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Das N-Wort

02.05.2016

Sie können den Begriff Nachhaltigkeit nicht mehr hören? Keine Sorge, Sie sind nicht alleine. X-mal wurde die Bezeichnung jetzt schon zum Unwort des Jahres nominiert. Kein Wunder, denn alles und jeder will und soll heute nachhaltig sein. Die Unternehmensführung, die Mobilität, die Finanzierung, sogar die Politik!

Warum das Prädikat so beliebt ist, liegt auf der Hand: Es umschreibt einerseits eine Geisteshaltung, der jeder etwas abgewinnen kann, und wirkt andererseits als vorauseilendes Gütesiegel, das auf den ersten Blick nicht überprüfbar ist. Eine praktische Sache also. 

Eine Tatsache abseits irreführender Bezeichnungen ist, dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer für Werte einstehen, die sich nahtlos in alles einfügen, was man unter Nachhaltigkeit versteht. Nur bemühen sie den Begriff nicht. Sie kümmern sich um ihre Mitarbeiter, sie achten auf die Umwelt, sind fair zu ihren Lieferanten. Reicht das? Brauchen sie nicht ein Zertifikat? Einen Nachhaltigkeitsbericht? Schaden kann es bestimmt nicht.

Es schlummern sogar große Potenziale. Doch zwei Querdenker, deren Gedanken Sie in dieser Ausgabe finden (ab Seite 6 und ab Seite 34) zeichnen ein anderes Bild. So meint etwa der Innovationsexperte Gerald Steiner, dass sich die Nachhaltigkeit ohnedies ganz logisch aus den Anforderungen unserer Zeit ergebe. Der zweite im Bunde – Klimaexperte Franz Josef Radermacher – tritt sogar dafür ein, CSR wieder dort zu verorten, wo das eigentliche Geschäft aufhört und das persönliche Engagement beginnt. Egal mit wem Sie es halten wollen, egal wie Sie ihre Tätigkeiten dokumentieren oder nennen: Hauptsache Sie setzen welche! Einen wirksamen Beitrag wollen übrigens auch wir leisten und kompensieren als Verlag jene von uns produzierten CO₂-Emissionen, die sich beim besten Willen nicht einsparen lassen. Somit ist nun auch Ihr Lesevergnügen – eh logisch – so richtig nachhaltig!

Autor/in:
Mag. Stephan Strzyzowski
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