Direkt zum Inhalt

Bienen Start-Up launcht Honig-Abo

16.12.2019

Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel launcht Hektar Nektar sein digitales Honig-Abo. Damit setzt das Wiener Bienen-Start-up einen weiteren Schritt im Projekt 2028, um die Bienenpopulation innerhalb von zehn Jahren maßgeblich zu erhöhen.

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen“. Dieses Zitat wird Albert Einstein zugeschrieben. Ob es wirklich von ihm stammt, ist ungewiss. Absolut unstrittig ist aber die Bedeutung der Bienen selbst für den Kreislauf des Wachsens und Gedeihens in der Natur. Ein Prozess, der in Gefahr ist, sinkt doch die Anzahl an Bienenvölkern ständig. Die Summe der Bienenvölkern in West-Europa hat sich in den letzten 50 Jahren halbiert. Beim Startup Hektar Nektar hat man die Herausfoderung angenommen und konkrete Maßnahmen gesetzt. Das Unternehmen konnte seit seiner Gründung im Jahr 2017 bereits knapp 100 Unternehmen dafür gewinnen, rund 200 Imker in Österreich und Deutschland zu unterstützen und damit aktiv zum Bienenschutz beizutragen. Mit dem Projekt 2028 soll in zehn Jahren die Bienenpopulation um 10 Prozent erhöht werden. Nun erweitert Hektar Nektar die Zielgruppenansprache um Privatpersonen.

Bienenschutz auf einen Klick

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren oftmals die Rückmeldung bekommen, dass sich viele Menschen gern im Bienenschutz engagieren wollen, aber den vermeintlichen Aufwand scheuen. Das übernehmen jetzt wir. Alles, was Interessierte tun müssen, ist der Abschluss eines Honig-Abos auf hektarnektar.com und prompt werden bis zu 3.000 Bienen zusätzlich gezüchtet“, erklärt Martin Poreda, Co-Gründer und CEO Hektar Nektar, den Ablauf. „Je nach ausgewähltem Abo gibt es dann übers Jahr bis zu 1,5 Kilogramm Honig aus kontrollierter regionaler und rückverfolgbarer Ernte. Wer selbst keinen Honig mag, kann das Abo auch als Präsent mit Sinn verschenken.“

Empfehlung und Role Models als mächtiges Marketinginstrument

Nicht nur für den Bienenschutz, sondern auch aus Marketingsicht ergibt die Vergrößerung der Zielgruppe jedenfalls Sinn, erklärt Poreda. „Das Bienensterben ist ein sehr emotionales Thema, das in den letzten Jahren auch große mediale Aufmerksamkeit erfahren hat. Schließlich ist die Bestäubung von Nutzpflanzen unsere Lebensgrundlage. Je mehr Personen davon erfahren, wie einfach es eigentlich ist, seinen eigenen Teil zum Bienenschutz beizutragen, umso besser für die Sache, umso besser für unsere Umwelt. Jeder, der ein Honig-Abo abschließt, wird in seinem Umfeld darüber sprechen und weitere Interessierte dafür begeistern. Persönliche Weiterempfehlung mit der damit verbundenen Glaubwürdigkeit ist nach wie vor eines der mächtigsten und nachhaltigsten Marketinginstrumente. Und beim Thema Bienenschutz greift selbstverständlich auch das Role Model-Modell.“

Ziel im ersten Jahr

Für das erste Jahr geht Hektar Nektar von einem Honig-Abo-Abschluss in der Höhe von 5.000 Abos und der damit verbundenen Erhöhung von 5.000.000 Bienen aus. „Die Zahl mag auf den ersten Blick hochgegriffen erscheinen. Einer aktuellen Umfrage* zufolge sind jedoch 86,5 Prozent der Österreicher der Meinung, dass nicht genug für den Bienenschutz getan wird. Für Deutschland dürften analoge Zahlen gelten. Das heißt im Umkehrschluss, rund 9 von 10 Österreichern und Deutschen können sich potentiell für das Thema erwärmen und selbst aktiv werden“, fasst Poreda das Marktpotential zusammen.

Werbung

Weiterführende Themen

(v.l.n.r): Erich Mayer (FMVÖ-Präsident), Peter Eitzenberger (VBV-Vorsorgekasse AG), Andrea Stürmer (Zürich Versicherungs-AG), Lisa Simon (WWF), Fritz Fessler (Genossenschaft für Gemeinwohl), Monika Bäumel (Volksbank Wien AG), Laurenz Faber (Fridays for Future) und Werner Schediwy (FMVÖ-Vorstand)
Unternehmen
27.02.2020

Retailbanken und Versicherungen haben einen großen Einfluss auf die Verwendung von Geld und somit auf die Nachhaltigkeit. Durch ihre Veranlagungskriterien und Kreditbedingungen kann die ...

Hans Eder – Tausendsassa aus Hochfilzen: Hotelier, Bergbauer, Gemeinderat, Tourismusobmann u. v. m.
Hotellerie
27.02.2020

Das Fairhotel in Hochfilzen ist das erste Hotel nach Passivenergiebauweise in Tirol. Mit seinem Angebot will Bergbauer und Hotelier Hans Eder Umweltorientierte und Sportbegeisterte gleichermaßen ...

Bettina Fleiss von Transgourmet (links) nahm den Preis von Monica Rintersbacher von Leitbetriebe Austria entgegen.
Gastronomie
29.01.2020

Transgourmet, Europas zweitgrößtes Unternehmen im Abhol- und Belieferungsgroßhandel für die Gastronomie, wurde erstmals als österreichischer Leitbetrieb zertifiziert.

Meldungen
14.01.2020

Bis 13. März 2020 können sich österreichische Unternehmen in sechs Kategorien für den Trigos bewerben.

Gastronomie
18.12.2019

Im Rahmen der diesjährigen klimaaktiv-Fachtagung „Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe“ wurde die SalzburgMilch für ihr außerordentliches Engagement in Sachen Energieeffizienz erneut mit dem ...

Werbung