Direkt zum Inhalt
Will als Partner der Regierung für die weitere Digitalisierung des Landes sorgen: CEO Andreas Bierwirth.

Aus Zwei wird Eins: T-Mobile kauft UPC

02.08.2018

Rund 249 Mio. Euro werden 2019 in den Ausbau des Glasfaserkabelnetzes investiert. Es soll zum Motor der Gigabit-Gesellschaft werden.

Mit dem Vollzug des Kaufs von UPC Austria durch T-Mobile Austria per 1. August 2018 wird ein neues Kapitel der Digitalisierung Österreichs geschrieben. „Mit dem gemeinsamen neuen Unternehmen von T-Mobile und UPC geben wir das ultimative Versprechen für die digitale Zukunft Österreichs ab: Wir werden bei Internet-Erlebnis, Entertainment und Service die Besten sein. Damit tragen wir dazu bei, dass Österreich bei der Digitalisierung wieder an die Spitze Europas anschließt“, sagte Andreas Bierwirth, nunmehr CEO von T-Mobile Austria sowie UPC Austria bei der Auftakt-Pressekonferenz.
 
Durch die Integration von festen und mobilen Verbindungen („Konvergenz“) können Privat- wie Geschäftskunden alle Anforderungen ihres digitalen Alltags mit einem einzigen verlässlichen und leistungsfähigen Partner decken. Kern dieses Angebots ist die Kombination des Glasfaserkabelnetzes von UPC in urbanen und suburbanen Regionen mit dem flächendeckenden LTE-Netz von T-Mobile Austria. „Bereits heute bietet das Glasfaser­kabelnetz die höchsten Down- und Uploadgeschwindigkeiten in Österreich. Dieses Netz beschleunigen wir durch Upgrades auf Gigabit-Speed“, erklärte Bierwirth.

„Ich freue mich, dass T-Mobile Austria die Genehmigung zur Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC Austria erhalten hat. Damit können wir künftig unseren Kunden in Österreich Konvergenz-Produkte anbieten und unsere strategische Position in diesem Markt stärken“, kommentierte Srini Gopalan, Europavorstand der Deutschen Telekom, den Abschluss der Übernahme. 
 
Das beste Einstiegstor zu digitalem Entertainment
Mit dem Kauf von UPC Austria wird digitales Entertainment zum zentralen Bestandteil der Angebote von T-Mobile im neuen Unternehmen. „Entertainment und Content aller Art ist eine wesentliche Säule für unsere Entwicklung als integrierter Anbieter“, erklärte Bierwirth. Im Zentrum des umfangreichen Angebots an digitalem Fernsehen, Videoplattform und digitaler Unterhaltung wie eSports steht die weltweit bewährte Horizon-Plattform, die von Liberty Global lizenziert und laufend weiterentwickelt wird. „Wir geben unseren Kunden das beste Einstiegstor zu digitaler Unterhaltung, egal ob am Fernseher, Smartphone oder anderen Endgeräten.“ Das TV-Angebot wird künftig für alle Kunden von T-Mobile und UPC flächendeckend in Österreich verfügbar sein, unabhängig von verwendeter Technologie oder Gerät.
 
Mit weiteren Investitionen Führungsanspruch absichern
Bierwirth gab ein eindeutiges Bekenntnis zu weiteren Investitionen in die Netze von T-Mobile und UPC ab. Es erfolgt eine Aufrüstung des UPC-Netzes auf Gigabit-Geschwindigkeit. Produkte werden 2019 auf den Markt kommen. Bis Ende 2021 soll das ultraschnelle Internet-Erlebnis für 2 Millionen Haushalte in Österreich verfügbar sein, derzeit sind es 1,4 Mio. Haushalte. Über die Reichweite des Kabelnetzes hinaus bieten innovative LTE-DSL-Hybridanschlüsse sowie DSL flächendeckende leitungsgebundene Versorgung.
 
Im Mobilfunk wird T-Mobile das Upgrade des LTE-Netzes auf den künftigen Gigabit-Kommunikationsstandard 5G beschleunigen. „Wir wollen schon 2019 damit beginnen, das 5G-Netz im Echtbetrieb für unsere Kunden aufzubauen“, erklärte Bierwirth. Damit hält mobile Breitbandversorgung künftig mit der Leistung des Glasfaserkabelnetzes Schritt und wird Regionen versorgen, bei denen das Verlegen von Leitungen langwierig und kostspielig wäre.
 
Ein neuer attraktiver Anbieter entsteht
Die beiden Marken T-Mobile und UPC werden in ihrer heute bekannten Form schrittweise über die nächsten Monate vom Markt verschwinden. 2019 werden unter einem neu geschaffenen Auftritt unter dem Dach der vertrauten magentafarbenen Marke „T“ attraktive integrierte Angebote auf den Markt kommen. Tele.ring, die mobile zweite Marke von T-Mobile, wird weiterhin als erste Wahl für „Schlauberger“ auf dem österreichischen Markt präsent bleiben.
 
Für bestehende Kunden von T-Mobile Austria und UPC Austria gibt es vorerst keine Änderungen. Alle Verträge bleiben in unveränderter Form aufrecht, Kunden werden weiterhin je nach Zugehörigkeit vom Service von T-Mobile bzw. UPC betreut. Die Produkte werden in den nächsten Monaten in den jeweiligen Shops und Online-Kanälen von T-Mobile bzw. UPC verkauft. Ein außerordentliches Kündigungsrecht aufgrund des Wechsels der Eigentümerschaft von UPC Austria entsteht nicht.
 
7,2 Millionen Anschlüsse, 1,25 Milliarden Euro Umsatz
Gemeinsam hatten T-Mobile Austria und UPC Austria im Jahr 2017 insgesamt 7,2 Millionen Anschlüsse für ihre Services, bestehend aus mobilem sowie fixem Internetzugang, Telefonie, TV, Video- und Unterhaltungsangebote. Der gemeinsame Pro-Forma-Umsatz betrug 2017 rund 1,25 Milliarden Euro. Der Unternehmenswert für UPC Austria betrug im Rahmen der Übernahme 1,9 Milliarden Euro.
 
Rund 1.000 Dienstverhältnisse von UPC Austria werden im Rahmen der Übernahme von T-Mobile Austria vollständig übernommen. Zusammen kommt das neue Unternehmen auf rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bierwirth: „T-Mobile und UPC sind zwei einander perfekt ergänzende Unternehmen, wie rechte und linke Hand. Das gilt nicht nur für Netze und Angebote, sondern auch für die Menschen, die diese Firmen unglaublich stark gemacht haben. Mit dieser Kompetenz und Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wir unser Ziel verwirklichen, der Motor der digitalen Zukunft Österreichs zu sein.“

Zur Videobotschaft von Andreas Bierwirth

 

Werbung

Weiterführende Themen

Stories
08.06.2018

Die einen halten die Blockchain-Technologie für maßlos überschätzt, andere heben sie in den Himmel. Viele KMU suchen Orientierung. die wirtschaft hat sich auf die Suche nach Chancen und Risiken ...

Stories
08.06.2018

THE GOOD THE BAD AND THE UGLY

Stories
08.06.2018

Viele Unternehmer haben noch keinen Plan, wie sie die Digitalisierung konkret angehen sollen. Aktuelle ­Förderprogramme sollen nun Orientierung und Abhilfe schaffen. Ein Überblick.

"Damit ein System erkennen kann, worauf es ankommt, braucht es Menschen."
Interviews
08.06.2018

Für den neuen T-Systems-CEO Peter Lenz ist die Sache klar: Es gibt keinen Grund, sich vor Künstlicher Intelligenz zu fürchten – nur den Menschenverstand dürfe man nicht ausschalten. Wie sie unsere ...

Interviews
08.06.2018

Welche Art von Sozialpartnerschaft er sich wünscht, warum sich die Pflichtmitgliedschaft lohnt und warum er lieber Chancen als Gefahren sieht, erklärt er im Interview. 

Werbung