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Die neue digitale Normalität optimal nutzen

16.06.2020

Während der aktuellen Gesundheits- und Wirtschaftskrise haben heimische produzierende KMU erkannt, an welchen Stellen digitaler Aufholbedarf besteht. Umso wichtiger ist es jetzt, die Vorteile der Digitalisierung für Produktion, Verkauf, Logistik und Supply Chain für sich zu nutzen und mit Zuversicht in die digitale Zukunft zu blicken, appelliert Marcus Schellerer, Geschäftsführer der Rittal GmbH.

Mithilfe digitaler Bausteine können sich Betriebe für die anstehenden Herausforderungen optimal aufstellen, meint Marcus Schellerer, Geschäftsführer der Rittal GmbH.

Auftrags- und Umsatzeinbußen, das plötzliche Herunterfahren sowie die komplette Umstellung der meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Homeoffice – all dies zu meistern, war und ist ein enormer Kraftakt für heimische KMU. Viele Betriebe haben zudem bedingt durch die Unterbrechungen der letzten Wochen und der Abhängigkeit von überregionalen Zulieferern wertvollen Handlungsspielraum eingebüßt. Gerade im Umfeld der Industrie sollte die aktuelle Situation ein Weckruf für viele Unternehmen sein, ihre Digitalisierungsstrategien voranzutreiben. Denn der zuvor teils viel diskutierte digitale Wandel unserer Wirtschaft hat das Überleben in diesen Krisenzeiten erst ermöglicht.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Digitale Anwendungen und Lösungen aus den Bereichen Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things (IIoT) wie etwa Virtual Twins, vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), Virtual- und Augmented-Reality-Assistenzsysteme oder Smart Factory sind jene Erfolgsfaktoren und Innovationen, die künftig mehr als nur den betrieblichen Alltag erleichtern. Damit lassen sich Ressourcen im Unternehmen wesentlich effizienter organisieren, verteilen und planen und als Wettbewerbsvorteil nutzen. Wer Produktion, Verkauf, Logistik und Supply Chain durchgängig datenbasiert verknüpft, mit vorgelagerten Edge-Rechenzentren die Datenanalyse in zentralen Instanzen unterstützt sowie Zulieferer und Partner miteinbezieht, kann frühzeitig Engpässe aufdecken und entsprechend gegensteuern. Neben der Verfügbarkeit und dem Zugriff auf wichtige Ressourcen, sind vor allem Datenhoheit und Datensicherheit wesentliche Faktoren für die Aufrechterhaltung der Geschäftsfähigkeit. Ein weiteres Argument für eine eigene sichere europäische Dateninfrastruktur, auf die sich produzierende Unternehmen verlassen können und ein Projekt, das auch die österreichische Bundesregierung aktiv vorantreibt.

Mithilfe dieser digitalen Bausteine können sich Betriebe für die anstehenden Herausforderungen optimal aufstellen, mit Innovation überzeugen und sich im globalen Wettbewerb durchsetzen. Dafür gilt es, jetzt mutig neue digitale Wege einzuschlagen und auch umzusetzen.

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