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Ein Areal von 100.000 m² gilt es zu bewachen

Alles im Blickfeld

05.11.2019

Wie funktioniert die Überwachung von einem riesigen Logistikzentrum? Bei Gebrüder Weiss in Maria Lanzendorf erledigen 450 Kameras und ein führender Sicherheitsdienstleister die Aufgabe.

Wir tun es fast alle: Waren bei Online-Versandhändlern bestellen. Bis die Pakete allerdings beim Kunden sind, müssen sie über mal kurze oder auch mal längere Strecken transportiert werden. Dass die Sendungen sicher am Ende der Lieferkette ankommen, dafür sorgen internationale Transport- und Logistikunternehmen wie Gebrüder Weiss. Die Firma zählt zu Europas Branchenführern und hat aktuell einen Jahresumsatz von 1,55 Milliarden Euro. Vom klassischen Landtransport per Lkw und Zug bis zum Gütertransport per Luft- und Seefracht decken Gebrüder Weiss eine Vielzahl an Transportund Logistiklösungen ab. Über den Globus verteilt hat das Unternehmen 150 firmeneigene Standorte. Einer davon befindet sich in Maria Lanzendorf, knapp 25 Kilometer östlich von Wien. Um dort sämtliche Verladeprozesse immer im Auge zu behalten, ist das Gelände mit 450 Videokameras bestückt.

VMS ALS LÖSUNG

Für ein reibungsloses Monitoring der Arbeitsabläufe setzt Gebrüder Weiss auf die Videomanagementsoftware (VMS) von Milestone Systems und die Kompetenzen des ÖWD Security Systems – eines Sicherheitsunternehmens und Facility-Anbieters. Kein Päckchen geht verloren: auch nicht auf 100.000 Quadratmetern – das Firmenareal in Maria Lanzendorf ist schlicht riesig. Die eine Hälfte der 100.000 Quadratmeter entfällt auf die Hallen, die andere auf den Außenbereich. Gut zwei Drittel der 450 Kameras sind in den Hallen installiert, in denen die Waren umgeladen werden. Das gesamte Gelände immer im Auge zu behalten, ist eine große Herausforderung. Auch ein Kleinstpaket darf beim Verladen nicht verloren gehen oder Schaden nehmen. „Die Kameras sind an neuralgischen Punkten installiert“, erklärt Werner Drnec, Bereichsleitung Betrieb, Einkauf und Fuhrparkmanagement von Gebrüder Weiss in Maria Lanzendorf. „Beispielsweise an jenen Stellen, wo Treppen aus dem Innen- in den Außenbereich führen. Dort besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Waren beim Verladen beschädigt werden.“ Welche Anforderungen gibt es an ein solches VMS? Um schnell auf Vorkommnisse auf dem Firmengelände reagieren zu können, war ein nutzerfreundliches VMS nötig. Bei einem Standort dieser Größenordnung ist es ohnehin eine Herausforderung, alles im Blick zu haben. Nicht jede Software unterstützt moderne, hochauflösende Kameras. „Wir benötigen die besten Kameras, weil wir auch kleine Details erkennen müssen.“

Bei 450 Geräten, die Bilder und Videos über einen Zeitraum von zwei Monaten festhalten sollen, ist das Datenaufkommen entsprechend hoch. Damit die Kosten für die Speicherung des Materials im Zaum gehalten werden, kam für den Transport- und Logistikdienstleister nur jenes VMS infrage, das auch in puncto Dekodierungstechnologie entsprechend weit entwickelt ist. State of the Art: die Lösung von Milestone Systems. „Egal wo die Kameras auf dem Firmengelände installiert sind, können wir über ein einziges Interface auf jede einzelne der 450 Kameras zugreifen“, erklärt Werner Drnec.

MOBILER ZUGRIFF

Bis zu 20 Bilder aus unterschiedlichen Positionen zeigt das VMS gleichzeitig an. „Das ist sehr userfreundlich und wir finden schnell, was wir suchen.“ Beispielsweise um Ereignisse nachzuvollziehen, die sich am Vortag zu einer bestimmten Uhrzeit zugetragen haben. Bis zu 60 Tage reicht das Aufzeichnungsmaterial zurück. „Mit Milestone sparen wir auch bei der Speicherung der Informationen“, sagt Werner Drnec. Weiterer praktischer Nutzen für die Anwender: Der Zugriff auf das Videomaterial ist standortunabhängig. Milestone stellt für sein VMS drei unterschiedliche Varianten zur Anzeige der Überwachungsvideos bereit: entweder am Standort direkt, auf dem Smartphone oder Tablet von unterwegs oder auf einem PC, unabhängig vom Standort, an dem das VMS installiert sind. Seit März 2018 ist das VMS nun in Betrieb und ins Sicherheitskonzept eingebettet. Für ein umfassendes Sicherheitskonzept arbeiten Gebrüder Weiss neben Milestone Systems mit dem ÖWD zusammen. „Als Servicepartner, Planer und Berater für moderne Videoüberwachungslösungen stehen wir Gebrüder Weiss seit vielen Jahren als Partner zur Seite“, sagt Wilfried Haaks, Bereichsleiter Region Ost/ Filiale Wien bei ÖWD. Im Rahmen des Sicherheitskonzepts für den Transportund Logistikdienstleister installierte er das VMS von Milestone Systems. Das Ergebnis: Unterschiedliche Kameratypen sind an verschiedenen Punkten positioniert und liefern Bildmaterial, das an einer zentralen Stelle zusammengeführt wird, der Videomanagementsoftware. So profitieren Gebrüder Weiss von einer vollständigen visuellen Übersicht über die gesamte Installation am Monitor, und es lässt sich nachvollziehen, ob auch das kleinste Paket in den richtigen Lkw verladen wurde.

Autor/in:

Angela Fagerer, P8

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