Direkt zum Inhalt

CEO-Talk: Anti-Korruption bei der Erreichung der Agenda 2030

27.11.2019

austrian business council for sustainable development lud zum Arbeitskreis „Unternehmerische Verantwortung im Topmanagement“. Hochrangige VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Rechtswissenschaft diskutierten mit CEOs und Führungskräften, welchen Beitrag Korruptionsbekämpfung zu Erreichung der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) leisten kann und wo Unternehmen aktiv werden können.

respACT-Präsident und CEO Austria bei Saint-Gobain, Peter Giffinger, eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und die Stärkung von Transparenz und Integrität gehören zu den Forderungen des 16. Ziels ‚Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen‘. Die SDGs sind daher einmal mehr eine wichtige Leitlinie für Unternehmen.“ Für einen nachhaltigen Erfolg des weltweit operierenden Bauunternehmens mit 180.000 Mitarbeitenden sei gewissenhafte Arbeit unumgänglich.

Bettina Knötzl, Präsidentin des Beirats von Transparency International Austrian Chapter, schloss mit einer Keynote über die Bedeutung der SDGs für die Arbeit von Transparency International an. Korruption verursache verheerende Schäden in allen Gesellschaftsbereichen, politische und wirtschaftliche ebenso wie soziale oder umweltbezogene. Integrität und Transparenz seien daher für die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele ausschlaggebend.

Zudem gaben Stefanie Holling, Crime Prevention and Criminal Justice Officer bei der UNODC, und Beatrix Matousek-Horak, Leiterin der Abt. Außenwirtschaftsrecht und Legistik des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW), fachliche Inputs und Anregungen zur gemeinsamen Diskussion. Beatrix Matousek-Horak erklärte, dass wichtige Handlungsanleitungen für Maßnahmen von Unternehmen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen enthalten seien. In diesen gäbe es ein eigenes Kapitel betreffend die Bekämpfung von Bestechung, Bestechungsgeldforderungen und Schmiergelderpressungen. Unterstützung bei allen Fragen im Zusammenhang mit der konkreten Umsetzung dieser Leitlinien biete der österreichische Nationale Kontaktpunkt (öNKP) an, der im BMDW - Sektion III eingerichtet ist.

Der respACT-Arbeitskreis hat das Ziel, CEOs und Führungskräfte zum Austausch mit ExpertInnen zu bewegen und wird unter dem Motto #ThinkTank vom Bundesministerium für Digitalisierung & Wirtschaftsstandort gefördert.

Werbung

Weiterführende Themen

Meldungen
14.11.2019

Die österreichische Wirtschaft ist in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt. Wie gut, das zeigen die Nachhaltigkeitsberichte, die heuer zum 20. Mal mit dem Austrian Sustainability Reporting Award ...

Die 2014 von Backaldrin eröffnete Angel Bakery schreibt mittlerweile schwarze Zahlen.
Meinungen
11.11.2019

Afrika bietet heimischen Unternehmen zahlreiche Chancen. Doch bislang haben österreichische Unternehmen in afrikanischen Ländern nicht wirklich Fuß gefasst. Was es braucht, damit der Schritt ...

V.l. Günter Goldhahn, Peter Stepanek, Heinz Sares, Alexandra Adler, Michael Bauer-Leeb.
Meldungen
14.10.2019

Vertreterinnen und Vertreter von fridays for future, scientists for future, entrepreneurs for future und CSR-Expertinnen – und Experten diskutierten, wie CSR-Consultants Wirtschaftstreibende bei ...

Stories
09.10.2019

Vor 50 Jahren fand der Spatenstich für das Mahle-Werk in St. Michael ob Bleiburg statt. Heute sind 2.300 Mitarbeiter auf dem 220.000 Quadratmeter großen ...

Interviews
09.10.2019

Warum das Glücksspiel immer digitaler wird und was Eva Glawischnig- Piesczek bei dem Gaming-Weltmarktführer aus Niederösterreich bisher erreicht hat, erklärt Harald Neumann, Vorstandsvorsitzender ...

Werbung