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Wiener Tafel 2016 mit Wachstum in allen Bereichen

17.02.2017

Österreichs älteste Tafelorganisation konnte im Vorjahr sowohl die Menge vor der Vernichtung geretteter Lebensmittel, als auch die Anzahl der Partnerorganisationen steigern.

Der Bedarf an Lebensmitteln und Hygieneprodukten in den Sozialorganisationen ist noch lange nicht gedeckt. Gleichzeitig landen nach wie vor sehr große Mengen an genusstauglichen Lebensmitteln im Müll. Deshalb erarbeitet Österreichs älteste Tafel mit dem TafelHaus am Großmarkt Wien neue Wege in der sozialen Transferarbeit: Mit einem Lebensmittelverteilzentrum direkt am größten Umschlagplatz für Obst und Gemüse in Österreich plant die Wiener Tafel, die Mengen an geretteten Lebensmittel innerhalb von drei Jahren zu verdoppeln, um doppelt so viele Armutsbetroffene mit überlagerten, aber genusstauglichen Produkten versorgen zu können. Ab April 2017 ist die Wiener Tafel voraussichtlich in der Lage, mit neuem Logistik-Konzept um ein Vielfaches mehr Warenspenden zu übernehmen als bisher!

Im Jahr 2016 konnte die Wiener Tafel das Volumen ihrer Hilfslieferungen um rund 36 Tonnen auf insgesamt 508.242 Kilogramm steigern. Gleichzeitig wurde der Verteilerkreis der belieferten Sozialeinrichtungen um acht erweiter - mittlerweile versorgt die Wiener Tafel über 117 Partnerorganisationen rund 19.000 armutsbetroffene Menschen.

Sozialer Transfer gegen Armut, Hunger und Krankheit

„Das Wiener Tafel-Konzept ist wichtiger denn je: Der vergangene Woche veröffentlichte Sozialbericht spricht eine deutliche Sprache und bestätigt die Notwendigkeit nachhaltiger Armutsbekämpfung.“, ist Mag.a Heidelinde Haas, Obfrau der Wiener Tafel, überzeugt und betont: „Solange die Armutsursachen nicht politisch beseitigt werden, müssen wir auch weiterhin mit einem Anstieg von Ungleichheit in Österreich - einer der reichsten Gesellschaften weltweit - rechnen.“ Die Wiener Tafel verbindet seit 17 Jahren angewandte Hilfe für manifest Armutsbetroffene durch den sozialen Transfer vom Überfluss zum Bedarf mit Bewusstseinsbildung im Sinne einer sozial gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Gesellschaft. Deshalb appelliert Haas an Politik und Zivilgesellschaft: „Bekämpfen wir Armut und Hunger ursächlich und vermeiden wir die Verschwendung von wertvollen Ressourcen. Dazu braucht die Wiener Tafel mehr denn je tatkräftige und finanzielle Unterstützung von Privaten und aus der Wirtschaft – von Handel, Industrie und Landwirtschaft.“

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