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7 GRÜNDE FÜR NEWPLACEMENT

07.02.2021

Im Unternehmen stehen Kündigungen an. Wie gut, einen besonders üblen Teil an externe Dienstgeber abgeben zu können.

1 NEWPLACEMENT HIESS FRÜHER OUTPLACEMENT, bis dessen negativer Beigeschmack auffiel. Out heißt „raus aus dem Unternehmen“, new heißt „auf zu neuen Ufern“. Klingt viel besser. So oder so kümmern sich eigens spezialisierte Dienstleister um die Scheidenden, fangen sie emotional auf und coachen sie in den nächsten Job.

2 DIE BETROFFENEN Gekündigt werden tut weh. Jeder, wirklich jeder, erlebt Schock, Leugnung, Widerstand und muss durch das tiefe Tal der Tränen, bis er die Lage akzeptiert und den Blick in Richtung Zukunft hebt. All das fangen die Coaches ab. Erst helfen sie den Gekündigten je nach Typus (geschockt, aggressiv, leugnend), einen Weg aus dem Gefühlschaos zu finden. Dann lenken sie die Aufmerksamkeit auf Standortbestimmung und Stärkenanalyse, auf Kontakte, neue Visionen und Bewerbungsstrategien. So lange, bis ein Schützling die Entscheidung für seinen nächsten Arbeitgeber oder für den Schritt in die Selbstständigkeit trifft. Dann endet das Mandat.

3 DIE VERBLEIBENDEN sind bei Kündigungswellen üblicherweise frustriert. Durch Tratsch, Klatsch und die Gerüchteküche geht dem Unternehmen viel Produktivität verloren. Nicht aber, wenn die Verbleibenden sehen, dass das Unternehmen auch Scheidende nicht im Regen stehen lässt. Dann erleben sie auch sich selbst als wertgeschätzte Menschen, nicht als Produktionsfaktoren. Das gibt Sicherheit („die werden auch mich nicht fallen lassen“) und hebt Stimmung und Energie.

4 DAS UNTERNEHMEN fürchtet bei Kündigungen Imageschaden und Negativpropaganda. Da baut man mühevoll ein hübsches Employer Branding auf, und dann ruinieren ein paar Scheidende alles? Eben nicht, da stehen die Newplacement-Coaches dazwischen. Die fangen auch destruktive Emotionen ab und kanalisieren sie.

5 DER VERDECKTE SCHADEN bei (Massen-)Kündigungen zeigt sich nicht auf den ersten Blick. Er reicht von Motivationseinbrüchen bis Innovationsstau (wer hat in trüben Zeiten schon gute Ideen?), von Know-how-Abfluss bis Sabotagegefahr. Deswegen ist ein konstruktives Lebewohl so wichtig.

6 DIE KOSTEN Newplacement-Angebote sollten fixfertig in Abfertigungspakete, Sozialpläne und Arbeitsstiftungen eingearbeitet sein. Je nach Anbieter und Personenzahl muss man pro Person mit mindestens 2.000 Euro, maximal 20 Prozent vom Jahresbruttogehalt rechnen. Die Kosten können als Betriebsausgaben geltend gemacht und die Vorsteuer abgezogen werden.

7 KOSTEN, DIE MAN SICH ERSPART, sind teure gerichtliche Auseinandersetzungen. Das Ziel sind einvernehmliche, friedliche Trennungen.

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