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7 Tipps für den digitalen Wandel

08.09.2017

Industrie 4.0 wird immer mehr zum bestimmenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Für die Studie „Digitale Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle“ wurden 68 namhafte Unternehmen wie Siemens, Strabag oder Geberit zu Chancen und Herausforderungen befragt. Sieben zentrale Empfehlungen lassen sich für Unternehmer ableiten.

1. SETZEN SIE DIE DIGITALISIERUNG STRATEGISCH AUF:

Die digitale Transformation sollte nicht nur operativ im Rahmen des Tagesgeschäfts gemanagt, sondern systematisch in die Unternehmensstrategie integriert werden. Die Mehrheit der österreichischen Unternehmen sieht Industrie 4.0 allerdings bislang noch als operatives Thema. Der Grund dafür ist die verkürzte Sicht, dass die digitale Transformation ein rein evolutionärer Prozess ohne disruptives Potenzial sei. Die Analyse zeigt, dass diese Sichtweise sehr riskant ist und mögliche Wettbewerbsvorteile verspielt.

2. STIMMEN SIE SICH MIT STAKEHOLDERN AB:

Unternehmen sollten sich möglichst frühzeitig und proaktiv mit den relevanten Stakeholdern in ihrem Wertschöpfungsnetzwerk technisch-inhaltlich abstimmen, damit das eigene Unternehmen die Etablierung technischer Standards für sich möglichst vorteilhaft beeinflussen kann und keine Entwicklung in seinem Wertschöpfungsnetzwerk verpasst. Die Aktivitäten zur Gänze anderen Playern zu überlassen, birgt die Gefahr, in seinem Wertschöpfungsnetzwerk durch andere Akteure ersetzt zu werden.

3. SORGEN SIE FÜR IT- UND DATENSICHERHEIT:

Eine proaktive Strategie zur Sicherstellung der eigenen IT- und Datensicherheit ist ein Muss. Die Bedeutung von IT- und Datensicherheit steigt in Zeiten des Industrial Internet of Things und hat nicht nur technische, sondern auch direkte wettbewerbliche Auswirkungen. Schließlich ist Datensicherheit kein rein unternehmensinternes Thema, sondern muss auch hin zu Lieferanten und Kunden sichergestellt werden. Vertiefte Kooperationen werden nur mit Partnern eingegangen, die ihre Hausaufgaben in IT- und Datensicherheit erledigt haben – somit entscheidet das Thema über den Platz eines Unternehmens im Wertschöpfungsnetzwerk.

4. ENTWICKELN SIE EINE EIGENE DATENSTRATEGIE:

Wider besseres eigenes Wissen mangelt es vielen Unternehmen an einer eigenen Datenstrategie. Dabei kann nur mit einer klaren Datenstrategie der Mehrwert von Datenanalysen bis hin zu Big Data Analytics realisiert werden. Jedes Unternehmen sollte eine solche Datenstrategie für sich selbst entwerfen und verfolgen und bei Bedarf mit Partnern im Wertschöpfungsnetz abstimmen.

5. REDEN SIE MIT IHREN MITARBEITERN:

Jedem Unternehmen muss bewusst sein, dass das Thema Industrie 4.0 Unsicherheit und Ängste auf Seiten der Mitarbeiter hervorruft. Dem kann am besten mit Transparenz und aktiver Kommunikation begegnet werden. Angestellte müssen in Industrie 4.0-Projekten „mitgenommen“ werden, dann können sie sich auch sinnvoll einbringen und zum Erfolg beitragen.

6. SCHULEN SIE IHR PERSONAL:

Unternehmen sollten selbst möglichst aktiv werden, um ihre Mitarbeiter bei einer fundierten Aus- und Weiterbildung in für Industrie 4.0 relevanten Themen zu unterstützen. Vorzeigebetriebe gehen Kooperationen mit Bildungseinrichtungen ein, um in möglichst wirtschaftsnah abgestimmten Lehrplänen und Kursen bestehende und künftige Mitarbeiter für Industrie 4.0 fit zu machen.

7. SCHAFFEN SIE FREIRÄUME:

Ein neues disruptives Geschäftsmodell lässt sich aufgrund von Zielkonflikten nicht einfach innerhalb des alten Geschäftsmodells aufbauen. Stattdessen sollten Unternehmen besser vom Kerngeschäft getrennte Geschäftseinheiten schaffen, die sich nur auf die Wachstumschancen des disruptiven Geschäfts konzentrieren – wie ein Start-up innerhalb eines etablierten Unternehmens.

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