ich einen kleinen Örban-Garden, mit Ringelblumen, Frauenschuh, Basilikum und ein paar Chilis. Da fahren mir zwar die stinkerten Autos um die Ohren, aber nimmer
lang. Wenn ich dort in die Erde greif, fühl mich frei und im Widerstand. Die Chilis bring ich dem Michi mit, er liebt die dunkelgrünen, obwohl ihm immer fast der Schädel platzt.“

Autor/in:
Redaktion.DieWirtschaft
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